Nun ist es endlich so weit: Ab Donnerstagabend, 18. Dezember 2025 soll der Straßenzug Berner Straße/Fasanenweg/Berner Brücke wieder in alle Richtungen durchgängig befahrbar sein. Mit der Verkehrsfreigabe kehren auch die Buslinien 275 und 617 auf ihre regulären Linienwege zurück. Die vor einem Jahr neu eingeführte XpressBus-Linie X27 wird dann erstmals auch in Richtung Bf. Bergedorf den direkten Weg über die Berner Straße nehmen, was nochmals eine deutliche Fahrzeitreduzierung mit sich bringt.
In den letzten Wochen wurden die Bauarbeiten an der Fahrbahn weitestgehend fertiggestellt. Es stehen allerdings noch Restarbeiten an den Nebenflächen aus. Bis diese vollständig abgeschlossen sind, voraussichtlich Ende Februar 2026, gilt einstweilen eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h.
Die ausstehenden Restarbeiten umfassen u.a. die Herstellung der Gehwege, Baumpflanzungen, Überfahrten und abschließende Markierungen. Diese können nun erst Anfang 2026 umgesetzt werden und sollen – vorbehaltlich geeigneter Witterungsbedingungen – voraussichtlich Ende Februar abgeschlossen werden. Bis zum Abschluss der Arbeiten werden weiterhin einzelne Parkstände zur Lagerung von Baumaterialien benötigt und daher gesperrt bleiben. Zudem sind zeitweise weitere Gehwegsperrungen erforderlich. Die Abnahme nach Fertigstellung der Gesamtbaumaßnahme erfolgt somit in 2026.
„Darauf haben wir lange gewartet: Mit der Verkehrsfreigabe in alle Richtungen steht der Straßenzug Berner Straße/Fasanenweg/Berner Brücke für den Verkehr wieder vollständig zur Verfügung. Das ist vor allem auch für den überörtlichen Verkehr von großer Bedeutung. Anwohnerinnen und Anwohner in den angrenzenden Nebenstraßen, die häufig von unerwünschtem Ausweichverkehr betroffen waren, können jetzt aufatmen. Ich danke allen für ihre Geduld mit den Bauarbeiten, die viel länger als angekündigt gedauert und so uns alle auf eine harte Geduldsprobe gestellt haben“, sagt der Rahlstedter SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Ole Thorben Buschhüter und ergänzt: „Der Autoverkehr erhält mit der neuen Berner Straße eine bedarfsgerecht ausgebaute und nagelneue Fahrbahn. Radfahrerinnen und Radfahrer fahren zukünftig auf Radfahrstreifen, auch dort, wo vorher Radverkehrsanlagen gänzlich fehlten. Moderne und barrierefreie Bushaltestellen erleichtern gehbehinderten Fahrgästen den Ein- und Ausstieg. Am Ende werden in der Straße 33 Bäume mehr stehen als vorher und mehr Platz für parkende Autos gibt es auch.“
Aktuelle Anliegerinformation des Landesbetriebs Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG): https://www.buschhueter.de/wp-content/uploads/2025/12/251215_Anliegerinformation_Berner-Strasse.pdf
Bilder von der Baustelle am Sonntag, 14. Dezember 2025 (zum Vergrößern anklicken):












Hintergrund: Berner Straße wird fit für die Zukunft
Die Fahrbahn marode, Radverkehrsanlagen und Fußgängerquerungen fehlen oder ungenügend, die Bushaltestellen nicht barrierefrei, Stolperfallen auf den Gehwegen und im Untergrund alte Leitungen. Der Straßenzug Berner Straße/Fasanenweg/Berner Brücke wies viele Mängel auf, bis Anfang 2023 die Bauarbeiten zur Modernisierung begannen.
