Von außen kommt es unscheinbar daher, doch das neue Gebäude im Rahlstedter Gewerbegebiet Victoriapark hat es in sich: Im Mai hat hier ein modernes Hochleistungs-Rechenzentrum seinen Betrieb aufgenommen. Es wurde von der Green Datahub Holding GmbH mit Unterstützung von AKQUINET für rund 70 bis 80 Millionen Euro errichtet. Mehr als 700 Serverschränke finden dort auf 2.350 qm² Fläche ihren Platz und können durch Unternehmen angemietet werden. Dabei wird besonders Wert auf Nachhaltigkeit gelegt.
In dem neuen Rechenzentrum werden zukünftig viele personenbezogene Daten gespeichert, ohne dass die meisten davon etwas mitbekommen. Denn Unternehmen lagern heute ihre Daten aufgrund von erhöhten Sicherheitsanforderungen vielfach an externen Orten: Gesichert durch Zugangskontrollen, mit Videoüberwachung, feuergeschützt und mit einer gesicherten Stromversorgung. So jetzt auch bei uns in Rahlstedt. Betrieben wird der Serverpark von der Firma AKQUINET. Sie verfügt in diesem Bereich über große Erfahrung und betreibt bereits Rechenzentren in Alsterdorf, Norderstedt und Itzehoe.
Diese neuen Serverwelten verbrauchen allerdings im realen Betrieb viel Strom: Das neue Rechenzentrum in Rahlstedt beispielsweise unter voller Auslastung in einer Stunde so viel Energie wie ein Zwei-Personen-Haushalt in anderthalb Jahren. Deshalb wurde sehr viel Wert auf Nachhaltigkeit gelegt: Auf dem Dach des Gebäudes sorgt eine Photovoltaikanlage für Strom aus erneuerbaren Energien. Zudem werden nicht nur die eigenen Räume mit der Abwärme beheizt, sondern auch benachbarte Gebäude im Victoriapark. Weiter tragen Gründächer und neu gepflanzte Bäume dem Mikroklima Rechnung. Das neue Rechenzentrum gilt damit als eines der energieeffizientesten in Deutschland.
Aber nicht zur das Thema Nachhaltigkeit wird bei AKQUINET in Rahlstedt großgeschrieben, sondern auch die Inklusion: So betreibt AKQUINET seine Rechenzentren seit über zwanzig Jahren als Inklusionsbetriebe: Vier von zehn Mitarbeitenden leben mit einer Einschränkung oder körperlichen Behinderung. Auch diese Menschen werden hier respektiert, wertgeschätzt und unterstützt und erhalten so die Möglichkeit, in diesem und anderen IT-Projekten mitzuarbeiten.
„Im Rahlstedter Victoriapark konnten wir der Firma Akquinet einen sehr guten Standort für ihre Millioneninvestition bieten. Besonders freue ich mich über die nachhaltige Ausrichtung des Rechenzentrums mit Dachbegrünung und Photovoltaikanlagen, Nutzung der Abwärme durch Nachbarunternehmen und Einsatz von 100% Grünstrom. Das fügt sich hervorragend ein in die insgesamt nachhaltige Ausrichtung des gesamten Gewerbeparks. Willkommen in Rahlstedt!“, freut sich der Rahlstedter SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Ole Thorben Buschhüter.
Mehr Informationen bei AKQUINET:
https://akquinet.com/rechenzentrum-victoria-park-hamburg.html
Auch, wenn es hier nicht zum Thema passt, aber die Zustände an der Meiendorfer Straße bezüglich falsch abgestellter E-Roller ist mal wieder unerträglich. Auf Höhe der Spielhalle an der Bushaltestelle Saseler Straße auf der gegenüberliegenden Straßenseite stehen seit Tagen ca. 7 oder 8 Roller im Rudel und blockieren den kompletten Gehweg. Und im Verlauf der Straße stadteinwärts wie stadtauswärts findet man immer wieder welche, die mitten auf dem Weg stehen. Kontrolliert wird da jedenfalls nicht wie angekündigt. Es ist absolut nicht mehr schön, wie ignorant so viele E-Roller-Fahrer sich benehmen. Ich mag Tübingens OB Boris Palmer ja überhaupt nicht, aber in dieser Hinsicht hat er mir aus der Seele gesprochen.
Danke für Ihr Feedback. Der Verkehrsausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft wird sich in einer seiner nächsten Sitzungen mit dem Thema E-Scooter beschäftigen.
Falsch oder behindernd abgestellte E-Scooter können zum Beispiel hier gemeldet werden: https://scooter-melder.de. Ich habe das Tool noch nicht genutzt. Aber es wäre einmal ein Versuch wert herauszufinden, wie schnell eine Reaktion auf eine dort abgesetzte Meldung erfolgt. Das gilt ebenso für die E-Mail-Adresse hamburg.escooter@gmail.com, an die Beschwerden zu E-Scootern in Hamburg gerichtet werden können, bitte unter Angabe des Standortes, des betroffenen Anbieters sowie des Versicherungskennzeichen des Fahrzeugs.
