„Olympia – Eine Chance für alle.“ – darum geht es beim 102. Oldenfelder Frühschoppen, zu dem die SPD Oldenfelde am Sonntag, 26. April 2026, um 11 Uhr einlädt – diesmal in die Grundschule Kamminer Straße, Eingang Hermann-Balk-Straße 49. Zu Gast ist Sportstaatsrat Christoph Holstein, der das Konzept für eine Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele in Hamburg vorstellen und mit uns das Für und Wider diskutieren wird. Moderiert wird der Oldenfelder Frühschoppen von Ole Thorben Buschhüter und Dora Heyenn, Co-Vorsitzende der SPD Oldenfelde.
Am 31. Mai 2026 entscheiden die Hamburgerinnen und Hamburger, ob sich Hamburg um die Austragung Olympischer und Paralympischer Spiele bewirbt. Die Befürworterinnen und Befürworter sagen: Olympia hat die Kraft, unsere Stadt über Jahrzehnte besser zu machen. Mit modernisierten Sportstätten, einem leistungsfähigeren und barrierefreien ÖPNV, neuen Impulsen für den Breitensport und dem Olympischen Dorf in der Science City schaffen die Spiele einen echten Mehrwert für die ganze Stadt. Mehr als Dreiviertel der Wettkampfstätten bestehen bereits, die übrigen werden temporär errichtet. Rund 20 der 33 Wettkampfstätten liegen im Hamburger Stadtgebiet, 17 davon in einem Radius von nur sieben Kilometern um das Heiligengeistfeld. Gleichzeitig profitieren rund 100 Trainingsorte in der ganzen Stadt, die dem Breitensport zugutekommen. Das ist ein starkes Signal für Nachhaltigkeit und Vernunft. Olympische und Paralympische Spiele in Hamburg sind Spiele für alle. Das Olympische Band, zusätzliche Mobilitätsinvestitionen und ein Ticketkontingent von einer Million vergünstigten und kostenfreien Karten für Hamburger:innen sorgen dafür, dass alle profitieren – ob sportbegeistert oder nicht. Auf dieser Grundlage kann Hamburg mit einem überzeugenden, transparenten, inklusiven und solide kalkulierten Konzept ins nationale Auswahlverfahren gehen. Voraussetzung dafür ist, dass die Hamburgerinnen und Hamburger am 31. Mai diesen zukunftsweisenden Weg für unsere Stadt mitgehen und für Olympische und Paralympische Spiele stimmen. Wir sind überzeugt: Hamburg kann Olympia – und Hamburg sollte diese Chance jetzt nutzen.
Die Veranstaltung ist öffentlich, eine Anmeldung nicht erforderlich.
Der Veranstaltungsort ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar: StadtBus-Linie 275 bis Greifenberger Straße (Ost).
Foto: Senatskanzlei Hamburg / Katharina Marten
Dieser Beitrag wurde erstmals am 6. April 2026 veröffentlicht.
Guten Tag Herr Buschhüter,
wie schon beim Referendum 2015 stelle ich mir die Frage, wie an den Haupteinfallstoren für Besucherinnen und Besucher von außerhalb, Flughafen und Hauptbahnhof, die zusätzlichen Kapazitäten geschaffen werden sollen, um die massive Anzahl an Mehrbesuchern während dieser Zeit zu bewältigen.
Als Fuhlsbüttler und täglicher Pendler über den Hbf. wäre ich unmittelbar davon betroffen.
Mir und auch vielen anderen Bürgerinnen und Bürgern (überwiegend aus dem Norden von Hamburg ) mit denen ich über das Thema spreche, fehlt die Fantasie, dass (bei aller Euphorie und Freude über ein Event wie Olympia in der Stadt) die Einschnitte in ihren den Alltag nicht gravierend sein werden und große Einschränkungen mit sich bringen werden (natürlich ist jedem bewusst, dass solch ein Ereignis nicht spurlos an einem vorbeigehen kann/wird).
Gibt es (realistische) Lösungen und Konzepte, wie ein Kollaps des Hauptbahnhofs während Olympia verhindert und eine Lockerung des Nachtflugverbots zur Bewältigung des Besucheransturms vermieden werden kann?