Zunächst wurden unter der Straße neue Strom- und Trinkwasserleitungen sowie eine Fernwärmeleitung verlegt. Anschließend wurdeder Straßenzug komplett neu und barrierefrei umgebaut und erhielt auf ganzer Länge Radfahrstreifen, streckenweise versehen mit Protektionselementen („Protected Bike Lane“). Für die neue XpressBus-Linie X27 nach Bergedorf und Poppenbüttel wurden zwei neue Bushaltestellen gebaut, in Höhe Berner Stieg eine Fußgängerampel. Für sieben zu fällende Bäume wurden bzw. werden noch 40 neu gepflanzt. Selbst die Parkraumbilanz ist positiv: Statt bislang 84 Parkständen wird es am Ende 90 geben, sechs mehr als bisher. Und: Der denkmalgeschützte Grenzstein von 1787 (vor Berner Brücke 4) wird historisch korrekt neu platziert und erhält wieder eine Grenzeiche.
Ein Teil des Straßenzugs wurde 1979 vierspurig ausgebaut. Die Verkehrsbelastung ist hier aber deutlich geringer als im zweispurigen. Zukünftig erhält dieser Abschnitt bedarfsgerecht zwei bis drei Fahrspuren. Im anderen Abschnitt bleibt es bei der Zweispurigkeit, gegenteilige Pläne wurden schon vor vielen Jahren aufgegeben.
Eine so große Baumaßnahme konnte nicht unbemerkt vonstatten gehen. Die Sperrungen für den Durchgangsverkehr haben alle auf eine harte Geduldsprobe gestellt. Wenn Ende Februar auch die allerletzten Bauarbeiten abgeschlossen sein werden, haben wir eine neue Berner Straße, die den Anforderungen an die Zukunft gerecht wird. Für mehr Verkehrssicherheit und eine hohe Verkehrsqualität für alle.
Bisherige Beiträge zur laufenden Grundinstandsetzung des Straßenzugs Berner Straße/Fasanenweg/Berner Brücke:
- Seit 8. November: Freie Fahrt in der Berner Straße Richtung Berne (8. November 2025)
- Endspurt in der Berner Straße: Verkehrsfreigabe erfolgt schrittweise (28. Oktober 2025)
- Noch fünf Monate: Bauarbeiten in der Berner Straße auf der Zielgeraden (24. Juli 2025)
- Umbau der Berner Straße nimmt Gestalt an (4. Februar 2025)
- Berner Straße: Straßenbau schreitet voran, neue Verkehrsführung (3. November 2024)
- Berner Straße: Am 9. September startet endlich der Straßenbau (5. September 2024)
- Bauarbeiten in der Berner Straße dauern länger (6. März 2024)
- Bauarbeiten in der Berner Straße: Leitungsarbeiten schreiten voran (22. Juni 2023)
- Bauarbeiten in der Berner Straße: nächste Etappe startet (25. Mai 2023)
- Berner Straße: Weitere Fernwärme-Leitungsarbeiten ab 11. April 2023 (5. April 2023)
- Grundinstandsetzung Berner Straße: Einschränkungen ab 13. Februar (9. Februar 2023)
- Start am 9.1.23: Berner Straße wird umgebaut (29. Dezember 2022)
- Berner Straße wird 2023/2024 umgebaut (10. Juli 2022)
- Sanierung des Straßenzugs Berner Straße / Fasanenweg / Berner Brücke – Geht es auch eine Nummer kleiner?(13. Januar 2019)
- Stadt plant Sanierung des Straßenzugs Höltigbaum, Oldenfelder Stieg, Berner Straße, Fasanenweg, Berner Brücke (17. Februar 2017)
Derzeit sind die Radwege in der Berner Straße wie auch die in der Meiendorfer Straße fast komplett nicht nutzbar, da zugeschneit und vereist. Dazu kommt noch bei der Berner Straße dass auch die Protektions Elemente teils im Schnee versunken und nicht sichtbar sind was durchaus gefährlich sein kann für die Verkehrsteilnehmer auf der Straße!
