Ole Thorben Buschhüter

Vorsitzender des Verkehrsausschusses

Abgeordneter des Wahlkreises Rahlstedt

Meiendorf

Meiendorf ist der nördlichste von mehreren Ortsteilen des Stadtteils Rahlstedt. Begrenzt wird Meiendorf im Norden durch den Volksdorfer Wald, im Westen durch die Grenze zu Farmsen-Berne im Süden durch Oldenfelde und im Osten durch die Landesgrenze Hamburgs zu Schleswig-Holstein.

Meiendorf ist hinsichtlich des Wohnungsbestandes gemischt. Der Norden Meiendorfs besteht größtenteils aus Einzelhäusern unterschiedlichen Alters. Der Westen und die Mitte des Ortsteils weisen mehrstöckigen sozialen Wohnungsbau aus den 1960er Jahren auf. Der Süden und die Mitte bestehen vorwiegend aus mehrstöckigen Häusern, wobei sich – insbesondere nahe dem alten Dorfkern – auch Einzelhäuser aus der Gründerzeit finden. Der Osten Meiendorfs ist nur dünn besiedelt, dort befinden sich zwei Naturschutzgebiete.

Meiendorf wurde 1318 erstmals urkundlich erwähnt. Zum damaligen Zeitpunkt war es ein holsteinisches Bauerndorf. Seit 1333 befand es sich größtenteils im Besitz des Hamburger Domkapitels. 1576 gehörte es wieder zu Holstein, und zwar zum Amt Trittau. Von 1750 bis 1753 war es von Holstein an Hamburg verpfändet. 1927 erfolgte die Eingemeindung nach Rahlstedt. 1937 gelangte Meiendorf zusammen mit Rahlstedt im Rahmen des Groß-Hamburg-Gesetzes nach Hamburg.

Das etwa 202 Hektar große Stellmoorer Tunneltal ist durch die Verordnung über das Naturschutzgebiet Stellmoorer Tunneltal vom 28. März 1978 unter Naturschutz gestellt worden.

Die teils mit alten Villen bebaute Meiendorfer Straße bildet einen Abschnitt der Bundesstraße 75 von Hamburg nach Lübeck. Diese Straße war 1843 mit Alleebäumen eingeweiht worden und galt als modernste Chaussee nach Lübeck. Der annähernd zwei Meter hohe dänische Meilenstein von 1843 an der Ecke Hellmesbergerweg zeugt noch hiervon. Damals verlegten viele Bauern ihre Hofgebäude an die Straße.

Durch die Chaussee führte von 1904 bis 1923 die elektrische Kleinbahn von Altrahlstedt über Volksdorf nach Wohldorf. Bereits im 18. Jahrhundert verband eine zollpflichtige Landstraße Meiendorf mit Ahrensfelde, woher der Name "Höltigbaum" für das dazwischenliegende Gebiet stammt; Höltigbaum heißt Halte- oder Schlagbaum.

An der Meiendorfer Grenze führt die U1 entlang; in der Nähe befinden sich die U-Bahn-Haltestellen Berne und Meiendorfer Weg.

Seit 1982 ist die Münzprägeanstalt Hamburgische Münze in Meiendorf beheimatet und hat dort ihren Betrieb aufgenommen. Die Hamburgische Münze prägt seit dem 9. Jahrhundert Münzen und gehört damit zu den ältesten ihrer Art. Sie ist eine der fünf staatlichen Münzprägeanstalten Deutschlands und prägt alle deutschen Euromünzen mit einem J.

Das Kulturzentrum Bürgerhaus in Meiendorf e. V. (BiM) ging aus der 1978 gegründeten Bürgerinitiative Meiendorf hervor. Es bietet mehr als 50 Kurs- und Gruppenangebote sowie Diavorträge, Kräuterführungen und Schuldnerberatung.

Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Meiendorf (gekürzt)


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