Vom 31. Juli bis 3. August 2021 werden im Museum für Kunst und Gewerbe die Wettbewerbsarbeiten zur Erweiterung des Hamburger Hauptbahnhofes ausgestellt (jeweils 10 bis 18 Uhr, geschlossen am Montag, 2. August). Im Rahmen der Ausstellung erhalten alle Interessierten die Möglichkeit, noch vor dem Preisgericht einen Blick auf die ersten Entwürfe der teilnehmenden Büros zu werfen und Feedback zu geben. Eine Anmeldung zu der Ausstellung ist nicht notwendig; es gelten die Hygieneregeln des Museums für Kunst und Gewerbe.

Im Rahmen des wettbewerbsbegleitenden Dialogprozesses zur Erweiterung des Hamburger Hauptbahnhofs findet mit der Ausstellung der dreißig am Wettbewerb teilnehmenden Architektur- und Stadtplanungsbüros nun die zweite öffentliche Veranstaltung statt. Die Freie und Hansestadt Hamburg und die Deutsche Bahn laden alle Interessierten dazu ein, sich die Pläne und Unterlagen anzusehen, die im Anschluss durch das Preisgericht bewertet werden. Darüber hinaus sind alle dazu aufgerufen, ihre Eindrücke, Meinungen und Hinweise zu den Arbeiten vor Ort schriftlich abzugeben.

Das Feedback der Öffentlichkeit wird dokumentiert und zusammen mit den Wettbewerbsentwürfen dem Preisgericht in der Jurysitzung am 5. August 2021 vorgestellt. Die Jury wählt daraufhin zehn Wettbewerbsarbeiten aus, die im weiteren Prozess des Wettbewerbes detaillierter ausgearbeitet werden. Im Dezember 2021 erfolgt die Ermittlung des Siegerentwurfes, der die Leitlinien zur Entwicklung des Hauptbahnhofs und seines Umfelds bildet. Auch dieser Schritt wird ebenfalls mit einer öffentlichen Ausstellung begleitet.

“Seit über 100 Jahren ist der Hauptbahnhof die Visitenkarte Hamburgs. Über 500.000 Reisende nutzen den Hauptbahnhof täglich im Nah- und Fernverkehr, Tendenz steigend. Um die hohen Fahrgastzahlen weiterhin bewältigen zu können und das Schienennetz mit Blick auf den Deutschland- und den Hamburg-Takt kräftig auszubauen und für die Mobilitätswende fit zu machen, haben die Deutsche Bahn und Hamburg die umfassenden Planungen für eine Erweiterung des Hauptbahnhofs aufgenommen. Mit dem begleitenden Dialogverfahren können sich die Hamburgerinnen und Hamburger an den Planungen beteiligen. Die ganze Stadt soll beim Umbau des Hauptbahnhofs ihre Perspektive mit einbringen. Nur so kann ein Ort entstehen, der nicht nur alle Verkehrsarten des Mobilitätsmix bestmöglich zusammenführt, sondern gleichzeitig beliebter Treffpunkt, Ankunftsort und prägendes Gebäude im Herzen der Stadt in einem ist,” sagt Ole Thorben Buschhüter, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion.

Seit 1906 ist der Hauptbahnhof der zentrale Knotenpunkt im Hamburger Schienenverkehr. Mit seinen täglich über 500.000 Fahrgästen ist er inzwischen der meistfrequentierte Bahnhof Deutschlands und damit seit einiger Zeit an seiner Kapazitätsgrenze. Deshalb soll der er in den kommenden Jahren erweitert und sein Umfeld neu gestaltet werden. Auf Initiative von SPD und Grünen hatte die Hamburgische Bürgerschaft beschlossen, die Öffentlichkeit in einem wettbewerbsbegleitenden Dialogprozess in die Planungen mit einzubeziehen.

Anfang April 2021 wurden dreißig Büros aus den Bereichen Stadtplanung, Landschaftsplanung und Architektur dazu aufgefordert, im Rahmen eines städtebaulich-freiraumplanerischen Wettbewerbes Konzeptvorschläge zur Erweiterung des Hauptbahnhofes und seines Umfeldes zu entwickeln. Hierbei sind städtebauliche, verkehrliche und architektonische Aspekte ebenso bedeutsam wie der behutsame Umgang mit dem denkmalgeschützten Gebäude des Hauptbahnhofes oder die Gestaltung des Umfeldes. In der ersten Phase des Wettbewerbes haben die dreißig ausgewählten Büros Wettbewerbsarbeiten erstellt, die nun anonymisiert ausgestellt werden. 

Die Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten stellt eine besondere Möglichkeit der Beteiligung dar. Aufgrund des laufenden Wettbewerbs muss verfahrensrechtlich die Anonymität und Vertraulichkeit der Arbeiten gewährleistet werden. Dies ist wichtig, damit die Bewertung der Arbeiten durch das Preisgericht aufgrund der Qualität der Arbeiten erfolgt und andere Wettbewerbsteilnehmende weder Ideen noch Konzepte in der folgenden Wettbewerbsphase übernehmen können.  Das Fotografieren oder Filmen in den Ausstellungsräumlichkeiten ist daher nicht erlaubt.  

Weitere Informationen unter www.hbfhh.de.