Ein großes Dankeschön geht heute an die Schülerinnen und Schüler der Klasse 12 der Stadtteil- und Kulturschule Altrahlstedt, die vom 6. bis 8. April 2017 die vorher mit Graffiti beschmierten Wände des alten Rahlstedter Bahnhofstunnels im Rahmen eines Graffiti-Projekts neu gestaltet haben. Das sieht echt gut aus! Ein Dankeschön geht auch an KulturWerk Rahlstedt e.V. für die Initiative zu diesem Projekt und an die Gabriele Fink Stiftung für die finanzielle Unterstützung.

Rahlstedter Visionen: Grünanlage

Rahlstedter Visionen: Grünanlage

Dreizehn große Motive mit den Titeln Biergarten, Burgerhaus, Cothilde, Fahrradstation, Grünanlage, Kulturhaus, Pendelbus, Restaurants, Schwimmbad, Stadtbild, Theater, Weinstube und Zukunftswerkstatt zieren nun den alten Bahnhofstunnel. Aus dem vorher unwirtlichen Ort ist eine Galerie „Rahlstedter Visionen“ geworden. Eine Fotodokumentation der Projekttage gibt es auf der Website der Stadtteil- und Kulturschule Altrahlstedt: https://stadtteilschule-altrahlstedt.schulhomepages.hamburg.de/mehr-flair-muss-her/

Rahlstedter Visionen: Theater

Rahlstedter Visionen: Theater

Zu dem Graffiti-Projekt hatte die Stadtteil- und Kulturschule Altrahlstedt im Vorfeld mitgeteilt: „Das Kulturwerk Rahlstedt hatte 2016 an einem Aktionstag Ideen gesammelt, wie der eigene Stadtteil schöner werden könnte: Unter dem Motto „Mehr Flair muss her!“ sammelte das KulturWerk Ideen und Visionen für Rahlstedt. Nun sollen in der Rahlstedter Bahnhofsunterführung zwischen Bahnhofstraße und Doberaner Weg die Ideen im Rahmen eines Graffiti-Projekts zusammen mit der Stadtteil- und Kulturschule Altrahlstedt umgesetzt werden. Die Schülerinnen und Schüler haben unter Anleitung der Kunstlehrerin Roswitha Rhiem-Röhring und dem Graffiti-Künstler Jakob Michels die Ideen in verschiedenen künstlerischen Stilen gestalterisch geplant und werden diese in einem drei Tage dauernden Projekt vom 6. bis 8. April umsetzen. Jakob Michels arbeitet seit zehn Jahren mit Jugendhäusern, in Schulen und Flüchtlingsprojekten. Ideengeberin für das ehrgeizige Drei-Tage-Projekt ist die Rahlstedterin Eva Nemela zusammen mit dem KulturWerk.“ Die Schülerinnen und Schüler der Stadtteil- und Kulturschule Altrahlstedt freuen sich über Besuch während ihrer Verschönerungsaktion für den Stadtteil.

Rahlstedter Visionen: Stadtbild

Rahlstedter Visionen: Stadtbild

KulturWerk Rahlstedt e.V. schrieb dazu: „Jetzt wird in der Rahlstedter Bahnhofsunterführung zwischen Bahnhofstraße und Doberaner Weg ein Projekt umgesetzt, mit künstlerischen Graffiti die eigene Umwelt aufzuwerten und gegen den Vandalismus anzugehen.Die Motive, die die Schüler sich gewählt haben und sprayen werden, beziehen die beim Aktionstag gesammelten Ideen der Rahlstedter Bürger ein und greifen verschiedene Kunststile auf. Das Gesamtkunstwerk ist nicht weniger als der kreative Versuch, ein Verantwortungsgefühl für die Gestaltung des eigenen Lebensumfeldes zu vermitteln!“

Die Fußgängerunterführung Doberaner Weg/Schrankenweg wurde im Jahre 1907 errichtet. Früher verliefen über ihr nicht nur die Gleise der Bahnstrecke Lübeck-Hamburg, sondern auch die der ehemaligen Elektrischen Kleinbahn Alt-Rahlstedt-Volksdorf-Wohldorf (1904 bis 1934, https://de.wikipedia.org/wiki/Elektrische_Kleinbahn_Alt-Rahlstedt–Volksdorf–Wohldorf), weshalb die Unterführung noch heute entsprechend länger ist. Seit vielen Jahren stellen Graffiti und Schmierereien dort ein großes Problem dar. Nach einer Komplettentfernung der Graffiti im Sommer 2008 waren bereits eine Woche später die ersten Schmierereien wieder da. Trotz der Rund-um-die-Uhr-Beleuchtung stellt sich die Unterführung so als unwirtlicher Ort dar. Mit der künstlerischen Neugestaltung soll dem entgegengewirkt werden. Erfahrungen zeigen, dass Sprayer die Bilder der anderen aus Respekt überwiegend unangetastet lassen – so jedenfalls der ungeschriebene Ehrenkodex der Graffiti-Szene. Im Rahmen des Baus der neuen S-Bahn-Linie S4 von Hamburg nach Bad Oldesloe soll die in die Jahre gekommene Unterführung durch einen vollständigen Neubau in ähnlicher Lage ersetzt werden.