Am Dienstag, 7. Oktober 2025, 18 Uhr lade ich unter dem Titel „Was bewegt Meiendorf?“ zu meinem nächsten Rahlstedter Bürgerdialog ein. Der Bürgerdialog findet statt der Rogate-Kirche, Wildschwanbrook 5. Mit dabei sein wird die Meiendorfer SPD-Bezirksabgeordnete Marlies Riebe.

Was gibt es Neues über Rahlstedt, Oldenfelde und Meiendorf aus dem Hamburger Rathaus und dem Wandsbeker Rathaus zu berichten? Wie gehen die Bauarbeiten in der Berner Straße voran und wann werden die Radwege und Bushaltestellen in der Saseler Straße saniert? Wie geht es weiter mit dem denkmalgeschützten Hof Mecklenburg im Schierhornstieg? Zu diesen und weiteren Themen, die Sie bestimmen, möchten Marlies Riebe und ich mit Ihnen ins Gespräch kommen, Ihre Anregungen und Wünsche aufnehmen.
Weitere Gesprächsthemen können gerne im Vorfeld des Rahlstedter Bürgerdialogs in meinem Rahlstedter Wahlkreisbüro (Telefon 040/64 89 30 37 oder buero@buschhueter.de) angemeldet werden. Auch außerhalb meiner Veranstaltungen stehe ich jederzeit nach Terminvereinbarung für Gespräche zur Verfügung.
Sehr geehrter Herr Buschhüter,
ich wende mich an Sie, um ein paar Beobachtungen und Vorschläge für „unseren“ Stadtteil Hohenhorst, insbesondere im Bereich des Berliner Platzes, zu teilen. Mir ist aufgefallen, dass sich viele Jugendliche und junge Erwachsene regelmäßig mit alkoholischen Getränken bei REWE eindecken und anschließend vor den Supermärkten am Berliner Platz herumhängen. Das führt oft zu Unordnung und Müll, was das Stadtteilimage nicht gerade verbessert.
Was in Hohenhorst und Rahlstedt fehlt, ist eine attraktive Lokalität, in der junge Menschen günstig essen und trinken können, auch alkoholische Getränke. Ich denke an Orte wie das ehemalige Einstein in Billstedt, November in Bergedorf, Oktober in der City, Feuervogel in Wandsbek oder Sausalitos. Solche Läden bieten eine entspannte Atmosphäre, die junge Leute anspricht. In Billstedt hat das Einstein damals gut funktioniert, um Jugendliche von der Straße zu holen, bis es aus Gründen von Bilanzirregularitäten schließen musste. Eine ähnliche Einrichtung könnte in Hohenhorst das Leben im Viertel beleben und die Situation am Berliner Platz „entschärfen“.
Die Frage ist natürlich, wo man so eine Lokalität unterbringen könnte. Das kleine Gebäude am Zehlendorfer Weg 2 wäre eine Option, ist aber derzeit von „El Greco“ belegt. Das neue Center am Berliner Platz wird ja leider nicht gebaut, und ich bin mir unsicher, ob das alte Center geeignete Räume bietet. Vielleicht wäre das „Haus am See“ eine Möglichkeit? Ich kenne mich im Immobiliengeschäft zu wenig aus, um konkrete Vorschläge zu machen.
Gehobene Restaurants wie „El Greco“ sind sicherlich nett, aber ich bezweifle, dass sie sich in Hohenhorst langfristig halten können. Der vorherige Italiener hat es ja auch nicht geschafft. Ich denke, eine Art Hybrid zwischen Restaurant und Imbiss, wie „Der Grieche“ in der Hammer Landstraße, würde hier deutlich besser ankommen.
Döner- und Asia-Imbisse gibt es in der Umgebung genug, aber junge Leute wollen nicht jedes Mal nach Wandsbek, Bergedorf oder in die City fahren, um etwas zu essen und einen Cocktail oder Drink zu genießen. Eine lokale Anlaufstelle würde das Viertel attraktiver machen und den Jugendlichen eine sinnvolle Alternative bieten. Gleichzeitig sollte man die anderen Gruppen („mobile Minderheiten“), die vor REWE herumlungern, sich betrinken und den Platz vermüllen, dazu ermutigen, stattdessen Orte wie den Öjendorfer Park oder das eigene Zuhause zu nutzen.