So ist es. Das Hamburgische Wegegesetz sieht allerdings keinen verpflichtenden Winterdienst auf Radverkehrsanlagen vor, weder durch die Anliegerinnen und Anlieger, noch durch die Stadt selbst. Nur in einem ausgewählten, zusammenhängenden Radwegenetz in der inneren Stadt kümmert sich die Stadtreinigung im Auftrag der Stadt um den Winterdienst; hierbei handelt es sich um eine freiwillige Leistung, keine Rechtspflicht.
Die neuen Protektionselemente in der Berner Straße sind Anlass vielfältiger Kritik. Die verantwortliche Verkehrsbehörde muss die Frage beantworten, ob das so, wie es jetzt gemacht wurde, wirklich der Verkehrssicherheit dient. Manche fordern, die Protektionselemente ersatzlos wieder zu entfernen, andere fordern wenigstens eine bessere Sichtbarkeit zum Beispiel durch bessere Reflektoren, einen helleren Anstrich und/oder die Anbringung zusätzlicher Sichtzeichen. Ich bin mit der Verkehrsbehörde dazu im Gespräch.
Moin, warum sind die Protektionselemente durchbrochen ?
Weder als Autofahrer noch als Radfahrer möchte man mit den Kanten in Kontakt kommen – entweder kaputter Reifen (Auto) oder Sturz (Radfahrer)…für die Radfahrer könnte das schlimme Verletzungen nach sich ziehen .
Gruss Bernd Sinnig
Die Protektionselemente weisen aus zwei Gründen Lücken auf: Zum einen können sie vor Grundstücksüberfahrten, an Bushaltestellen, in Einmündungs- und Kreuzungsbereichen und dort, wo sich Längsparkstände hinter dem Radfahrstreifen befinden, schon praktischerweise nicht zum Einsatz kommen. Dort, wo sie verbaut wurden, dienen die kurzen Unterbrechungen der Ableitung des Oberflächenwassers.
Hallo Herr Buschhüter!
Wann soll denn die Ampel Alter Zollweg/Wolliner Straße und Alter Zollweg/Bekassinenau zurückgebaut?
Da sind immer noch die Behelfsampeln in Betrieb, obwohl der Grund dafür ja weggefallen ist.
Und noch eine 2. Frage zu einer anderen Baumaßnahme:
Entlang der Bargteheider Straße, zwischen der Feuerwehr Oldenfelde und der Wolliner Straße ist auf kompletter Länge der neu gemachte Gehweg aufgegraben. Offensichtlich werden dort Kabelarbeiten durchgeführt.
Die dortige Haltverbotszone war bis zum 12.12.25 eingerichtet. Anschließend wurde handschriftlich bis 27.02.26 unter die Schilder geschrieben, nun sind sämtliche Schilder verschwunden, vermutlich, weil es keine aktuelle straßenverkehrsbehördliche Anordnung gibt. Die Parkflächen sind dennoch auf kompletter Länge mit Baustellenmaterial und Absperrmaterial sowie Arbeitsmaschinen blockiert.
Gearbeitet wurde dort schon längere Zeit nicht mehr…
Können Sie etwas zum aktuellen Stand der Baumaßnahme sagen?
Ich gehe davon aus, dass die provisorische Ampel am Knoten Alter Zollweg/Bekassinenau/Wolliner Straße zeitnah außer Betrieb genommen und wieder abgebaut wird, weil die Umleitungsstrecke über die Bekassinenau seit der vor Weihnachten erfolgten Verkehrsfreigabe in der Berner Straße nicht mehr benötigt wird. Die Ampel diente dazu, den Verkehr auf der Umleitungsstrecke zu bevorrechtigen. Es wird dann der alte Zustand wieder hergestellt und die Fußgängerampel in Höhe Grömitzer Weg wieder in Betrieb genommen. Ich vermute aber, dass das wegen der Feiertage noch ein paar Tage dauert.
