Mit mehr Bussen und Bahnen, mehr Linien und mehr Haltestellen (“Hamburg-Takt”) will Hamburg die Mobilitätswende erreichen. Bis 2030 soll der Anteil des öffentlichen Verkehrs mit Bussen und Bahnen von derzeit 22% auf 30% steigen. Außerdem werden seit dem letzten Jahr ausschließlich elektrisch angetriebene Busse neu angeschafft, damit ab 2030 nur noch lokal emissionsfreie Busse in Hamburg unterwegs sind. Für die größere und vollständig elektrische Busflotte werden zusätzliche Busbetriebshöfe benötigt. Einer davon soll bis Ende 2024 an der Meiendorfer Straße entstehen. Der bundesweit erste nur für emissionsfreie Busse.

“Mit dem Hamburg-Takt haben wir ein politisches Ziel formuliert: In einem klimagerechten und stadtverträglichen Mobilitätsmix sollen Busse und Bahnen zukünftig eine deutlich größere Rolle spielen. Mehr Busse erfordern auch mehr Betriebshöfe. Einer davon soll in Meiendorf entstehen und damit Ausgangspunkt werden für einen noch besseren Busverkehr im Nordosten Hamburgs. Ich freue mich, dass die HOCHBAHN für einen solchen Öko-Busbetriebshof einen geeigneten Standort gefunden hat, die Planungen dafür angelaufen sind und Ende 2024 Deutschlands erster reiner Elektrobus-Betriebshof in Meiendorf eröffnen wird. Dass die HOCHBAHN ihre Planungen transparent macht und mit den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort im Dialog steht, ist vorbildlich”, sagt der Rahlstedter SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Ole Thorben Buschhüter.

Wie die HOCHBAHN heute mitteilte, ist der Baubeginn für den neuen Öko-Busbetriebshof für Mitte 2022 geplant. Ende 2024 sollen dann rund 130 Solo- und Gelenkbusse von dort aus vornehmlich den Hamburger Nordosten bedienen.

Mit Blick auf die wachsende Busflotte erweitert die HOCHBAHN kontinuierlich die notwendige Infrastruktur. Emissionsfreie Busse fahren derzeit von den Betriebshöfen Alsterdorf und Hummelsbüttel. Die weiteren Busbetriebshöfe werden nacheinander auf emissionsfreien Antrieb umgerüstet. Bis 2030 soll die komplette Busflotte der HOCHBAHN mit mehr als 1.000 Fahrzeugen emissionsfrei fahren.

Der neue Busbetriebshof Meiendorf wird rund 28.000 Quadratmetern groß und künftiger Einsatzort für rund 450 Busfahrerinnen und Busfahrer sein. Zu dem Busbetriebshof gehören neben Verwaltungs- und Sozialbereichen auch Werkstätten und Waschanlagen, in denen die Busse vorbereitet, gewartet, repariert und gewaschen werden. Abgestellt und geladen werden die Busse unter Carports.

Nachhaltigkeit spielt bei der Planung des neuen Betriebshofs eine entscheidende Rolle. Alle Carportdächer werden begrünt und mit Photovoltaikanlagen bestückt (in der Visualisierung im Titelbild sind die Photovoltaikanlagen auf den Dächern jedoch noch nicht berücksichtigt).  Für die Waschanlage wird Regenwasser gesammelt und wieder aufbereitet. Eine Schallschutzwand zum Wohngebiet Meiendorfer Rund hält nicht nur Lärm, sondern auch das Licht der an- und abfahrenden Busse zurück. Auch die Schallschutzwände werden begrünt. Wie schon beim Neubau des Betriebshofes Alsterdorf soll die Schallschutzmauer frühzeitig gebaut werden, um bereits während der Bauphase Einschränkungen für die Anwohner zu minimieren.

Mit den Anwohnerinnen und Anwohnern tritt die HOCHBAHN in einen engen Austausch. In der vergangenen Woche wurden interessierte Anlieger in einer digitalen Veranstaltung über den aktuellen Planungsstand informiert. Dabei konnten auch zahlreiche Fragen beantwortet und Anregungen aufgenommen werden. Dieser Austausch wird während des Planungs- und Bauprozesses fortgesetzt.

Die Fläche, auf dem der neue E-Busbetriebshof entstehen soll, ist im aktuellen Bebauungsplan Rahlstedt 121 von 2007 als Gewerbefläche ausgewiesen. In einer Bauvoranfrage wurde die Genehmigungsfähigkeit eines E-Bus-Betriebshofes geprüft und auch bestätigt. Damit konnten die Planungen für den neuen Betriebshof starten. Die Zu- und Abfahrt für die Busse wird über die Stichstraße Meiendorfer Straße erfolgen.

Der Betriebshof wird künftig für eine bessere Erschließung des Hamburger Nordostens (vor allem Bergstedt, Volksdorf, Rahlstedt, Sasel sowie Farmsen-Berne) sorgen. Die Busse werden dann näher an ihren eigentlichen Einsatzpunkten stationiert, unnötige Leerfahrten damit vermieden. Kurze Einsatzwege sind gerade für Batteriebusse mit begrenzter Reichweite wichtig.

Weiterführende Informationen: 

Bauvorbescheid „Neubau eines Elektrobus-Betriebshofs“ des Bezirksamts Wandsbek vom 24. Januar 2020 (Transparenzportal): https://suche.transparenz.hamburg.de/dataset/neubau-eines-elektrobus-betriebshofs.

Schriftliche Kleine Anfrage “Neuer Elektrobus-Betriebshof in Meiendorf” und Antwort des Senats vom 26. Oktober 2020 (Drucksache 22/1876): https://www.buergerschaft-hh.de/parldok/dokument/73082/neuer_elektrobus_betriebshof_in_meiendorf.pdf

Quelle: Pressemitteilung der HOCHBAHN vom 1. März 2021

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