Ein weiterer Punkt, den ich ansprechen möchte, ist das Image von Hohenhorst. Viele Menschen reagieren mit Augenrollen, wenn sie „Hohenhorst“ hören. Das spricht Bände. Um den Stadtteil attraktiver zu machen, braucht es mehr als Alibi-Projekte wie das „Haus am See“. Ein Problem ist die überproportionale Ansiedlung von Geflüchteten und sozial benachteiligten Gruppen, etwa im Asylheim in der Grunewaldstraße, während wohlhabendere Stadtteile wie Harvestehude oder Nienstedten sich oft aus der Verantwortung ziehen, da sie starke juristische Rückendeckung und auch Kontakte zur Verwaltung und Politik haben. Eine gute Lobby ist viel wert.
Zudem empfinde ich die zunehmende „Orientalisierung“ Hohenhorsts als problematisch. Multikulturalität kann bereichernd sein, aber wenn ein Stadtteil kulturell und ethnisch so einseitig geprägt ist, dass man kaum noch „Bio- bzw. Kulturdeutsche“ antrifft, läuft etwas schief. Es braucht eine ausgewogenere Entwicklung, um Hohenhorst wieder attraktiver und lebenswerter zu machen.
Ich weiß, dass Teile dieser Themen vielleicht in den Zuständigkeitsbereich anderer Politiker, wie Herrn Cem Berk, fallen, aber ich wollte diese Gedanken dennoch mit Ihnen teilen. Ich würde mich freuen, wenn Sie meine Anregungen aufgreifen und prüfen könnten, wie man Hohenhorst voranbringen kann, sei es durch neue Lokalitäten oder eine ausgewogenere Stadtteilplanung.
Vielen Dank für Ihre Zeit und Ihr Engagement für Rahlstedt und Hohenhorst.
Mit freundlichen Grüßen,
Katrin H.
Sehr geehrte Frau H.,
vielen Dank dafür, dass Sie Ihre Gedanken zu Hohenhorst mit mir teilen. Ich kann vieles nachvollziehen.
In Hohenhorst gibt es einen sehr aktiven Stadtteilbeirat, in dem solche Themen sehr gut besprochen werden können. Kennen Sie den Stadtteilbeirat Hohenhorst? Hier gibt es mehr Infos: http://hamburg-hohenhorst.de/2022/02/01/neuer-stadtteilbeirat/. Seine nächste Sitzung findet statt am Montag, 6. Oktober 2025, 18 Uhr, im Haus am See. Schauen Sie dort gerne einmal vorbei und bringen Sie sich ein.
Das Rumhängen vor den Supermärkten ist ein Phänomen, das vor allem auf St. Pauli und im Schanzenviertel, aber auch andernorts in der Stadt seit einigen Jahren zu beobachten ist: Cornern. Ich befürchte, dass dagegen auch mit Gastronomie kein Kraut gewachsen ist, solange der Trend anhält. Mehr zum Thema Cornern gibt es hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Cornern und https://taz.de/Cornern-als-Massenphaenomen/!5707670/. Mit den Begleiterscheinungen wie Vermüllung sollten wir uns gleichwohl nicht abfinden, da muss dann ggf. die Stadtreinigung ihre Reinigungsintervalle erhöhen.