In der Bargteheider Straße erneuert die Hamburger Energienetze GmbH die Stromleitungen. Warum das nicht schon vor der Sanierung der Nebenflächen (Geh- und Radwege) hätte erfolgen oder die Sanierung nicht so lange hätte warten können, kann ich Ihnen leider nicht sagten. Wundern tue ich mich darüber auch, ebenso darüber, dass das über zwei Monate länger dauert als angekündigt. Hierzu muss ich mich aber erst erkundigen.
Moin!
Die provisorische Ampelanlage Alter Zollweg/Belassinenau ist auch weiterhin in Betrieb.
Das macht natürlich überhaupt keinen Sinn, stört aber massiv den Verkehr. Ständig steht man an einer der beiden Ampeln, die auch überhaupt nicht aufeinander abgestimmt sind. Der reguläre Fußgängerüberweg ist weiterhin verlegt, ebenso die Bushaltestelle Richtung Rahlstedt. Dazu verhindern weiter Absperrbaken ein überqueren der Fahrbahn, alles völlig grundlos.
Könnten Sie bei der zuständigen Stelle mal nachfragen, wann der ursprüngliche Zustand wieder hergestellt wird?
Das ist ja kein großer Aufwand.
Ich gehe davon aus, dass die provisorische Ampelanlage im Bereich Alter Zollweg/Bekassinenau/Wolliner Straße zeitnah abgebaut und der vorherige Zustand wiederhergestellt wird. Dass das nicht schon geschehen ist, liegt vermutlich am Wintereinbruch. Denn mit dem Abbau der Ampelanlage ist es ja nicht getan. Auch z.B. die Fußgängerüberwege müssen wieder markiert werden und das ist bei der aktuellen Wetterlage nicht möglich. Ich frage aber sicherheitshalber auch noch einmal nach, ob es möglicherweise noch einen anderen Grund gibt, die Ampelanlage einstweilen in Betrieb zu halten.
Lieber Herr Buschhüter,
Sie beschreiben in Ihrer Antwort vom 17.12.25 11:29 Uhr das Problem von Protected-Bike-Lanes schon ganz gut: an vielen Stellen ist aus verschiedensten Gründen eine Protektion schlicht nicht umsetzbar. Am Ende entsteht dann eine Infrastruktur, die zwar in aller Regel besser ist als der Bestand, für eine echte Verkehrswende aber weiterhin ungeeignet bleibt. Denn mit Radfahrstreifen, die auf weiten Strecken ungeschützt neben dem Kfz-Verkehr verlaufen, erreicht man einen erheblichen Teil der Bevölkerung nicht, z.B. Kinder, Senioren oder ungeübte Radfahrer:innen. Ich hoffe, dass wir eines Tages in Hamburg von der Grundidee wieder wegkommen, dass der Radverkehr wenn immer möglich auf der Fahrbahn stattfinden soll, und wir uns mehr an niederländischen Infrastrukturprinzipien orientieren. Hier an der Berner Straße hätte man an vielen Stellen statt Radfahrstreifen auch Hochbordradwege errichten können, die im Bereich von Grundstücksausfahrten einen besseren Schutz bieten.
Bei aller Kritik gebührt Ihnen aber auch Dank für Ihr Engagement und Ihr offenes Ohr! Für deutsche Verhältnisse sind wir beim Thema Fahrradinfrastruktur relativ weit vorne, auch das gilt es anzuerkennen.
Viele Grüße, Matthias Kürzinger
Vielen Dank für Ihr konstruktives Feedback. Die Straßenplanung ist, wie so häufig, ein Kompromiss vieler widerstreitender Interessen. Ich finde, für das Radverkehr wurde viel erreicht, wenn auch nicht überall das Optimum. Man muss sich daran erinnern, dass in dem schon vor dem Umbau nur zweispurigen Abschnitt der Berner Straße Radverkehrsanlagen vorher gänzlich fehlten. Dort, wo es Radwege gab, im vormals vierstreifigen Abschnitt, waren sie nur handtuchbreit und durch Wurzelaufbrüche in einem sehr schlechten Zustand. Neue Hochbordradwege wären möglicherweise eine noch bessere Lösung gewesen, in entsprechender Breite natürlich, aber dafür hätten dann in dem vormals vierstreifigen Abschnitt entweder die Bäume oder die Parkstände dran glauben müssen. Diesen Konflikt wollte man nicht eingehen.