Mit freundlichen Grüßen aus Fuhlsbüttel
Die Stadt hat ein umfangreiches Mobilitätskonzept für den Bewerbungsprozess für die Olympischen und Paralympischen Spiele in Hamburg 2036, 2040 oder 2044 vorgelegt, das hier heruntergeladen werden kann: https://hamburg-activecity.s3.eu-central-1.amazonaws.com/fragments/2026-03/a1524787-b4e3-4a81-a05c-1aadcf6f728e/olympia-hamburg-konzept-mobilitaet.pdf. Der Verkehrsausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft wird sich in seiner nächsten Sitzung damit befassen.
Da ist den Bürgern zwar eine finanzielles Konzept vorgelegt worden, aus dem hervorgeht, daß die Stadt sogar einen Vorteil von 100 Millionen erwirtschaften könnte. Allerdings wird mit Milliardenbeträgen gerechnet, und eine Milliarde sind 1000 Millionen, also eine vergleichbar winzige Summe als Gewinn. Nun schreiben wir das Jahr 2026. Die Spiele sind für 2040 angepeilt. Ob diese Rechnung auch dann noch stimmt, wenn man die dann bestehende Weltlage, die Energiepreisentwicklung, die Baukostensteigerung betrachtet? Allein der Elphi-Faktor, in 10 Jahren das elffache, sollte zu denken geben. Mit seiner Rechnung will der Senat offenbar die Bürger für das Votum am 31. Mai gewinnen.
Natürlich ist jede finanzielle Planung, erst recht, wenn sie einen Prognosezeitraum von rund 15 Jahren betrifft, mit Ungewissheiten behaftet. Insofern kommt es vor allem auf eine Plausibilisierung an. Ich lade Sie ein, an unserem Frühschoppen am 26. April teilzunehmen. Da lässt sich so etwas gut besprechen. Die Kernfrage ist meines Erachtens: Kann es sich Hamburg leisten, sich nicht um die Austragung olympischer und paralympischer Spiele zu bewerben?
Olympia gerne, aber bitte nicht zulasten der Polizei. Ein neustes Statement macht mir Angst:
Die Gewerkschaft der Polizei warnt davor, die Polizeipräsenz weiter zu schwächen. „Wenn in einem dicht besiedelten Wohngebiet am späten Abend Schüsse fallen, zeigt das erneut, wie schnell sich gefährliche Situationen entwickeln können“, sagte der GdP-Landesvorsitzende Lars Osburg. „Solche Lagen sind längst keine Ausnahme mehr – und sie verlangen eine Polizei, die personell stark genug ist, sofort und mit ausreichenden Kräften zu reagieren.“
Es zeichneten sich derzeit politische Signale ab, die auf mögliche Einsparungen hindeuteten, hieß es weiter. Vorfälle wie die Schüsse in Barmbek zeigten jedoch, wie fatal jeder Gedanke an Kürzungen wäre. Osburg betont: „Wer jetzt spart, nimmt in Kauf, dass wir in kritischen Momenten weniger Kräfte zur Verfügung haben. Das gefährdet die Sicherheit in den Stadtteilen.“
Eine mögliche Olympia-Bewerbung Hamburgs, über die die Hamburgerinnen und Hamburger am 31. Mai entscheiden werden, wird nicht zu Lasten der Polizei gehen.
SPD und Grüne haben in ihrem Koalitionsvertrag im letzten Jahr vereinbart, die hohe Leistungsfähigkeit unserer Polizei zu sichern und den Modernisierungsprozess im Hinblick auf Ausstattung, Ausrüstung, Digitalisierung, Infrastruktur und Ausbildung zielstrebig fortzusetzen. So sollen die Einstellungsoffensive fortgesetzt und die Polizei in den nächsten fünf Jahren um weitere 500 Kolleginnen und Kollegen verstärkt werden. Die Polizei erhält zudem eine hochmoderne neue Einsatzzentrale. Im Zuge des Neubaus einer modernen Polizeiakademie werden noch attraktivere Ausbildungsbedingungen geschaffen.