Mein Wahlkreis besteht aus dem Stadtteil Rahlstedt, mit seinen Ortsteilen Alt-Rahlstedt, Neu-RahlstedtOldenfelde und Meiendorf

Der Wahlkreis 14 (Rahlstedt) ist ein Wahlkreis zur Wahl der Hamburgischen Bürgerschaft. Er ist ein so genannter Mehrmandatswahlkreis, in dem vier Bürgerschaftsabgeordnete mittels Verhältniswahl gewählt werden.

Die Grenzen des Wahlkreises sind mit den Stadtteilgrenzen Rahlstedts identisch. Der Wahlkreis liegt im Osten Hamburgs an der Landesgrenze zu Schleswig-Holstein. Benachbarte Wahlkreise sind Alstertal-Walddörfer im Norden, Bramfeld/Farmsen-Berne im Osten und Wandsbek im Südosten.

Der Wahlkreis Rahlstedt hat 88.865 Einwohner (Stand 31.12.2015). Mit 66.825 Wahlberechtigten (2015) gehört er zu den mittelgroßen Wahlkreisen. Die Wahlbeteiligung lag bei der letzten Bürgerschaftswahl 2015 mit 54,2 Prozent etwas unter der Gesamtwahlbeteiligung in Hamburg von 56,5 Prozent.

Die Bevölkerungsdichte im Wahlkreis beträgt 3.315 Einwohner/km² und liegt damit über dem Durchschnitt Hamburgs mit 2.388 Einwohner/km². Die unter 18-Jährigen bilden einen Anteil von 16,9 Prozent an der Gesamtbevölkerung (Hamburg 15,7 Prozent), die über 65-Jährigen 23,4 Prozent (18,8 Prozent). Der Ausländeranteil liegt mit 10,0 Prozent im Wahlkreis unter dem Hamburger Durchschnitt von 14,7 Prozent. 28,2 Prozent der Bevölkerung im Wahlkreis hat einen Migrationshintergrund (Hamburg 31,5 Prozent). Stand 31.12.2014, Quelle: Hamburger Stadtteil-Profile 2015, Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein.

Rahlstedt (Alt- und Neu-Rahlstedt) liegt im Nordosten Hamburgs und grenzt an den schleswig-holsteinischen Kreis Stormarn. Durch Rahlstedt fließen die Wandse und ihre Nebenflüsse Rahlau und Stellau. Die Wandse entspringt in der Nähe der Ortschaft Siek (Kreis Stormarn). Die Rahlau mündet etwa in Höhe der Nordmarkstraße in die Wandse, die Stellau etwa in Höhe der Wilhelm-Grimm-Straße.

Die erste urkundliche Erwähnung als Radolvestede erfolgte 1248. Rahlstedt gehörte zum Herzogtum Holstein unter dänischer Krone und kam mit ihm 1864 zu Preußen.

1927 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Alt-Rahlstedt, Neu-Rahlstedt, Meiendorf und Oldenfelde sowie Teile von Tonndorf-Lohe und Jenfeld zur preußischen Gemeinde Rahlstedt zusammengeschlossen und kamen nach dem Groß-Hamburg-Gesetz 1937 zu Hamburg.

Der alte Kern bestand aus dem 1893 eröffneten Bahnhof, gelegen an der Vogelfluglinie (über Fehmarn nach Skandinavien) und der im Jahre 1248 erstmal urkundlich erwähnten Kirche Alt-Rahlstedt, an der Pfarrstraße gelegen und eines der ältesten Kirchengebäude Norddeutschlands.

Ortsteilschild Alt-Rahlstedt

Alt-Rahlstedt wurde 1248 erstmals urkundlich erwähnt. Die Kirche Alt-Rahlstedt aus dem 13. Jahrhundert war Zentrum eines großen Kirchspiels. Im 14. Jahrhundert erwarb das Hamburger Domkapitel große Teile des Ortes. Im 16. Jahrhundert kam es zum alten landesherrlichen Amt Trittau. Im Dreißigjährigen Krieg quartierten sich 1627 die Feldherren der Katholischen Liga Tilly und Wallenstein in Alt-Rahlstedt ein.1814 musste das Dorf nach dem Gefecht bei Brach rund 22.000 russische Soldaten und ihre Pferde bei deren Belagerung zum Entsatz von Hamburg beherbergen. Mit der Eröffnung des Bahnhofes 1893 – dessen Bau durch den Alt-Rahlstedter Fabrikanten Cord Eduard (Edward) Heinrich Grube (1856–1924) initiiert und gefördert wurde – erlebte Alt-Rahlstedt einen Aufschwung und wurde zum Hamburger Villenvorort. 1889 wurde Alt-Rahlstedt Sitz des gleichnamigen Amtes. 1896 wurde die erste Sparkasse des Ortes gegründet. Die Elektrische Kleinbahn Alt-Rahlstedt – Volksdorf – Wohldorf wurde am 29. September 1904 eröffnet und schloss die Hamburger Enklaven im Nordosten an das Eisenbahnnetz an. Zu Alt-Rahlstedt gehört die in den frühen 1960er Jahren errichtete Wohnsiedlung Hohenhorst, die sich auch in die benachbarten Stadtteile Jenfeld und Tonndorf hinein erstreckt.