Sie haben natürlich vollkommen Recht was die Notwendigkeit von Kompromissen in der Straßenplanung angeht und ich begrüße ausdrücklich die hier erzielten Verbesserungen. Mein Kommentar zielte eher darauf ab, dass mit der hier nun umgesetzten Raumaufteilung an vielen Stellen eine bessere (weil sicherere) Infrastruktur hätte geschaffen werden können, wenn die Planung nicht vom Grundprinzip „Radverkehr soll auf die Fahrbahn“ ausgegangen wäre. Ich finde das kann man anhand Ihrer Bildergalerie auch gut erkennen.
Radfahrstreifen sind ja auch bei vielen Radaktivisten durchaus beliebt, da sie ein schnelles Vorankommen auf der Straße ermöglichen. Ich halte den Ansatz trotzdem für ein Fehler, da Infrastruktur in erster Linie für alle Menschen nutzbar sein sollte, egal wie alt und wie schnell Rad & Beine sind. Und da fallen Radfahrstreifen leider durch, dies sollten wir in Hamburg endlich anerkennen. Diese Anmerkungen möchte ich Ihnen für zukünftige Verkehrsplanungen/Diskussionen gerne mitgeben.
Alles klar, vielen Dank für diese Einordnung und Klarstellung. Da ist ja durchaus etwas dran. Und das wird uns in den nächsten Jahren ganz bestimmt noch weiter beschäftigen, denn der Bau von besseren Radverkehrsanlagen ist ja noch lange nicht beendet.
Moin, sind die Protektionselemente endgültig fertig oder kommen da nach vernünftige Reflektoren hin diese Mini Reflektoren sind ja ein Witz, und nach einiger Zeit schnell verdreckt und Qausi Nutzlos!
Ein großes Problem sehe ich beim Rechtsabbieger in den Bargkoppelweg! Wenn der geradeaus Verkehr Richtung Berner Brücke wie geplant auf der vorgesehen Spur läuft!
Dann wird es beim Abbieger sehr eng werden, man hält automatisch einen größeren Abstand zu den Protektionselementen da man sich nicht die Reifen und Felgen schrotten möchte!
So kommt man schon sehr nah an die Begrenzungslinie vom geradeaus Verkehr!
Spätestens wenn ein größeres Fahrzeug oder LKW rechts abbiegt muss dieser wahrscheinlich deutlich die geradeaus Spur schneiden oder komplett nutzen!
Es müssten an den Anfang oder Enden und am besten auch in gewissen Abständen vernünftige Reflektoren verbaut werden am besten auch etwas höher damit diese vernünftig sehen kann!
Die Protektionselemente sind meines Wissens so weit fertig. Sie sind so mit Polizei und Feuerwehr abgestimmt. Ich habe den Eindruck, dass hier unterschiedliche Ausführungen verbaut wurden. Während die meisten einen weißen Beton aufweisen, gibt es an einigen Stellen auch welche in „betongrau“, die weniger hervorstechen. Eine Abnahme der Bauleistung ist noch nicht erfolgt, möglicherweise muss punktuell noch nachgebessert werden. Die Anregung mit den Reflektoren gebe ich gerne weiter.
