Der Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge hat nun auch Rahlstedt erreicht: In den letzten Tagen wurden in der Rahlstedter Straße und in der Hermann-Balk-Straße zwei Ladesäulen aufgestellt. Sie tragen dazu bei, dass unsere Stadt ein deutschlandweit beispielhaftes zukunftsfähiges Ladesystem für Elektrofahrzeuge anbietet. Ziel ist es, die Voraussetzungen für einen Umstieg auf emissionsarme und emissionsfreie Fahrzeuge zu verbessern. Bis Oktober wird es hamburgweit 600 öffentlich zugängliche Ladepunkte für Elektrofahrzeuge geben.

In seinem im August 2014 vorgelegten „Masterplan Ladeinfrastruktur“ (Drucksache 20/12811, https://www.buergerschaft-hh.de/ParlDok/dokument/46140/masterplan-ladeinfrastruktur-und-stellungnahme-des-senats-zu-dem-ersuchen-der-bürgerschaft-vom-11-dezember-2013-„an-erfolge-anknüpfen-und-elektromobilität.pdf) hatte der Senat angekündigt, die Ladeinfrastruktur auf Basis der in Hamburg erwarteten Fahrzeugzahlen bedarfsgerecht auszubauen. Hierfür sollen 592 Ladepunkte (1 Ladesäule entspricht 2 Ladepunkten) im öffentlich zugänglichen Raum für ca. 4.900 erwartete E-Fahrzeuge errichtet werden. Das heißt, zu den damals bereits bestehenden 138 Ladepunkten sind 454 Ladepunkte an 227 Standorten neu aufzubauen. Bis Mitte Juli 2017 (Stand 14.7.2017) wurden bereits 423 öffentlich zugängliche Ladepunkte im gesamten Stadtgebiet realisiert – ein wichtige Voraussetzung für die fortschreitende Verbreitung von Elektrofahrzeugen. Die Zielzahl von ca. 600 Ladepunkten wird im Oktober erreicht, wie der Senat kürzlich mitteilte.

Doch damit ist nicht Schluss: Mit Bundesmitteln soll danach bis 2019 die Anzahl der öffentlich zugänglichen Ladepunkte auf 1.000 weiter ausgebaut werden. Für diese laufen jetzt schon die Suche nach Flächen und das Genehmigungsverfahren.

Kartenausschnitt von Stromnetz Hamburg: In unserer Fotomontage sind die bereits realisierten und noch in Prüfung befindlichen Standorte in Rahlstedt bereits eingetragen.

Auch in Rahlstedt ist der Ausbau der Ladeinfrastruktur nun angekommen: So sind in den letzten Tagen zwei Ladesäulen in der Hermann-Balk-Straße/Alte Berner Straße (vor Penny) und in der Rahlstedter Straße 154 aufgestellt worden. Als weiterer Standort für eine Ladesäule ist der Spitzbergenweg 32 noch in der Prüfung. Im Zuge des weiteren Ausbaus auf 1.000 Ladepunkte ist davon auszugehen, dass auch in Rahlstedt noch weitere hinzukommen werden.

An den beiden bereits realisierten Standorten fehlen allerdings noch die Beschilderung, dass auf den Stellplätzen nur Elektrofahrzeuge zum Laden parken dürfen, und eine blaue Markierung der Stellplätze, die diese Privilegierung für Elektrofahrzeuge noch besonders hervorhebt. Dies dient dazu, diese Stellplätze tatsächlich nur Elektrofahrzeugen vorzubehalten – eine zentrale Forderung von Nutzerinnen und Nutzern, die leider zu oft auf mit „Verbrennern“ zugeparkte Standorte treffen und ihre Fahrzeuge dann nicht aufladen können.

Blau markierte Stellplätze an einer Ladesäule für Elektrofahrzeuge. Beispiel Erdkampsweg 20 in Hamburg-Fuhlsbüttel.

Die Ladestationen werden von Stromnetz Hamburg GmbH betrieben – sind also komplett in städtischer Hand. Die Standorte im öffentlichen Raum werden unter Federführurng der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation unter Beteiligung der Bezirke und der Kommunalpolitik ausgewählt und schließlich umgesetzt. Eine interaktive Karte mit den aktuellen anfahrbaren Ladesäulen von Stromnetz Hamburg kann hier eingesehen werden: https://www.stromnetz.hamburg/ueber-uns/innovationen/e-mobility/

Zielsetzung des Senats zur Förderung der Elektromobilität in Hamburg

Die Emissionen des motorisierten Verkehrs (privat und gewerblich, sowie ÖPNV) sollen durch die Nutzung innovativer Technologien und erneuerbaren Energien reduziert werden. Erneuerbare Energien und intelligente Verkehrstechnik sollen mit allen Verkehrsbereichen verknüpft sowie die Potenziale effizienter, innovativer Antriebstechnologien und Energieträger in allen Verkehrsbereichen genutzt werden.

Derzeit befinden sich mehrere durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und durch Klimamittel des Senats finanzierte Projekte in Hamburg in der Umsetzung. Darüber hinaus hat der Senat in vielen Bereichen die rechtlichen und verfahrensmäßigen Voraussetzungen geschaffen, um mit möglichst gezielten Maßnahmen, z.B. bei der Fahrzeugbeschaffung für den städtischen Fuhrpark, bei der Grundstücksvergabe, im Planungsrecht und bei der Schaffung von Ladeinfrastruktur, den Ausbau der Elektromobilität voranzutreiben. Außerdem soll der Busverkehr auf emissionsarme Antriebe umgestellt werden. Ab dem Jahr 2020 sollen nur noch emissionsfreie Linienbusse beschafft werden.

Die Förderung alternativer Antriebe schließt die Nutzung von Pedelecs, Lasten-E-Fahrrädern und ähnlichen Fahrzeugen mit ein.

Siehe hierzu: „Mobilität in Hamburg – Ziele“ (Senatsmitteilung vom 31.01.2017, Drucksache 21/7748), https://www.buergerschaft-hh.de/ParlDok/dokument/56376/mobilität-in-hamburg-–-ziele.pdf