Der Ortsteil Neu-Rahlstedt ist fast ebenso alt wie Alt-Rahlstedt. In Neu-Rahlstedt ist noch ein alter Dorfkern erhalten, der aufgrund seiner heutigen Hufeisenform entfernt an einen Rundling erinnert. Er wurde 1985 unter Milieuschutz gestellt. Im Jahre 2012 wurden weitere Teile Neu-Rahlstedts unter Ensembleschutz gestellt. In unmittelbarer Nähe des Dorfplatzes steht die 1961 von Olaf Andreas Gulbransson erbaute Martinskirche. Mit ihrem architektonisch bemerkenswerten Zeltdach und dem auffälligen weißen Anstrich weist sie stilistische Anklänge an die von Le Corbusier 1955 erbaute Wallfahrtskirche Notre-Dame-du-Haut bei Ronchamp auf. Zu Neu-Rahlstedt gehören die in den 1960er Jahren entstandenen Siedlungen Großlohe und Rahlstedt-Ost sowie das Neubaugebiet Boltwiesen aus den 2000er Jahren.

Ortsteilschild Neu-Rahlstedt
Ortsteilschild Oldenfelde

Oldenfelde (mit kurzem O gesprochen) bedeutet „Altes Feld“, in diesem Kontext also „Alter, waldfreier Boden“. Begrenzt wird Oldenfelde im Norden durch Meiendorf, im Westen durch die Grenze zu Farmsen-Berne, im Süden durch Alt-Rahlstedt sowie Neu-Rahlstedt und im Osten durch die Landesgrenze Hamburgs. Der Osten Oldenfeldes ist nur dünn besiedelt, dort befindet sich ein Naturschutzgebiet.

Der Hamburger Teil des etwa 543 Hektar großen Gebietes Höltigbaum befindet sich in Oldenfelde. Es steht durch die Verordnung über das Naturschutzgebiet Höltigbaum vom 26. Mai 1998 unter Naturschutz, der Teil auf dem Gebiet Schleswig-Holsteins bereits seit 1997. 1937 richtete die Wehrmacht hier einen Exerzierplatz ein. 1958 übernahm die Bundeswehr das Gelände als Standortübungsplatz. 1995 gab die Bundeswehr den Höltigbaum als Standortübungsplatz auf. Das Naturschutzgebiet bietet mit seinen in der Weichseleiszeit entstandenen, üppigen und abwechslungsreichen Hügellandschaften Spaziergängern, Radfahrern und Reitern einen besonderen Freizeitwert.

Meiendorf ist der nördlichste der vier Ortsteile des Stadtteils Rahlstedt. Begrenzt wird Meiendorf im Norden durch den Volksdorfer Wald, im Westen durch die Grenze zu Farmsen-Berne, im Süden durch Oldenfelde und im Osten durch die Landesgrenze Hamburgs zu Schleswig-Holstein.

Meiendorf ist hinsichtlich des Wohnungsbestandes gemischt. Der Norden Meiendorfs besteht größtenteils aus Einzelhäusern unterschiedlichen Alters. Der Westen und die Mitte des Ortsteils weisen mehrstöckigen sozialen Wohnungsbau aus den 1960er Jahren auf. Der Süden und die Mitte bestehen vorwiegend aus mehrstöckigen Häusern, wobei sich – insbesondere nahe dem alten Dorfkern – auch Einzelhäuser aus der Gründerzeit finden. Der Osten Meiendorfs ist nur dünn besiedelt, dort befinden sich das Naturschutzgebiet Stellmoorer Tunneltal.

 

Ortsteilschild Meiendorf