An der Stelle, wo vor zwei Jahren noch das mehr als 100 Jahre alte Schulgebäude stand, wurde Anfang Juli 2018 durch Schulsenator Ties Rabe der dreigeschossige Neubau der Stadtteil- und Kulturschule Altrahlstedt eingeweiht. Das L-förmige Haus bietet auf rund 2.200 Quadratmetern viel Platz für Klassen- und Fachräume sowie für den Verwaltungstrakt. Die Stadt hat rund 6,2 Millionen Euro in den Neubau investiert.

Senator Ties Rabe, Präses der Behörde für Schule und Berufsbildung

Senator Ties Rabe, Präses der Behörde für Schule und Berufsbildung

Die Bauarbeiten für den zweiflügeligen Neubau hatten im Oktober 2016 begonnen. Er umfasst drei Geschosse (zwei Vollgeschosse, ein Staffelgeschoss), die barrierefrei mit einem Fahrstuhl erreichbar sind. Im Erdgeschoss des Neubaus befinden sich neben einer Lehrküche auch Fachräume für Musik und Kunst sowie Räumlichkeiten für die Verwaltung. Allgemeine Unterrichtsräume – einschließlich Differenzierungsflächen – sowie naturwissenschaftliche Fachräume befinden sich im ersten Obergeschoss. Das zweite Obergeschoss beinhaltet neben weiteren allgemeinen Unterrichtsräumen zusätzlich eine Bibliothek und einen Computerraum. In den Obergeschossen werden jeweils drei Kompartments als in sich abgeschlossenen Brandabschnitte abgebildet, wodurch sich Flure als reine Erschließungsflächen in frei bespielbare Nutzflächen, die auch für den Unterricht verfügbar sind, auflösen. Der Neubau hat im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss eine rötliche Verblendfassade, das vom Hüllenkamp in den Pausenhof zurückspringende zweite Obergeschoss hingegen eine farblich abweichende Plattenfassade.

„Gute Räume für gute Bildung: Mit dem attraktiven Neubau hat die Stadtteil- und Kulturschule Altrahlstedt an ihrem Standort Hüllenkamp dafür allerbeste Voraussetzungen erhalten“, sagt der Rahlstedter SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Ole Thorben Buschhüter. Der Neubau hat eine Nettogeschossfläche von 2.206 m² und wird ab dem Schuljahr 2018/19 die erforderlichen Fachräume sowie die Klassenräume für die Klassenstufen 6 und 7 beherbergen.

Für den Neubau musste der zweiflügelige dreigeschossige Altbau aus den 1910er Jahren (zwei Vollgeschosse, ein Dachgeschoss) abgebrochen werden. Die historische Turnhalle ist erhalten geblieben und steht jetzt wieder wie ursprünglich frei. Das alte Schulgebäude befand sich einem schlechten baulichen Zustand. Es bestanden sowohl Tragwerks- als auch Brandschutzmängel. Zudem war das Gebäude nicht barrierefrei und konnte aufgrund seiner Konfiguration die Flächenbedarfe der Schule nicht abbilden. Der Bestand war auch nicht erweiterbar. Aufgrund der Belichtungssituation und der Raumhöhen waren die Kellerräume im Altbau nur bedingt pädagogisch nutzbar. Der L-förmige Neubau ist nicht höher als das abgebrochene Altgebäude.

Alle Unterrichtsräume der Stadtteil- und Kulturschule verfügen schon jetzt über Smartboards und Internet. Im Neubau wird der Medieneinsatz auf dem neuesten Stand der Medientechnik sein. Zukünftig wird auch die Grundschule Altrahlstedt (Brockdorffstraße 2) teilweise wieder am Standort Hüllenkamp 19 unterkommen. Sie wird nach Sanierung des Hauses 3 mit den Klassenstufen 3 und 4 dort einziehen und damit wieder näher an den Hauptstandort heranrücken. Mehr dazu hier: http://www.buschhueter.de/historische-grundschule-altrahlstedt-wird-umfangreich-saniert/ Mittelfristig ist geplant, die Grundschule Altrahlstedt und die Stadtteil- und Kulturschule Altrahlstedt nicht nur räumlich, sondern auch organisatorisch wieder zusammenzuführen.

Der Haupteingang zur Stadtteil- und Kulturschule Altrahlstedt wird mit Bezug des Neubaus wieder am Hüllenkamp sein. Die Adresse lautet bereits seit einiger Zeit wieder Hüllenkamp 19, statt vorher Am Friedhof 14a. Für die Klassenstufen 8 bis 13 unterhält die Stadtteil- und Kulturschule Altrahlstedt einen weiteren Standort in der Kielkoppelstraße 16d. Dorthin ist derzeit bis zum Abschluss der Bauarbeiten am Hüllenkamp auch der Jahrgang 7 ausgelagert. Früher befand sich hier das Gymnasium Heegen, an dem Hamburgs ehemaliger Erster Bürgermeister Olaf Scholz sein Abitur gemacht hat. Mit ihrer hier ansässigen Oberstufe hat die Stadtteilschule die Tradition des Abiturs an diesem Schulstandort wieder aufgenommen. Die Oberstufe entwickelt sich seit ihrer Gründung sehr gut und wird von Rahlstedter Schülerinnen und Schülern gut angenommen. Die einst hier untergebrachte Förderschule gibt es nicht mehr.


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