Am 5. November 2015 habe ich am 3. Aktionstag „Perspektivenwechsel“ teilgenommen. Zu diesem Aktionstag ruft die Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege in Hamburg Politikerinnen und Politiker aus der Hamburgischen Bürgerschaft und den sieben Bezirksversammlungen auf, um im Rahmen von normalen Begegnungen im Arbeitsalltag der Freien Wohlfahrtpflege mit Jungen und Alten, Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen, Hilfsbedürftigen und Helfenden neue Perspektiven und Anregungen für die eigene politische Arbeit zu gewinnen. Das Motto dabei lautet: „Hamburg mit anderen Augen sehen“.

Meinen „Dienst“ habe ich heute Nachmittag im GBS-Angebot der offenen Ganztagsschule Schule Rahlstedter Höhe in meinem Wahlkreis Rahlstedt geleistet und einen sehr interessanten Tag erleben dürfen. GBS steht für „Ganztägige Bildung und Betreuung an Schulen“ und ermöglicht Kindern die Inanspruchnahme von Bildung und Betreuung auch über die Unterrichtszeit der Grundschule hinaus. Träger des GBS-Angebots an der Schule Rahlstedter Höhe ist die Deutsches Rotes Kreuz Hamburg Kinder- und Jugendhilfe gGmbH.

Das GBS-Konzept ermöglicht ein ganztägiges Bildungs- und Betreuungsangebot, welches in der Kernzeit von 8 bis 16 Uhr kostenfrei in Anspruch genommen werden kann und verläßlich von Montag bis Freitag gilt. Zusätzliche Angebote wie z. B. eine Frühbetreuung ab 6 Uhr bzw. Spätbetreuung ab 16 Uhr kann durch die Eltern nach Anmeldung an der Schule mit dem GBS-Träger im Rahmen eines Betreuungsvertrages dazugebucht werden. Somit erhalten Kinder in der GBS ein pädagogisch auf den jeweiligen Standort abgestimmtes Betreuungs- und Kursangebot. Hierzu zählt neben dem obligatorischen Angebot eines Mittagessens auch die Hausaufgabenbegleitung, Freizeitphasen zum Spielen sowie ein vielfältiges Nachmittagsangebot im sportlichen-, musikalischen oder künstlerischen Bereich.

Ich erhielt einen Einblick in den Alltag dieser sozialen Einrichtung und konnte für einige Stunden einen anderen Blickwinkel einnehmen. Ich lernte die Arbeitsbedingungen der Betreuer und die Abläufe vor Ort kennen: Einer Freizeitphase für die Kinder (zum Austoben nach dem Schulvormittag) folgte das gemeinsame Mittagessen, danach die Hausaufgabenbegleitung und danach noch einmal eine Freizeitphase. Ich danke dem Betreuer, der nicht namentlich genannt werden will, für den Einblick in seine wertvolle Arbeit mit den jungen Menschen. Die Mitarbeiter dort leisten einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Dies verdient große Wertschätzung!

Die Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege Hamburg e.V. (AGFW) bezeichnete den Perspektivenwechsel als einen schönen Erfolg. Insgesamt 48 Politikerinnen und Politiker aus Senat, Bürgerschaft und Bezirksversammlungen haben die Perspektive gewechselt und für einige Stunden bei Trägern aus allen Bereichen der Wohlfahrtspflege mitgearbeitet. Auch seitens der Einrichtungen war das Interesse groß, insgesamt 65 Einsatzorte standen zur Auswahl.

Mehr Informationen über den Aktionstag gibt es unter: http://www.perspektivenwechsel-hh.de