Die Freiwillige Feuerwehr Rahlstedt und die Rettungswache Rahlstedt sollen 2019 ein neues Gebäude am bisherigen gemeinsamen Standort in der Brockdorffstraße 22 erhalten. Die Planungen hierzu laufen bereits. Dies erfuhren die beiden Rahlstedter SPD-Bürgerschaftsabgeordneten Ekkehard Wysocki und Ole Thorben Buschhüter durch eine Kleine Anfrage an den Senat.

Am Standort Brockdorffstraße 22 befinden sich unter einem Dach das Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr (FF) Rahlstedt und die Rettungswache Rahlstedt der Berufsfeuerwehr. Die Räumlichkeiten der FF entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen an ein funktionsgerechtes Feuerwehrhaus. Ähnliches gilt für die Räumlichkeiten der Rettungswache Rahlstedt. Zudem können Standardfahrzeuge der neuen Generation in den Remisen nicht untergebracht werden.

Nach einer Überprüfung durch die Feuerwehr-Unfallkasse im Juni 2017 wurden mehrere Mängel am Bestandsgebäude bekannt. So darf der Unterrichtsraum nur noch von zehn Personen gleichzeitig betreten werden, weil die Fluchtmöglichkeiten aus dem Unterrichtsraum nach den Unfallverhütungsvorschriften der Feuerwehr unzureichend sind. Die Fahrzeugremisen entsprechen ebenfalls nicht den Vorschriften und die Gebäudeelektrik ist veraltet. Die festgestellten Punkte führen allerdings nicht zu einer Einschränkung der Einsatzfähigkeit der FF Rahlstedt. Um die Remisen weiterhin nutzen zu können, wurden schon in der Vergangenheit Einsatzfahrzeuge mit einer geringeren Fahrzeughöhe beschafft, zuletzt 2014 ein neues Löschfahrzeug für die FF Rahlstedt zum Preis von 290.000 Euro.

„Das Bestandsgebäude entspricht nicht mehr den Unfallverhütungsvorschriften der Feuerwehr, darf aber trotzdem weiterhin genutzt werden. Die Sicherheit der Feuerwehrangehörigen geht selbstverständlich vor und wird durch entsprechende organisatorische Maßnahmen gewährleistet. Aber das ist natürlich kein Dauerzustand“, so Ekkehard Wysocki, der auch Vorsitzender des Innenausschusses der Bürgerschaft ist. Hierzu hat die Feuerwehr entsprechende Handlungsanweisungen erlassen, deren Einhaltung jedem Feuerwehrangehörigen obliegt und zwingend zur Vermeidung von Unfällen erforderlich ist.

Wie der Senat den beiden Abgeordneten antwortete, ist ein Ersatz des Gebäudes am gleichen Standort für das Jahr 2019 beabsichtigt. Zudem soll als Übergangslösung ein ca. 30 qm großes Holzhaus als Ersatz für den Unterrichtsraum errichtet, in diesem Zuge auch die Hauselektrik im erforderlichen Umfang erneuert werden. Wysocki und Buschhüter begrüßen die Pläne für die FF Rahlstedt: „Der Senat gibt der FF Rahlstedt eine verlässliche Perspektive, wie es mit ihrem Feuerwehrhaus weitergeht. Das ist gut für den Stadtteil Rahlstedt und seine Freiwillige Feuerwehr.“

Die Freiwilligen Feuerwehren in Hamburg tragen einen erheblichen Anteil zur Sicherheit in unserer Stadt bei. Zu ihren Aufgaben gehören unter anderem die Unterstützung der Berufsfeuerwehr bei der Brandbekämpfung, der Rettungsdienst im Bereich der Erstversorgung, die Wasserrettung und die technische Hilfeleistung. Viele Feuerwehrhäuser hamburgweit entsprechen nicht mehr den aktuellen Unfallverhütungsvorschriften. Nach dem Regierungswechsel 2011 wurde daher ein Sanierungs- und Neubauprogramm für die Häuser der Freiwilligen Feuerwehren aufgelegt. Im Stadtteil Rahlstedt gibt es die vier Freiwilligen Feuerwehren Meiendorf, Oldenfelde, Oldenfelde-Siedlung und Rahlstedt. „Sie sind aus dem sozialen Gefüge unseres Stadtteils nicht wegzudenken, daher benötigen sie auch ein modernes und sicheres Arbeitsumfeld. Deshalb freuen wir uns, dass nach der FF Oldenfelde-Siedlung als nächste nun die FF Rahlstedt ein modernes Feuerwehrhaus erhalten wird“, so Ole Thorben Buschhüter und Ekkehard Wysocki.

Schriftliche Kleine Anfrage „Freiwillige Feuerwehr Rahlstedt“ und Antwort des Senats vom 8. August 2017, Drucksache 21/9976: https://www.buergerschaft-hh.de/ParlDok/dokument/58799/freiwillige-feuerwehr-rahlstedt.pdf