Mastodon

Das Bezirksamt Wandsbek wird im nächsten Jahr in der Saseler Straße die teilweise völlig maroden Radwege zwischen Meiendorfer Straße und Berner Stieg und die Bushaltestelle Alaskaweg sanieren. Die StadtBus-Linie 275 wird in Höhe der Einmündung Schierenberg zudem eine zusätzliche Haltestelle erhalten, um das Neubaugebiet Irma-Keilhack-Ring besser anzubinden. Anfang April 2026 sollen die Bauarbeiten starten.

Die finale Planung („Schlussverschickung“) wird am Donnerstag, 27. November 2025 im Ausschuss für Mobilität der Bezirksversammlung Wandsbek vorgestellt. Die Beratungsvorlage mit allen Einzelheiten und weiteren Informationen zur Planung kann hier heruntergeladen werden: https://sitzungsdienst-wandsbek.hamburg.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=1024150

Ein erster Entwurf der Straßenbauplanung wurde bereits 2021 vorgelegt. Aufgrund der Baustellenkoordinierung musste der Start der Bauarbeiten jedoch mehrfach zurückgestellt werden. Die Bauarbeiten können erst nach Abschluss der Bauarbeiten in der Berner Straße starten, da die Saseler Straße solange als Umleitungs- bzw. Ausweichstrecke dient.

Einzelheiten der Planung

Die vorhandenen, aber teilweise sehr maroden Radwege werden größtenteils im Bestand erneuert, teilweise verlegt und auf mindestens 1,50 m verbreitert. Im Bereich der Bushaltestellen erfolgt eine komplette Überplanung des Straßenquerschnitts. Hier werden 2,25 Meter breite Radfahrstreifen angelegt. An den Einmündungen werden die teilweise starken Verschwenkungen der Radwege zugunsten einer möglichst geraden Linienführung aufgegeben. Der übergroße Einmündungsbereich Schierenberg wird verschmälert. 

Die Fußwege werden in den Abschnitten, die komplett überarbeitet werden, nach Möglichkeit mindestens 2,65 Meter breit. An den Bushaltestellen und den Querungsmöglichkeiten werden für die Barrierefreiheit weiße Bodenindikatoren (taktile Elemente) für blinde und sehbehinderte Menschen eingebaut. Außerdem erhalten die Querungsmöglichkeiten differenzierte Bordsteinhöhen von 0 cm (für Rollatoren) und 6 cm (für Blinden-Taststöcke).

Die beiden Bushaltestellen Alaskaweg werden erneuert und barrierefrei umgebaut. zukünftig werden die Busse auf einer Betonfahrbahn am Fahrbahnrand halten, was die Anfahrbarkeit deutlich erleichtert. Eine Restfahrstreifenbreite von rund 3 Metern ermöglicht es, den haltenden Bus ohne Einschränkungen zu überholen. In der Regel 22 cm hohe Bordsteine („Bussonderbord“) sorgen für einen barrierearmen Einstieg. Die beiden Fahrgastunterstände werden etwas versetzt.

Außerdem werden in Höhe der Hausnummer 74/76, im Umfeld der Einmündung Schierenberg, zwei zusätzliche Bushaltestellen für die StadtBus-Linie 275 eingerichtet, um diesen Teil der Saseler Straße und das Neubaugebiet Irma-Keilhack-Ring besser an den ÖPNV anzubinden. Die beiden Richtungshaltestellen werden ebenfalls mit einer Betonfahrbahn am Fahrbahnrand und barrierefrei angelegt. Fahrgastunterstände sind hier aus Platzgründen leider nicht möglich. 

Alle Bushaltestellen werden mit mindestens 21 bis 22 Metern Länge so dimensioniert, dass hier zukünftig auch Gelenkbusse gut halten können.

Im Zuge der Bauarbeiten wird die öffentliche Beleuchtung verbessert. 13 der 17 Beleuchtungs-Maste werden versetzt oder erneuert, an drei Standorten werden zusätzliche Leuchten aufgestellt. Außerdem werden die vorhandenen Fußgängerüberwege im Planungsbereich besser beleuchtet, hier kommen vier Beleuchtungsanlagen hinzu.

Der ruhende Verkehr wird streckenweise neu geordnet. Im Abschnitt zwischen Lofotenstraße und Meiendorfer Straße soll das halbachsige Parken zukünftig nicht mehr möglich sein. Das ist schon zum Schutz der Radfahrerinnen und Radfahrer, für die die Radwege hier neu angelegt werden, notwendig. Stattdessen soll hier zukünftig auf der Nordseite am Fahrbahnrand geparkt werden dürfen. Außerdem sollen die acht Parkstände in der südlichen Nebenfläche zwischen Polarweg und Alaskaweg aufgrund der Querschnittsaufweitung zu Gunsten von Bushaltestellen, Radfahrstreifen und breiteren Gehwegen entfallen. Die Parkstände östlich des Alaskawegs bleiben unverändert bestehen. 

Straßenbäume: Für die Verlegung der Bushaltestelle Alaskaweg muss auf der Nordseite der Saseler Straße, in Höhe Hausnummer 130, leider ein Baum gefällt werden. Im Gegenzug sind die Pflanzung zweier neuer Bäume vorgesehen, westlich der Einmündung Schierenberg in der südlichen Nebenfläche sowie auf der Höhe der Hausnummer 136 in der nördlichen Nebenfläche.

Finanziert wird die Maßnahme aus dem Sonderprogramm “Stadt und Land”, mit dem die Bundesregierung im Rahmen ihres Klimaschutzprogramms 2030 Investitionen in den Ländern und Kommunen zur Weiterentwicklung des Radverkehrs vor Ort unterstützt.