Online-Beteiligung zur Weiterentwicklung der Magistralen läuft noch bis 12. August 2020

Die großen Hauptverkehrsachsen – Magistralen genannt – kommen in einer sich wandelnden und dichter werdenden Stadt zunehmend in den Blick der Stadtplanenden. Dabei werden nicht nur verkehrliche Belange betrachtet, sondern alle Aspekte der Stadtplanung wie z. B. Nahversorgung, Grünflächen und Wohnen: Wo und wie kann die Lebensqualität rund um diese Straßen verbessert werden? Kann man den Verkehr anders organisieren? Gibt es gar Nachverdichtungspotentiale? Wo kann es grüner werden?

Im Bezirk Wandsbek wird u.a. die Magistrale der ehemaligen Bundesstraße 75 von Eilbek über Wandsbek, Tonndorf, Alt-Rahlstedt, Oldenfelde nach Meiendorf (Wandsbeker Chaussee – Wandsbeker Marktstraße – Rüterstraße – Wandsbeker Zollstraße – Ahrensburger Straße – Stein-Hardenberg-Straße – Bargteheider Straße – Meiendorfer Straße) in einer gutachterlichen Untersuchung in den Fokus genommen.

Nicht nur die beauftragten Planerinnen und Planer sollen Beiträge liefern, sondern auch die Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, Ideen, Anregungen, Kritikpunkte oder Verbesserungsvorschläge zu unterbreiten.

Da die geplante große Auftaktveranstaltung wegen Corona leider nicht stattfinden konnte, startete am 25. Juni 2020 eine Online-Beteiligung unter www.beteiligung.hamburg/magistralen-wandsbek. Bis einschließlich 12. August 2020 können können Bürgerinnen und Bürger an der Online-Beteiligung teilnehmen und Ideen, Anregungen, Kritikpunkte oder Verbesserungsvorschläge einbringen. Danach bleibt die Seite weiterhin bis zum Abschluss des Gutachtens fortwährend erreichbar.

Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff: „Die Anwohnerinnen und Anwohner sind die Experten vor Ort. Sie kennen die Probleme und haben vielleicht Ideen, wie diese gelöst werden können. Wir freuen uns auf eine rege Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger über diese Form der Beteiligung. Im Herbst werden wir dann hoffentlich bei weiteren Beteiligungsangeboten zusammenkommen.“

Das Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung des Bezirksamtes ist außerdem unter der Rufnummer (040) 42881-3190 für telefonische Rückmeldungen erreichbar.

Hintergrund

Vor genau 100 Jahren hat der damalige Oberbaudirektor und Stadtplaner Fritz Schumacher sich darüber Gedanken gemacht, wie sich die Stadt Hamburg zum Umland hin entwickeln könnte. Große Ausfallstraßen – die „Magistralen“ – sollten den Verkehr stadteinwärts sowie stadtauswärts aufnehmen. Die Magistralen wurden seit den 1960er Jahren zugunsten des zunehmenden Verkehrs massiv ausgebaut. Mehr Lärm und Schadstoffbelastungen waren und sind die Folge. Für Jahrzehnte haben in einer autogerechten Stadt diese Magistralen ihre Pflicht als Hauptverkehrsachsen erfüllt.

Beim Internationalen Bauforum im August 2019 wurden alle Hamburger Magistralen von internationalen Planerinnen und Planern untersucht und Ideen für die Weiterentwicklung gesammelt. Auf Basis dieser Überlegungen werden die Wandsbeker Magistralen einer Detailuntersuchung unterzogen.

Mit der Untersuchung beauftragt wurden die in Hamburg ansässigen Firmen:

  • ppp Architekten und Stadtplaner GmbH
  • arbos Freiraumplanung GmbH
  • ARGUS Stadt und Verkehr –Rothfuchs | Buch | Partnerschaft mbB
  • Politik- und Unternehmensberatung Markus Birzer (Beteiligung und Moderation)

Weitere Informationen stehen unter https://www.hamburg.de/bauforum/12355818/magistralen/ zur Verfügung.

Hinweis: Das Bezirksamt weist darauf hin, dass die Online-Beteiligung mit der aktuellen Version von Firefox leider nicht funktioniert. Es wird darum gebeten, einen anderen Browser zu verwenden.