Das Projekt S4, der Bau der neuen S-Bahn-Linie von Hamburg nach Bad Oldesloe, macht weiter gute Fortschritte. Noch bis zum 25. Juli 2017 liegen die Planfeststellungsunterlagen für den Abschnitt 1 (Hasselbrook – Luetkensallee) in den Bezirksämtern Hamburg-Mitte und Wandsbek zur Einsichtnahme öffentlich aus. Bis zum 25. August 2017 kann jede Person, deren Belange durch das Vorhaben berührt werden, schriftlich Einwendungen erheben.

„Mit der Auslegung der Pläne für den ersten Abschnitt hat das Projekt S4 einen wichtigen Meilenstein erreicht. Die S4 nimmt immer mehr Gestalt an, wenn auch einstweilen noch auf dem Papier. Aber damit kommen wir dem tatsächlichen Bau immer näher. Im Rahmen des Anhörungsverfahrens gilt es nun, die betroffenen öffentlichen und privaten Belange untereinander abzuwägen, um am Ende mit dem Planfeststellungsbeschluss das Baurecht zu erlangen“, sagt der Rahlstedter SPD-Bürgerschafsabgeordnete Ole Thorben Buschhüter.

Die öffentliche Auslegung hat am 6. Juni 2017 begonnen. Aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen des am 2. Juni 2017 in Kraft getretenen § 9 des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG) wurde die öffentliche Auslegung bis zum 25. Juli 2017 verlängert. Entsprechend kann sich nun bis zum 25. August 2017 schriftlich oder zur Niederschrift bei der Anhörungsbehörde oder einem der genannten Bezirksämter zu dem Plan geäußert werden beziehungsweise können Einwendungen gegen den Plan erhoben werden.

Die abgeänderte amtliche Bekanntmachung mit allen weiteren Informationen kann hier heruntergeladen werden: http://www.luewu.de/anzeiger/docs/2364.pdf. Die Planunterlagen wurden auch im Internet unter http://www.hamburg.de/bwvi/np-aktuelle-planfeststellungsverfahren/9023850/s4/ und http://evit-net.de/S4-Hamburg-ost-PfA-1/ veröffentlicht.

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Zum Projekt S4: 

Die Strecke zwischen Hamburg und Bad Oldesloe ist eine der am meisten befahrenen Pendlerstrecken rund um die Hansestadt. Zwischen 2000 und 2010 hat die Anzahl der Reisenden auf diesem Abschnitt um 50 Prozent zugenommen. Um viele Bereiche im Osten der Stadt und das nordöstliche Umland besser anzubinden, soll die S4 gebaut werden – für zuverlässigere Verbindungen, weniger Umstiege und mehr Komfort. Auch der Hamburger Hauptbahnhof als bisheriges „Nadelöhr“ wird entlastet und der S-Bahnverkehr in die Innenstadt noch weiter verstärkt. Hamburg und Schleswig-Holstein haben die Deutsche Bahn mit den Planungen der S4 beauftragt.

Das Projekt S4 beinhaltet den Bau einer zweigleisigen S-Bahn-Strecke von Hasselbrook bis Ahrensburg und den Bau einer eingleisigen S-Bahn-Strecke von Ahrensburg bis Ahrensburg-Gartenholz. Zwischen Hamburg-Altona und Hasselbrook soll sie die bereits vorhandenen S-Bahn-Gleise (S1/S11) mitnutzen, zwischen Ahrensburg-Gartenholz und Bad Oldesloe die bereits vorhandenen Fernbahngleise. Die S4 soll dann zwischen Hamburg-Altona und Ahrensburg in der Hauptverkehrszeit im 10-Minuten-Takt fahren, bis Bargteheide im 20-Minuten-Takt und bis Bad Oldesloe im Stundentakt. Für die S4 sollen zudem zusätzliche Haltestellen errichtet werden. Die RB81 würde durch die S4 ersetzt werden. So ergibt sich eine bessere Ausnutzung der beschränkten Kapazitäten des Hamburger Hauptbahnhofs, dessen Fern- und Regionalbahnteil überlastet ist, während die S-Bahn-Gleise noch zwei weitere Linien, eine davon die S4, aufnehmen können.


Dieser Beitrag erschien erstmals am 2. Juni 2017 und wurde am 14. Juni 2017 und 29. Juni 2017 aktualisiert.