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Hamburg hat im März den Entwurf des Wärmeplans veröffentlicht und damit einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur klimaneutralen Wärmeversorgung gemacht. Die Stadt strebt mit ihrem Klimaschutzgesetz die Klimaneutralität bereits bis 2040 an, während das Wärmeplanungsgesetz des Bundes die Kommunen verpflichtet, bis spätestens 2045 ein Zielbild für klimaneutrale Wärme zu entwickeln. Die Wärmeplanung bildet die Grundlage für die Energieinfrastrukturplanung der Netzbetreiber. Sie schafft Orientierung sowohl für private als auch für gewerbliche Gebäudeeigentümerinnen und -eigentümer sowie für das produzierende Gewerbe.

Der Wärmeplan zeigt dabei auf, welche Lösungen für das Heizen in den verschiedenen Quartieren Hamburgs am besten geeignet sind. Interaktive Karten im Wärmeportal Hamburg ermöglichen es online einzusehen, welche Art der Wärmeversorgung in welcher Straße empfohlen wird bzw. vor Ort möglich ist. Dadurch wird deutlich, in welchen Bereichen dezentrale Lösungen wie Wärmepumpen besonders geeignet sind, wo gemeinschaftliche Wärmeprojekte sinnvoll sein können und wo Wärmenetze ausgebaut oder verdichtet werden können.

Für Rahlstedt, Oldenfelde und Meiendorf sind blaue, hellrote und dunkelrote Flächen ausgewiesen. In blaumarkierten Gebieten ist eine dezentrale Wärmeversorgung wie eine Wärmepumpe die am besten geeignete Art zu heizen. Dunkelrote Gebiete sind bereits an das Fernwärmenetz angeschlossen, hellrote Flächen sollen in den nächsten Jahren an das Wärmenetz von Hansewerk Natur angeschlossen werden. 

„HanseWerk Natur wird das Fernwärmenetz bei uns in Rahlstedt in den nächsten Jahren weiter ausbauen. Insbesondere hochverdichtete Quartiere mit Geschosswohnungen beispielsweise am Eichberg/Eichwischen, Nydamer Ring sowie Schierenberg, Alaskaweg und Kanadaweg kommen hierfür in Frage“, so der Rahlstedter SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Ole Thorben Buschhüter. „Ein Anschluss an das Fernwärmenetz eignet sich dabei vor allem für Mehrfamilienhäuser, während die Wärmepumpe die geeignete Wärmeversorgung für Einfamilienhausgebiete sein wird.“

Im ausführlichen Bericht zum Wärmeplan (www.hamburg.de/politik-und-verwaltung/behoerden/bukea/themen/energie/kommunale-waermeplanung/der-entwurf-des-waermeplans-fuer-hamburg-liegt-vor-1150474) erfahren Interessierte mehr über die Vorgehensweise bei der Planung, die angewandten Methoden und die wichtigsten Annahmen, die der Hamburger Wärmeplanung zugrunde liegen. Sie können sich auch über die Analysen zur Dekarbonisierung betrieblicher Prozesswärme und zum Ausbau der Wasserstoffinfrastruktur für die Industrie informieren.

Bürgerinnen und Bürger sowie Gewerbetreibende sind eingeladen, ihre Anregungen und Hinweise zum Entwurf des Wärmeplans über das Beteiligungs-Portal DiPlanung (hh.beteiligung.diplanung.de/verfahren/a512923e-5ca9-43a9-bc4c-072f57d05abd/public/detail) einzureichen. Die Beteiligungsphase läuft noch bis zum 14. April 2026. Die Rückmeldungen aus der Stadtgesellschaft sind wichtig, um die kommunale Wärmeplanung noch besser an die individuellen Bedürfnisse anzupassen. 

Der finale Beschluss des Wärmeplans ist bis Ende Juni 2026 geplant. In der zweiten Jahreshälfte wird es weitere Informations- und Beratungsangebote geben. Ziel ist es, Gebäudeeigentümerinnen und Gebäudeeigentümern eine verlässliche Orientierungshilfe bei ihrer langfristigen Heizungsplanung zu bieten.