Am 10. Mai sind die ersten Flüchtlinge in die neue Folgeunterkunft in der Grunewaldstraße 74a in Hohenhorst eingezogen. Wie der Betreiber der Unterkunft, fördern & wohnen, auf Nachfrage mitteilte, ist der 1. Bauabschnitt (für ca. 270 Personen) mittlerweile bezugsfertig. Die Belegung erfolgt nach und nach bis Ende des Monats. Währenddessen gehen die Bauarbeiten am 2. Bauabschnitt weiter.

Auf der ehemaligen Sportanlage entstehen seit Mai letzten Jahres 24 Häuser in Holzbauweise. „Das Pavillondorf ist ein wichtiger Beitrag dafür, bis zu 528 Flüchtlinge statt in Lagerhallen und Zelten wohnungsähnlich unterbringen zu können“, sagt der Rahlstedter SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Ole Thorben Buschhüter. Im 1. Bauabschnitt wurden nunmehr 13 Modulhäuser (davon eines für Verwaltung) fertiggestellt und im Mai nach und nach mit ca. 270 Personen belegt. Der 2. Bauabschnitt umfasst nunmehr 11 Modulhäuser (davon ebenfalls eines für Verwaltung) für ca. 250 Plätze und soll dann im Sommer 2016 fertiggestellt werden.

In jedem der zweigeschossigen Pavillons befinden sich zwölf Zimmer aufgeteilt auf vier wohnungsähnliche Einheiten (vergleichbar 3-Zimmer-Wohnungen) mit je einer Sanitär- und Kücheneinheit. Ein ganzer Pavillon und zwei halbe Pavillons (Erdgeschossflächen) sind für Büro, Verwaltungs- und Gemeinschaftszwecke vorgesehen. In den einzelnen Wohnungen sollen maximal sechs Personen (zwei pro Zimmer), vorrangig Familien, untergebracht werden.

Es ist vorgesehen, am Standort Grunewaldstraße 74a im Rahmen eines 3. Bauabschnitts acht weitere Pavillons zu errichten und so Plätze für weitere 192 Bewohner zu schaffen. Zu dem Vorhaben wird die Bezirksversammlung Wandsbek in ihrer Sitzung am 12. Mai 2016 angehört. Die so genannte Anhörungsunterlage mit weiteren Informationen zum 3. Bauabschnitt gibt es hier: https://www.buschhueter.de/wp-content/uploads/2016/05/allrisgrunewald_28.pdf.

Der städtische Träger fördern & wohnen führt als Anstalt öffentlichen Rechts die erforderlichen Baumaßnahmen durch und stellt die Betreuung und Versorgung der Gemeinschaftsunterkunft sicher. Es wird ein Unterkunfts- und Sozialmanagement mit einem Schlüssel von 1:80 vorgehalten. Darüber hinaus werden Mitarbeiter des Technischen Dienstes mit einem Personalschlüssel von 1:160 eingesetzt. Im Oktober 2014 und im Juni 2015 waren die Bürgerinnen und Bürger vor Ort im Rahmen von Infoveranstaltungen informiert worden.

Die Freie und Hansestadt Hamburg stellt die Verpflichtung zur Unterbringung von Flüchtlingen nicht zuletzt wegen der begrenzten Verfügbarkeit von Flächen und der häufig für eine wohnähnliche Nutzung nicht geeigneten Standorte vor große Herausforderungen.