Der Rechtsabbiegestreifen in den Bargkoppelweg ist laut Planung breiter als die übrigen Fahrstreifen. Er weist eine Breite von 3,50 Meter auf, anstelle der ansonsten üblichen 3,25 Meter. Die Radfahrstreifen müssen im Einmündungsbereich mit weniger Platz auskommen, sie sind hier auf beiden Seiten nur 1,85 Meter breit, anstatt der sonst regelhaften 2,10 Meter. Ein Lkw ist in Deutschland maximal 2,55 Meter breit (ohne Spiegel), ein Pkw (SUV und große Limousinen, mit Spiegel) bis zu 2,20 Meter. Insofern sollte das doch passen. Wir müssen uns da einstweilen auf die Expertise der Straßenbauingenieure verlassen.
Hier ein Auszug aus der Planung:

Sehr geehrter Herr Buschhüter,
ich kann mich meinem Vorredner nur anschließen: Die Reflektoren sind tatsächlich zu unauffällig.
Nicht nur bei Dunkelheit, sondern v.a. bei der aktuellen Witterung sind diese Protektionselemente im Schnee nun überhaupt nicht mehr deutlich sichtbar und als Anwohner konnte man schon mehrfach beobachten, wie sich Autos deswegen darauf festgefahren haben, z.B. weil sie beim Versuch, einem Krankenwagen Platz zu machen, zur Seite ausgewichen sind und die Steine im Schnee nicht sehen konnten. Die Geräusche, die bei dem Versuch, sich wieder zu befreien, entstanden sind, hörten sich nicht gut an und ich frage mich, wann sich der erste hier einen ernsthaften Schaden am Fahrzeug zu- (und eine Ölspur hinter sich her-) zieht. Ein Beitrag zu mehr Verkehrssicherheit ist das so sicher nicht. Ihnen vielen Dank für Ihr Engagement.
Vielen Dank für Ihren Beitrag. Die Protektionselemente in der Berner Straße sind hochumstritten. Die verantwortliche Verkehrsbehörde muss die Frage beantworten, ob das so, wie es jetzt gemacht wurde, wirklich der Verkehrssicherheit dient. Manche fordern, die Protektionselemente ersatzlos wieder zu entfernen, andere fordern wenigstens eine bessere Sichtbarkeit zum Beispiel durch bessere Reflektoren, einen helleren Anstrich und/oder die Anbringung zusätzlicher Sichtzeichen. Ich bin mit der Verkehrsbehörde dazu im Gespräch.
Moin Herr Buschhüter,
ich möchte mich W. anschließen: diese Elemente sind inakzeptabel und gehörten schnellstens entsorgt. Am Samstagnachmittag bin ich bei Licht und Sonnenschein da lang gelaufen. Selbst unter diesen guten Bedingungen waren die Elemente unter dem Schnee auf den ersten Blick schlecht auszumachen. Der Radfahrstreifen ist komplett ungeräumt und bildet mit den Elementen eine homogene Schneefläche und vermittelt somit dem ortsunkundigen Autofahrer eine gute Ausweichmöglichkeit, wenn es drauf ankommt. Wenn man nicht gegen Schnee, sondern gegen den Beton prallt, ist es zu spät.
In der Dunkelheit sind die Elemente kaum noch zu erahnen. Ich bin eben gerade mit dem Auto dran vorbeigefahren und könnte ihnen nicht sagen, wo genau unter dem Schnee Elemente waren und wo nicht.
Danke, dass sie die Sache an die Verkehrsbehörde herantragen. Vielleicht besinnt man solch dort und rüstet auf die ungefährlichen Elemente aus dem Nachrüstleitfaden um: https://www.hamburg.de/resource/blob/1030452/f1ac5f3ae3251c671bd4e1748be067b9/leitfaden-zur-nachruestung-von-protektionselementen-auf-radfahrstreifen-data.pdf
Und zwar BEVOR etwas Schlimmes passiert! (Oder bevor das Thema irgendwann bei extra3 als Beitrag „Irrsinn der Woche“ landet…)
In diesem Sinne: Ihnen und allen Lesern ein frohes (und sicheres) neues Jahr 2026!
