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Ab dem 7. April 2026 wird das Bezirksamt Wandsbek in der Saseler Straße die teilweise völlig maroden Radwege zwischen Meiendorfer Straße und Berner Stieg und die Bushaltestelle Alaskaweg sanieren. Die StadtBus-Linie 275 wird in Höhe der Einmündung Schierenberg zudem eine weitere Haltestelle erhalten, um das Neubaugebiet Irma-Keilhack-Ring besser anzubinden. Bereits jetzt finden im Bereich Polarweg und Berner Stieg vorbereitende Leitungsarbeiten statt. Die Bauarbeiten, die abschnittsweise erfolgen, sollen etwa ein Jahr dauern.

Die finale Planung („Schlussverschickung“) wurde am Donnerstag, 27. November 2025 im Ausschuss für Mobilität der Bezirksversammlung Wandsbek vorgestellt. Die Beratungsvorlage mit allen Einzelheiten und weiteren Informationen zur Planung kann hier heruntergeladen werden: https://sitzungsdienst-wandsbek.hamburg.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=1024150

Ein erster Entwurf der Straßenbauplanung wurde bereits 2021 vorgelegt. Aufgrund der Baustellenkoordinierung musste der Start der Bauarbeiten jedoch mehrfach zurückgestellt werden. Die Bauarbeiten können erst nach Abschluss der Bauarbeiten in der Berner Straße starten, da die Saseler Straße solange als Umleitungs- bzw. Ausweichstrecke dient.

Anliegerinformationen des Bezirksamts

Das Bezirksamt informiert die Anliegerinnen und Anlieger über die Bauarbeiten und damit verbundene Einschränkungen. Entsprechende Anliegerinformationen werden an die Haushalte verteilt. Sie stehen unter folgender Adresse auch zum Download bereit: https://www.hamburg.de/politik-und-verwaltung/bezirke/wandsbek/themen/verkehr/strassenbaustellen-im-bezirk-wandsbek/saseler-strasse-1155330

Einzelheiten der Planung

Die vorhandenen, aber teilweise sehr maroden Radwege werden größtenteils im Bestand erneuert, teilweise verlegt und auf mindestens 1,50 m verbreitert. Im Bereich der Bushaltestellen erfolgt eine komplette Überplanung des Straßenquerschnitts. Hier werden 2,25 Meter breite Radfahrstreifen angelegt. An den Einmündungen werden die teilweise starken Verschwenkungen der Radwege zugunsten einer möglichst geraden Linienführung aufgegeben. Der übergroße Einmündungsbereich Schierenberg wird verschmälert. 

Die Fußwege werden in den Abschnitten, die komplett überarbeitet werden, nach Möglichkeit mindestens 2,65 Meter breit. An den Bushaltestellen und den Querungsmöglichkeiten werden für die Barrierefreiheit weiße Bodenindikatoren (taktile Elemente) für blinde und sehbehinderte Menschen eingebaut. Außerdem erhalten die Querungsmöglichkeiten differenzierte Bordsteinhöhen von 0 cm (für Rollatoren) und 6 cm (für Blinden-Taststöcke).

Die beiden Bushaltestellen Alaskaweg werden erneuert und barrierefrei umgebaut. zukünftig werden die Busse auf einer Betonfahrbahn am Fahrbahnrand halten, was die Anfahrbarkeit deutlich erleichtert. Eine Restfahrstreifenbreite von rund 3 Metern ermöglicht es, den haltenden Bus ohne Einschränkungen zu überholen. In der Regel 22 cm hohe Bordsteine („Bussonderbord“) sorgen für einen barrierearmen Einstieg. Die beiden Fahrgastunterstände werden etwas versetzt.

Außerdem werden in Höhe der Hausnummer 74/76, im Umfeld der Einmündung Schierenberg, zwei zusätzliche Bushaltestellen für die StadtBus-Linie 275 eingerichtet, um diesen Teil der Saseler Straße und das Neubaugebiet Irma-Keilhack-Ring besser an den ÖPNV anzubinden. Die beiden Richtungshaltestellen werden ebenfalls mit einer Betonfahrbahn am Fahrbahnrand und barrierefrei angelegt. Fahrgastunterstände sind hier aus Platzgründen leider nicht möglich. 

Alle Bushaltestellen werden mit mindestens 21 bis 22 Metern Länge so dimensioniert, dass hier zukünftig auch Gelenkbusse gut halten können.

Im Zuge der Bauarbeiten wird die öffentliche Beleuchtung verbessert. 13 der 17 Beleuchtungs-Maste werden versetzt oder erneuert, an drei Standorten werden zusätzliche Leuchten aufgestellt. Außerdem werden die vorhandenen Fußgängerüberwege im Planungsbereich besser beleuchtet, hier kommen vier Beleuchtungsanlagen hinzu.

Der ruhende Verkehr wird streckenweise neu geordnet. Im Abschnitt zwischen Lofotenstraße und Meiendorfer Straße soll das halbachsige Parken zukünftig nicht mehr möglich sein. Das ist schon zum Schutz der Radfahrerinnen und Radfahrer, für die die Radwege hier neu angelegt werden, notwendig. Stattdessen soll hier zukünftig auf der Nordseite am Fahrbahnrand geparkt werden dürfen. Außerdem sollen die acht Parkstände in der südlichen Nebenfläche zwischen Polarweg und Alaskaweg aufgrund der Querschnittsaufweitung zu Gunsten von Bushaltestellen, Radfahrstreifen und breiteren Gehwegen entfallen. Die Parkstände östlich des Alaskawegs bleiben unverändert bestehen. 

Straßenbäume (aktualisiert am 27. März 2026, aufgrund der Baubeschreibung der Ausschreibungsunterlagen): Aufgrund der Verlegung der Haltestelle Alaskaweg sind drei Baumfällungen auf der Nordseite der Saseler Straße auf Höhe der Hausnummer 130 vorgesehen. Dabei handelt es sich um einen Bergahorn mit einem Stammdurchmesser von rd. 75 cm aus dem Pflanzjahr 1976, eine Platane mit einem Stammdurchmesser von rd. 85 cm aus dem Pflanzjahr 1972 sowie um einen Goldregen mit einem Stammdurchmesser von rd. 50 cm aus dem Pflanzjahr 1989. Westlich der Einmündung Schierenberg ist in der südlichen Nebenfläche eine Baumneupflanzung durchzuführen. Drei weitere Neupflanzungen sind für den Bereich auf Höhe der Hausnummer 136 in der nördlichen Nebenfläche vorzunehmen, sowie jeweils östlich und westlich der Einmündung Saseler Straße (Sackgasse, ehemaliger Standort des Goldregens).

Finanzierung: Finanziert wird die Maßnahme aus dem Sonderprogramm “Stadt und Land”, mit dem die Bundesregierung im Rahmen ihres Klimaschutzprogramms 2030 Investitionen in den Ländern und Kommunen zur Weiterentwicklung des Radverkehrs vor Ort unterstützt.


Dieser Beitrag erschien erstmals am 24. November 2025 und wurde am 17. und 27. März 2026 aktualisiert.