Der Rahlstedter SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Ole Thorben Buschhüter, die Wandsbeker SPD-Bundestagsabgeordnete Aydan Özoğuz und Dr. Andreas Dressel, Finanzsenator, laden am Sonntag, 20. September 2026 zu einer Radtour entlang der neuen S-Bahn-Linie S4 ein. Während der Radtour wird an den zukünftigen S4-Stationen Halt gemacht, wo es Informationen zur Planung der S4, zu den bereits begonnenen Bauarbeiten sowie zu weiteren aktuellen Entwicklungen gibt. Start ist um 14:30 Uhr auf dem Helmut-Steidl-Platz am Bahnhof Rahlstedt. Die Radtour hat eine Gesamtlänge von ca. 10 km und endet gegen 17:30 Uhr am Bahnhof Hasselbrook.
Entlang der künftigen Trasse der S4 gibt es viel Wissenswertes über Planung und Bau der neuen S-Bahnlinie S4 zu erfahren: Wo werden die neuen Haltestellen entstehen? Welche Quartiere werden neu und gut angebunden? Welche Entwicklungspotenziale ergeben sich für den Bezirk Wandsbek? Diese und viele andere Fragen können während der Radtour mit Ole Thorben Buschhüter, Aydan Özoğuz und Dr. Andreas Dressel erörtert werden.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Die Info-Radtour entlang der neuen S-Bahn-Linie S4 findet statt am diesjährigen Tag der Schiene (18. bis 20. September 2026), der vom Bundesministerium für Verkehr (BMV) und der Bahnbranche 2022 gemeinsam ins Leben gerufen wurde. Koordiniert wird das Fest-Wochenende von der Allianz pro Schiene. Es ist Teil der „Europäischen Mobilitätswoche“, die jedes Jahr vom 16. bis zum 22. September stattfindet. Mehr Informationen zum und weitere Veranstaltungen am Tag der Schiene gibt es hier: https://tag-der-schiene.de. Terminankündigung zum Tag der Schiene 2026: https://tag-der-schiene.de/event/die-s4-kommt-info-radtour-entlang-der-neuen-s-bahn-linie/
Das Projekt S4 erklärt in 100 Sekunden
Die Deutsche Bahn stellt auf ihrer Website www.s-bahn-4.de weitere umfangreiche Informationen zum Projekt S4 zur Verfügung. Außerdem kann dort ein Newsletter abonniert werden, so dass man keine Neuigkeiten mehr verpasst: https://www.s-bahn-4.de/de/news-service/newsletter.html.
In einem Film wird das Projekt S4 und sein Nutzen für Hamburg und Schleswig-Holstein in 100 Sekunden anschaulich erklärt. Anklicken und anschauen:
Hintergrund
Die Bahnstrecke zwischen Hamburg und Bad Oldesloe ist eine der am meisten befahrenen Pendlerstrecken rund um die Hansestadt. Um viele Bereiche im Osten der Stadt und das nordöstliche Umland besser anzubinden, wird die S4 gebaut – für zuverlässigere Verbindungen, weniger Umstiege und mehr Komfort. Prognostiziert wird nahezu eine Verdreifachung der Fahrgastzahlen im Vergleich zur heutigen Regionalbahn-Linie RB81. Auch der Hamburger Hauptbahnhof als bisheriges Nadelöhr wird entlastet und der S-Bahnverkehr in die Innenstadt noch weiter verstärkt – ein wichtiger Beitrag zur Mobilitätswende.
Das Projekt S4 beinhaltet den Bau einer zweigleisigen S-Bahn-Strecke von Hasselbrook bis Ahrensburg und den Bau einer eingleisigen S-Bahn-Strecke von Ahrensburg bis Ahrensburg-Gartenholz. Zwischen Hamburg-Altona und Hasselbrook wird sie die vorhandenen S-Bahn-Gleise (S1) mitnutzen, zwischen Ahrensburg-Gartenholz und Bad Oldesloe die Fernbahngleise. Die S4 wird dann zwischen Hamburg-Altona und Ahrensburg in der Hauptverkehrszeit im 10-Minuten-Takt fahren, bis Bargteheide im 20-Minuten-Takt und bis Bad Oldesloe im Stundentakt. Für die S4 werden zudem zusätzliche Haltestellen errichtet. In Hamburg sind das: Wandsbek Rathaus, Bovestraße, Holstenhofweg und Pulverhof. Die RB81 wird durch die S4 ersetzt. So ergibt sich eine bessere Ausnutzung der beschränkten Kapazitäten des Hamburger Hauptbahnhofs, dessen Fern- und Regionalbahnteil überlastet ist, während die S-Bahn-Gleise noch zwei weitere Linien, eine davon die S4, aufnehmen können. Das Projekt S4 wurde 2018 in den „Vordringlichen Bedarf“ des Bundesverkehrswegeplans hochgestuft. Ende 2019 erfolgte die Unterzeichnung der Finanzierungsvereinbarung zwischen Bund, Bahn, Hamburg und Schleswig-Holstein, im Mai 2021 der erste Spatenstich für die Bauarbeiten. Der Bund übernimmt mit rund 84 Prozent einen Großteil der auf rund 1,85 Milliarden Euro geschätzten Gesamtkosten für den Bau der S4.
