Am 30. November 2017 wurde die Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge im ehemaligen Baumarkt im Hellmesbergerweg 23 in Meiendorf offiziell geschlossen. Die Unterkunft war im Februar 2016 in Betrieb genommen worden, als die Not an geeigneteren Unterkünften besonders groß war. Bis zu 600 Plätze standen hier zur Verfügung, sowohl in der umgebauten Gewerbehalle, als auch in zusätzlich aufgestellten Containern auf dem früheren Kundenparkplatz. Schon vor einem Jahr begann die schrittweise Reduzierung der Belegung.

ehemaliger Baumarkt im Hellmesbergerweg 23 in Meiendorf im Herbst 2015

ehemaliger Baumarkt im Hellmesbergerweg 23 in Meiendorf im Herbst 2015

Die Erstaufnahme-Einrichtung wurde von der „AWO Hamburg – Gesellschaft für Bildung, Integration und Beratung gGmbH“ betrieben. Zuletzt (31. Oktober 2017) waren in der Unterkunft noch 29 Flüchtlinge untergebracht. Mittlerweile sind alle ausgezogen, sie wurden auf Folgeunterkünfte oder andere Erstaufnahmen verteilt. Mit dem Ende am Hellmesbergerweg schließt die letzte provisorische Flüchtlingsunterkunft in Hamburg. Auf dem Höhepunkt des Flüchtlingszustroms waren 14 leerstehende Gewerbe- und Sporthallen für die Unterbringung von Flüchtlingen hergerichtet worden.

Die Einrichtung im Hellmesbergerweg soll einstweilen noch als Reserve vorgehalten werden: Für den Fall, dass die Flüchtlingszahlen wieder steigen, ist die Stadt so vorbereitet.

Bis zu 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betreuten die Flüchtlinge, nahmen sie auf und begleiteten sie in ihrem Alltag. Ein großer Dank gilt allen Meiendorferinnen und Meiendorfern, die sich für die Flüchtlinge im Hellmesbergerweg und ein gutes Miteinander mit der Nachbarschaft engagiert haben, allen voran den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern der AWO (http://www.awo-hamburg.org/index/beruf-integration/unterbringung-von-fluechtlingen.htm) und der Initiative „Meiendorf hilft“ (https://www.meiendorf-hilft.de), die u.a. eine Kleiderkammer, Malprojekte und eine Fahrradwerkstatt organisiert hatten.