Am 4. Juni fand der erste Spatenstich für das Wohn- und Kulturprojekt im Güstrower Weg 2 statt. Nach jahrelanger Vorbereitung und Planung wird dort nun ein Wohnprojekt für 25 Menschen mit Behinderung realisiert, das der Trägerverein Gabriel e.V. und seine Sponsoren über fünf Jahre vorbereitet haben. Zudem wird es ein Kulturcafé geben.

Ermöglicht wurde das Vorhaben auf dem zentral gelegenen Grundstück Güstrower Weg 2/Hagenower Straße auch durch den Bebauungsplan Rahlstedt 128, der das Grundstück, auf dem ursprünglich einmal ein Parkhaus gebaut werden sollte, seit April 2012 als allgemeines Wohngebiet ausweist. Das ehemals städtische Grundstück wurde an einen Investor verkauft, der sich verpflichten musste, das Wohn- und Kulturprojekt zu realisieren. Der Verein Gabriel e.V., vor 15 Jahren aus einer Elterninitiative heraus entstanden, mietet zukünftig das Gebäude mit seinen 25 Apartments mit ein- bis eineinhalb Zimmern und jeweils eigener Küche sowie mit verschiedenen Gemeinschaftsräumen

Das neue Gebäude wird im Erdgeschoss außerdem ein Kulturcafé mit Veranstaltungsraum umfassen, in dem Ausstellungen und Veranstaltungen stattfinden können. Hier kooperiert der Verein Gabriel e.V. mit dem KulturWerk Rahlstedt e.V. sowie dem Rahlstedter Kulturverein e.V. und dem Bürgerverein Rahlstedt e.V., in Kürze werden die beteiligten Vereine konzeptionelle Überlegungen für die Nutzung des Kulturcafés anstellen.

Das inklusive Wohnprojekt für Menschen mit erhöhtem Pflegebedarf soll ab Frühjahr 2016 bezugsfertig sein. Dann werden die Bewohnerinnen und Bewohner erstmals in eigene Wohnungen umziehen und dank ambulanter Betreuung so selbständig wie möglich am sozialen Leben im Stadtteil teilnehmen können. Das Kulturcafé wird als neuer kultureller Treffpunkt ein Ort des gelebten Miteinanders werden. Das ist vorbildliche Inklusion und sicherlich ein gutes Referenzprojekt für ähnlich gelagerte Überlegungen in anderen Hamburger Stadtteilen.

Ole Thorben Buschhüter: „Ich begleite das Projekt von Beginn an und danke allen Beteiligten für ihre Ideen und ihre Begeisterung, für ihr Beharrungsvermögen und nicht zuletzt für ihre Geduld, die sie hier unter Beweis gestellt haben. Der Erfolg wird sich sehen lassen können, da bin ich mir zusammen mit den Beteiligten sehr sicher.“