Interessanter wäre doch die Frage, wie weit ist denn die Planung JENSEITS der Landesgrenze? Hamburg arbeitet zumindest schon an der Bahnstrecke im Stadtgebiet, was aber passiert in Schleswig-Holstein? Schaut man durch die Nachrichten, dann sind die Städte Ahrensburg und Bad Schwartau die großen Bremsen, weil bei denen jeder gegen alles ist, wie üblich in Deutschland.
Dabei ist ja noch gar nicht der Punkt Stellmoorer Tunneltal geklärt. Ich bin mir relativ sicher, dass die grünen, steuerfinanzierten Vorfeldorganisationen BUND, DUW, Greenpeace usw. ihre Klagen gegen einen Erweiterung der Bahntrasse schon vorbereitet haben.
Das sieht ehrlich gesagt noch etwas düsterer aus, denn für den Planfeststellungsabschnitt 3 wurden die Unterlagen noch gar nicht beim Eisenbahnbundesamt eingereicht, die Gründe dafür nennen Sie. Mit Klagen ist in der Tat auch noch zu rechnen, in beiden Abschnitten. Die Grenze zwischen den beiden Planfeststellungsabschnitten ist die Landesgrenze, also Stellmoorer Tunneltal liegt im Abschnitt 2, Ahrensburger Tunneltal im Abschnitt 3. Eine Fertigstellung der S4-Infrastruktur von/bis Rahlstedt würde zumindest eine Teilinbetriebnahme ermöglichen, mittels Bauweichen könnten die S4-Züge dann hinter Rahlstedt einstweilen im bisherigen Umfang der RB81 auf den Fernbahngleisen weiterfahren. Ein 10-Minuten-Takt von/bis Ahrensburg wäre dann natürlich erst mit Fertigstellung der vollständigen S-Bahn-Infrastruktur möglich.
Moin
danke für die Antwort. Daraus entnehme ich, dass Hamburg die S4 eigentlich erst mal nur für sich selbst Rahlstedt bis Hamburg plant. Für die Stadt gut, meine Kollegen, die entlang der Bahnstrecke nach Lübeck leben, dürfen dann weiter, wie sie schon sagen, bis zur Fertigstellung im Jahre 203x mit dem Horrorverkehr leben, den es derzeit auf der Strecke gibt.
Nein, das würde ich so nicht formulieren. Die S4 wird von der DB InfraGO AG geplant und zwar in ganzer Länge. Am Aus- und Neubauumfang gibt es keine Abstriche. Die drei Planungsabschnitte befinden sich in unterschiedlich fortgeschrittenen Stadien. Das Verfahren im Abschnitt 3 (Schleswig-Holstein) wurde aufgrund besonderer Herausforderungen (z.B. Bahnübergang Brauner Hirsch) und spezieller Anforderungen der Gemeinden etwas ausgebremst. Die Einreichung der Unterlagen zur Planfeststellung ist hier aber jetzt für Herbst 2026 vorgesehen. Schon vor längerer Zeit gab es die Überlegung, die S4 als S-Bahn-Linie in ganzer Länge bis Bad Oldesloe verkehren zu lassen und die RB81 abzulösen, sobald die S-Bahn-Infrastruktur von/bis Rahlstedt fertiggestellt ist (Teilinbetriebnahme). Erst aber wenn auch die S-Bahn-Infrastruktur hinter Rahlstedt fertiggestellt ist, kann die S4 auch dort im 10-/20-Minuten-Takt fahren (Gesamtinbetriebnahme), vorher nur im Umfang der derzeitigen RB81-Leistungen.
Moin OTB,
spannend wäre vorab, wie ist lautet der aktuelle ( letzte ) Terminplan für das Projekt ?
Wann fährt die S4 an / ab Rahlstedt ( Ahrensburg ) ?
Gruß C.M.
Der letzte Terminplan (Teilinbetriebnahme von/bis Rahlstedt Ende 2028) ist längst überholt. Alle warten auf den Planfeststellungsbeschluss für den Abschnitt 2 (Luetkensallee – Landesgrenze). Erst wenn der vorliegt, lässt sich darauf aufbauend ein annähernd belastbarer neuer Terminplan erstellen.