Im Sportpark Rahlstedt an der Scharbeutzer Straße haben die Bauarbeiten für einen zweiten Kunstrasenplatz begonnen. Er entsteht auf dem bisherigen Naturrasenplatz mit Rundlaufbahn. Die Verfügbarkeit von Rasenflächen für die rund 50 Herren- und Damen-Fußballmannschaften des Rahlstedter SC wird sich so noch einmal deutlich erhöhen. Auch für die Leichtathleten des AMTV Hamburg kommen deutliche Verbesserungen. Bezirk und Rahlstedter SC investieren gemeinsam rund 600.000 Euro in die Anlage. Im April 2018 soll der neue Platz fertig sein.

Der Naturrasenplatz ist bislang nur eingeschränkt von den Fußballmannschaften nutzbar. Insbesondere im Winter ist er nicht bespielbar, aber auch in den übrigen Jahreszeiten ist er immer wieder zur Regeneration des Rasens gesperrt. Die Folge sind der Ausfall von Trainingszeiten verbunden mit einem Aufnahmestopp beim Rahlstedter Sport-Club von 1905 e.V. (Rahlstedter SC). Ein Kunstrasenplatz ist hingegen das ganze Jahr über nutzbar, entsprechende Witterung vorausgesetzt.

Für die Leichtathleten des AMTV Hamburg entsteht auf dem großen Naturrasenplatz an der Bahnstrecke eine Ausweichfläche für Speer-, Hammer- und Diskuswurf mit neuer Anlaufbahn und fester Schutzanlage sowie Flutlicht (zwei Strahler). Außerdem werden auf der Rundlaufbahn am neuen Kunstrasenplatz neue Markierungen für Hürdenlauf aufgebracht. Zum Schutz der dort trainierenden Leichtathleten werden seitlich sowie hinter dem Tor bei der Sprunggrube Zäune aufgestellt. Außerdem entstehen zwei neue wettkampffähige Kugelstoßringe sowie zwei zusätzliche Garagen zum Unterstellen der Trainingsgeräte.

„Auch der finanzielle Beitrag des Rahlstedter SC muss hier gewürdigt werden. Bei einen Stadtteilverein liegen nicht einfach 150.000 Euro herum. Der Verein leistet gute Arbeit für den Stadtteil. Der Sport in Rahlstedt entwickelt sich durch diese Maßnahmen ein großes Stück weiter. Ich möchte mich für die konstruktive Arbeit aller Beteiligten herzlich bedanken. Das hat Vorbildcharakter!“, sagt Cem Berk, sportpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion in der Bezirksversammlung Wandsbek.

„Mit dem zweiten Kunstrasenplatz im Sportpark Rahlstedt kann der Rahlstedter SC zukünftig dem enormen Ansturm auf seine Fußball-Jugendmannschaften, insbesondere auch dem großen Zuwachs beim Mädchenfußball, noch besser Rechnung tragen. Der rot-grünen Koalition im Bezirk gebührt für dieses Engagement großer Dank, insbesondere weil hier auch gute Lösungen für die Leichtathleten des AMTV Hamburg gefunden wurden“, sagt der Rahlstedter SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Ole Thorben Buschhüter.

Die Gesamtinvestitionskosten von rund 600.000 Euro teilen sich die Bezirksversammlung Wandsbek und der Rahlstedter SC. Die Bezirksversammlung ist mit 448.500 Euro dabei, aus Mitteln des Beirats „Bezirklicher Sportstättenbau“ und Sondermitteln des Bezirks Wandsbek, der Rahlstedter SC steuert 150.000 Euro dazu. Die Bauzeit beträgt voraussichtlich vier bis fünf Monate, angestrebt wird die Fertigstellung im April 2018.

Bereits 2014 wurde im Sportpark Rahlstedt der frühere Grandplatz zu einem neuen Kunstrasenplatz umgebaut. 500.000 Euro hat die Stadt damals hier investiert. Durch den Kunstrasen wurde die Nutzbarkeit des Platzes während des Trainings- und Spielbetriebs insbesondere für die vielen Fußballmannschaften des Rahlstedter SC erhöht, weil eine zeitgleiche wetterbedingte Unbespielbarkeit beider großen Plätze so nicht mehr vorkommen kann. Zuvor war hier auch die Flutlichtanlage erneuert worden, vor allem mit Mitteln des Rahlstedter SC, aber auch mit einer kleinen Unterstützung aus so genannten Tronc-Mitteln der Hamburgischen Bürgerschaft.