Gemeinsam mit der Wandsbeker SPD-Bundestagsabgeordeten Staatsministerin Aydan Özoguz habe ich gestern die Firmen- und Logistikzentrale der Globetrotter Ausrüstung GmbH, einem Spezialisten in Outdoor-Bekleidung und -Ausrüstung im Rahlstedter Gewerbegebiet Neuer Höltigbaum besucht. Mit Geschäftsführer Andreas Bartmann sowie mit Personalchefin Katharina Benson tauschten wir uns über die wirtschaftliche Lage des Unternehmens in Zeiten von Digitalsierung und Onlinehandel aus. Zur Sprache kamen auch die derzeit getrübten diplomatischen und wirtschaftlichen Beziehungen zur Türkei, einem wichtigen Zulieferer- und Produktionsstandort der Textilindustrie. Ein Rundgang durch das imposante Warenlager rundete den Besuch ab.

Globetrotter hat seinen Konzernumzug vom Meiendorfer Bargkoppelstieg zum Oldenfelder Teil des Gewerbegebietes Neuer Höltigbaum vor zwei Jahren abgeschlossen. Globetrotter hat deutschlandweit ca. 1.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und zählt damit zu Oldenfeldes größtem Unternehmen. Am Firmen- und Logistikstandort sind ca. 200 Mitarbeiter beschäftigt. In der Filile in Barmbek-Nord arbeiten 130 Mitarbeiter. Mit dem neuen Standort ist man rundum zufrieden, da über die nahe Autobahn der Verkehr gut abgewickelt werden kann.

Großen Wert wird auf die betriebliche Ausbildung gelegt, bei der es aber in den letzten Jahren immer schwieriger geworden ist, geeignete Bewerberinnen und Bewerber zu finden. Der Zuzug vieler junger Geflüchteter wird vom Unternehmen auch als Chance gesehen, hier einerseits integrative Angebote in Ausbildung und Beschäftigung vorzuhalten, aber andererseits auch dem demographischen Wandel der Gesellschaft, der massive Auswirkungen auf die Beschäftigtenstruktur hat, etwas Wirkungsvolles entgegenzusetzen. Die Unternehmenskultur ist geprägt durch ein gutes Miteinander vieler verschiedener Nationalitäten. Fast fünfzig Prozent der Beschäftigten haben einen Migrationshintergrund. So liefen bei Globetrotter bereits Projekte für berufsbezogenen Deutschunterricht. Erfahrungen, die auch jetzt dem Unternehmen zugutekommen, das sich auch zukünftig mit Kooperationsangeboten z. B. gegenüber Flüchtlingseinrichtungen im Stadtteil engagieren möchte. Man setzt auf Angebote wie Praktika, die dann letztlich auch in Ausbildung münden können.