Vielen Dank für Ihren Beitrag. Ich werde berichten, wie die Verkehrsbehörde mit den Proktektionselementen angesichts der bisher gesammelten Erfahrungen weiter verfahren will. Das letzte Wort kann hier jedenfalls nicht gesprochen sein.
Moin Herr Buschhüter!
Endlich, das wurde aber auch Zeit… 😉
Bzgl. der Protektionselemente (siehe auch Ihr Bild „Die Radfahrstreifen sind teilweise mit so genannten Protektionselementen geschützt.“):
Diese benötigen eine Reinigung, da sie an diversen Stellen nicht mehr weiß sind sondern recht stark verdreckt sind.
Im besagten Bild sind diese links schön weiß aber rechts recht stark verdreckt.
Das Verdrecktsein stellt in meinen Augen eine unnötige Gefahr dar, da die Protektionselemente so gerade bei Dunkelheit ggf. gepaart mit Laub, Regen und Schnee nicht gut erkannt werden können.
Beste Grüße
S.K.
Das mit den Protektionselementen ist mir auch schon aufgefallen. Ich hatte allerdings den Eindruck, dass die zuerst verbauten Protektionselemente, auf der Ostseite der Berner Straße, schon „ab Werk“ zu gräulich waren. Vielleicht wäre hier sogar ein weißer Anstrich angezeigt. So oder so sollte da vor Donnerstagabend noch einmal eine Kolonne Kehrmaschinen der Stadtreinigung durchfahren.
Die Dinger sollte man entfernen. Abgesehen von der Stolpergefahr und der Gefahr für Reifen. Man stelle sich mal vor, die Berner Straße ist die gleiche wie damals. Dann entsteht dort im Berufsverkehr nachmittags gerne mal Stau. Kommt jetzt ein Rettungswagen, kann man dem nicht mehr ausweichen. Wie kann man auf die Idee kommen mitten auf die Straße Steine zu legen?
Die Idee zu Protektionselementen zum Schutz von Radfahrenden kam aus der Mitte des Volkes. Die erfolgreiche Volksinitiative „Radentscheid Hamburg“ hatte 2019 gefordert: „Die Radwege werden von der Fahrbahn und dem Fußweg durch ein bauliches Element so abgetrennt, dass missbräuchliches Befahren, Halten und Parken von Kfz sowie versehentliches Betreten erschwert wird.“ Um ein Volksbegehren und einen Volksentscheid mit noch weitergehenden Forderungen abzuwenden, gab es 2020 eine Einigung zwischen der Hamburgischen Bürgerschaft und der Volksinitiative, in der sich die Bürgerschaft u.a. diese Forderung zu eigen gemacht hat. Die konkrete Ausführung in der Berner Straße ist mit Polizei und Feuerwehr abgestimmt. Die Protektionselemente sind nur an ausgewählten Stellen verbaut, auf deutlich weniger als der Hälfte der gesamten Strecke. Sie liegen nicht mitten auf der Straße, sondern dort, wo ohne Radfahrstreifen der Bordstein gewesen wäre. Vor Grundstücksüberfahrten, an Bushaltestellen, in Einmündungs- und Kreuzungsbereichen und dort, wo sich Längsparkstände hinter dem Radfahrstreifen befinden, können sie schon praktischerweise nicht zum Einsatz kommen.
Moin Herr Buschhüter!:
Stand 19.12.2025 ca. 9:30 Uhr:
Ein Reinigungstrupp war anscheinend vor Ort und hat zumindest die Straße selbst in Schuss gebracht.
Allerdings sind die betreffenden Protektionselemente dabei nicht gereinigt worden.
Vielleicht können diese, wie Sie ausführten, nicht gereinigt werden, weil sie so geliefert wurden.
In diesem Fall sollten diese jedoch farblich (Anstrich/Austausch/Reflektorenanbringung) erkennbar gestaltet bzw. aufgehellt werden.