Hallo Herr Buschhüter, vielen Dank für die Links.
Hallo Herr Buschhüter, ich kann von ähnlich Problemen rund um den U-Bahnhof Berne berichten.Ich hab schon mehrere male falsch abgstellte Scooter über das Portal gemeldet. Eine Meldung ist sehr zeitintensiv. Das E-Scooter umgesetzt wurde habe ich noch nicht mitbekommen. Es wäre toll wenn Hamburg weit a den U und S-Bahnhöfen Abstellzonen für die Scooter eingerichtet werden. Die Stadträder von der DB können auch nur a den Standorten ordnungsgemäß abgestellt werden. Ansonsten ist eine Strafgebühr fällig. Es wäre mal interessant zu wissen wie viele E-Scooter bereits Umgesetzt oder abgeschleppt werden mussten.
Die Stadt hat sich zum Ziel gesetzt, dass es zukünftig mehr Abstellflächen für E-Scooter geben soll, mit Abstellverbotszonen in einem gewissen Radius drumherum. Durch die Gebühr, die E-Scooter-Anbieter seit Jahresanfang an die Stadt entrichten müssen, soll das finanziert werden. Aus meiner Sicht lohnt es sich besonders, an Schnellbahnhaltestellen und in Ortszentren damit anzufangen.
Ich habe selbst noch keine Meldungen über falsch abgestellte E-Scooter gemacht. Wenn ich mal an einem vorbeikommen, der sehr im Weg steht oder umgefallen ist, dann stelle ich ihn auch schon mal selbst um oder wieder auf. Das ist dann weniger Arbeit, als eine umständliche Meldung abzusetzen – und wirkt sofort. Aber das kann man natürlich nicht von allen erwarten.
Der Verkehrsausschuss wird sich in seiner Sitzung in der nächsten Woche mit dem Thema beschäftigen. Beratungsgrundlage dafür ist folgende Drucksache, deren Lektüre ich empfehle: https://www.buergerschaft-hh.de/parldok/dokument/91176/
Hallo Herr Buschhüter!
Ich habe gerade einen – ich kann es nicht anders ausdrücken – asozial in der Tiefgaragenzufahrt abgestellten E-Scooter per https://scooter-melder.de gemeldet.
Das Melden selbst erfordert wenig Zeitaufwand und ist innerhalb von 1 Minute inkl. hochladen des Fotos erledigt.
Zu Ihrem Punkt, dass das Umstellen durch einen selbst schneller Abhilfe schafft, was man jedoch nicht von allen erwarten kann:
Das kann und sollte man generell nicht von wem auch immer erwarten.
In erster Linie ist das korrekte Abstellen des E-Scooters Aufgabe des mitunter asozialen Mieters.
In zweiter Linie ist das Beseitigen von asozial abgestellten E-Scootern Aufgabe des mitunter bequemen Vermieters.
Wenn die Allgemeinheit das nämlich oft bzw. stets für asoziale Mieter und bequeme Vermieter macht, tritt zum einen kaum eine Verhaltensänderung auf Seiten der Alleinverantwortlichen (Mieter/Vermieter) ein und zum anderen steht die Allgemeinheit in keinem Arbeitsverhältnis zu asozialen Mietern und bequemen Vermietern.
Schade, dass man hier kein Fotos hochladen kann, sonst hätte ich das entsprechende Foto hier gern präsentiert.
Mit besten Grüßen
S.K.
Sie haben recht, erwarten kann und darf man es von niemandem. Verantwortlich sind allein die E-Scooter-Nutzerinnen und -Nutzer und die Unternehmen, die die E-Scooter im öffentlichen Raum bereitstellen. Und dennoch bleibe ich dabei: Wenn ein E-Scooter umgefallen ist, dann ist denjenigen, denen er den Weg versperrt (man denke an Menschen im Rollstuhl oder mit Rollator), mehr und vor allem unmittelbar und sofort damit geholfen, wenn jemand, der es kann und dazu bereit ist, ihn einfach wieder aufstellt. Das gilt für verkehrsbehindernd abgestellte E-Scooter genauso. Niemand soll dazu verpflichtet sein, außer natürlich die Nutzerinnen und Nutzer und die Firmen, und wenn es auch mal jemand anderes macht, dann unter dem Motto: „Jeden Tag eine gute Tat.“ Wäre es nicht fabelhaft, wenn man falsch und rücksichtlos abgestellte Kfz genauso leicht aus dem Weg räumen könnte?
Im Übrigen: Vielen Dank für Ihre Meldung des verkehrsbehindernd abgestellten E-Scooters. Ob er tatsächlich umgestellt oder durch einen neuen Mietvorgang wegbewegt wird, wird uns wahrscheinlich unbekannt bleiben.
Bemerkenswert!