Die Stadt legt großen Wert darauf, Flüchtlingsunterkünfte auf das gesamte Stadtgebiet zu verteilen und macht auch vor „besseren“ Stadtteilen keinen Halt. So gibt es Unterkünfte für Geflüchtete auch z.B. in Duvenstedt, Volksdorf und in Osdorf am Bahnhof Klein Flottbek. Die in Blankenese und Harvestehude bestanden viele Jahre, wurden aber mittlerweile geschlossen. Eine vollständige Übersicht aller Standorte finden Sie hier: https://www.hamburg.de/politik-und-verwaltung/behoerden/sozialbehoerde/themen/integration/fluechtlinge/unterbringung/standorte-der-unterbringung-889388
Geflüchtete sollen ja aber gar nicht für längere Zeit in den Gemeinschaftsunterkünften bleiben. Sobald sie ein Bleiberecht haben, ist das Ziel, sie in normalen Wohnraum zu vermitteln. Und da erleben wir noch viel mehr als bei der Verteilung der Standorte für Flüchtlingsunterkünfte, dass sich eine Konzentration auf gewisse Quartiere und Stadtteile einstellt, nämlich dort, wo vor allem die städtischen Wohnungsunternehmen über große Wohnungsbestände verfügen. Deshalb ist es so wichtig und auch richtig, dass die Stadt den Bau von Sozialwohnungen am Standort der ehemaligen Gemeinschaftsunterkunft an der Sophienterrasse in Harvestehude plant.
Viele Grüße
Ole Thorben Buschhüter
Sehr geehrter Herr Buschhüter,
viele Anwohnerinnen und Anwohner in Hohenhorst sind zunehmend verärgert über die Müllsituation in einigen Bereichen des Stadtteils. Besonders häufig werden Abfälle auf Gehwegen entsorgt, und immer wieder stehen herrenlose Einkaufswagen von Supermärkten und Discountern im öffentlichen Raum.
Nach meiner Beobachtung betrifft dieses Verhalten vor allem einige der hier untergebrachten Asylsuchenden. Ich bin mir bewusst, dass es in manchen Herkunftsländern andere Strukturen der Müllentsorgung gibt und dass bestimmte Verhaltensweisen daher möglicherweise nicht aus böser Absicht entstehen, sondern aus Unkenntnis der hiesigen Gepflogenheiten.
Daher möchte ich anregen, dass im Rahmen der Integrationsarbeit, zum Beispiel in den örtlichen Unterkünften, gezielte Informationsveranstaltungen oder praktische Einführungen angeboten werden, in denen Themen wie Mülltrennung, richtige Müllentsorgung und der Umgang mit Einkaufswagen erklärt werden. Solche Maßnahmen könnten Missverständnisse vermeiden und das nachbarschaftliche Miteinander deutlich verbessern.
Mit freundlichen Grüßen,
Katrin H.
Liebe Frau H.,
vielen Dank für Ihren Beitrag. Ich kann Ihr Anliegen gut nachvollziehen. Zum einen möchte ich Sie bitten, Vermüllungen im öffentlichen Raum oder herrenlose Einkaufswagen bei der Hotline Saubere Stadt der Stadtreinigung zu melden. Dann wird sich darum gekümmert. Am einfachsten geht das mit der App der Stadtreinigung: Foto machen und hochladen, fertig. Geodaten werden automatisch mitgeschickt. Zum anderen ist auch Ihr Vorschlag richtig, hier vermehrt präventiv tätig zu werden, damit es gar nicht erst zu Vermüllungen kommt. Ihren Vorschlag gebe ich daher gerne weiter. Ich vermute, dass das in gewissem Maße schon erfolgt, aber offensichtlich ist da noch Luft nach oben.
Viele Grüße
Ole Thorben Buschhüter
Sehr geehrter Herr Buschüter,
vielen Dank für Ihre Antwort. Den Stadtteilbeirat Hohenhorst kannte ich bisher tatsächlich nicht. Vielen Dank für den Hinweis! Auch das Phänomen des „Cornerns“ war mir bislang nicht bekannt. Man lernt nie aus.
Vielen Dank außerdem für die Informationen zu den Flüchtlingsunterkünften. In diesem Zusammenhang fällt mir auf, dass die Anzahl vollverschleierter Frauen (Burka, Nikab) in Hohenhorst offenbar zunimmt, was durchaus zu denken gibt.
Mit freundlichen Grüßen,
Katrin H.