Besten Dank im voraus sowie beste Grüße
S.K.
Vielen Dank für Ihr Feedback. Ich werde das Thema bei der Verkehrsbehörde zur Sprache bringen.
Moin,
Wird sich an dem Übergang Alter Zollweg-Berner Straße noch etwas ändern?
Nach dem Schleifen der Mittelinsel fehlt dort aktuell ein Übergang.
Wer nun aus dem Alten Zollweg kommt, egal ob zu Fuß oder per Rad, steht erst mal Dumm da.
Und muss dann auf Rücksicht hoffen, beim Queren der Straße.
Wenn ich das richtig sehe, ist der Bereich weitestgehend fertiggestellt. Was noch fehlt, ist die Absenkung des Bordsteins gegenüber der Mittelinsel über die Berner Straße, auf der Höhe des Netto-Markts. Große Änderungen gab es hier keine, der Einmündungsbereich Berner Straße/Alter Zollweg bleibt einem späteren größeren Umbau vorbehalten. Aktuell wurde nur die Führung des Radverkehrs angepasst. Ich weiß deshalb nicht, was Sie mit „Schleifen der Mittelinsel“ meinen. Es gibt weiterhin eine Mittelinsel, die das Überqueren der Berner Straße erleichtert, als auch eine Mittelinsel im Einmündungsbereich Alter Zollweg. Hier wurde nur die Markierung der alten Radfahrerfurt entfernt, weil Radfahrer jetzt auf dem vorgelagerten Radfahrstreifen geführt werden. Für Fußgänger hat sich im Vergleich zum Zustand vor dem Umbau eigentlich nichts geändert, außer dass sie sich mit den Radfahrern weniger in die Quere kommen.
Guten Tag,
Danke für die Rückmeldung.
Meine Wahrnehmung bezog sich darauf, dass das Entfernen der Vorherigen Markierungen ohne neues Auftragen von weiteren Markierungen für die Fußgänger (das „Schleifen“ – mir kam es sich so vor, als würde ein Teil der Mittelinsel, wie ein erhobener Bordstein, fehlen), für Autofahrer nun zu suggerieren scheint, dass sie dort nicht mehr warten müssen.
Zumindest meine Erfahrung über die vergangene Woche.
Man könnte ja zumindest erwähnen, auch für die Fußgängerquerung eine entsprechende Markierung oder zumindest Schilder anzubringen.
OK, dann habe ich jetzt verstanden, was Sie meinen. Entfernt, weil verlegt, wurde nur die markierte Radfahrerfurt. Für Fußgänger ist hier an der Einmündung nichts markiert. Das ist nicht unüblich und war vorher auch nicht anders, aber vielleicht gibt es ja doch noch eine Möglichkeit, hier für Fußgänger eine Verbesserung zu erreichen. Ich werde das zur Sprache bringen.
Moin Herr Buschhüter!
Nachtrag bzgl. der Protektionselemente:
Das Protektionselement jeweils am Anfang bzw. Ende eines Abschnitts von Protektionselementen hat einen kleinen Reflektor auf der Oberseite.
Das an sich ist durchaus lobenswert.
Allerdings empfinde die Leucht- bzw. Warnwirkung dieser Reflektoren doch als recht bescheiden, da sie zumindest in meinen Augen recht schwach reflektieren.
Vielleicht sollte sich das die zuständige Revierwache mal anschauen und ggf. die Verkehrsbehörde auffordern, zusätzliche bzw. andere, stärkere Reflektoren anzubringen.
Beste Grüße
S.K.
Vielen Dank für Ihren Beitrag. Ich werde das gleich zu Beginn des neuen Jahres thematisieren.
Moin Herr Buschhüter!
An mindestens einer Stelle ist ein Protektionselement bereits nicht mehr an seinem Platz; stattdessen ist es nun locker auf dem Radweg.
Beste Grüße
S.K.
Danke für Ihre Meldung. Das ist nicht gut.