Voraussichtlich Ende November/Anfang Dezember beginnen im Jacobshagener Weg und im anschließenden südlichen Teil der Straße Krohnsheide in Oldenfelde die Straßenbauarbeiten zur Grundinstandsetzung der beiden Straßen. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich fünf Monate dauern. Bereits seit einigen Monaten werden vor Ort Leitungen im Untergrund erneuert. Die Baumaßnahme ist vor Ort umstritten, da durch den Umbau des Jacobshagener Weg zu einem verkehrsberuhigten Bereich Parkstände verloren gehen.

Im Jacobshagener Weg und im südlichen Abschnitt der Straße Krohnsheide sind ab der Einmündung Am Kroog bis zur Rummelsburger Straße Fahrbahnerneuerungen – nicht zuletzt auch durch Anliegerbeschwerden – notwendig. Die Fahrbahnen befinden sich in einem sehr schlechten Zustand. Die Asphaltflächen sind uneben, von Rissen durchzogen und die Oberfläche ist abschnittsweise aufgebrochen. Das Straßenwasser wird nicht ausreichend abgeleitet. Auch die Grabenverrohrungen im Bereich der Grundstückszufahrten weisen starke Beschädigungen auf. Ursprünglich war hier eine bloße Deckensanierung vorgesehen. Aufgrund des schlechten Unterbaus der beiden Straßen ist stattdessen nun eine aufwändige Grundinstandsetzung nötig.

Der Jacobshagener Weg verfügt bislang nur auf einer Straßenseite über einen Gehweg, die andere Straßenseite war ursprünglich unbebaut. Im Zuge der jetzt anstehenden Grundinstandsetzung hätte nun auch auf der mittlerweile bebauten anderen Straßenseite ein Gehweg angelegt werden müssen. Da dafür jedoch der Platz nicht reicht und der offene Graben erhalten bleiben soll, kommt im Ergebnis nur ein verkehrsberuhigter Bereich für den zukünftigen Straßenquerschnitt in Frage. Kraftfahrzeuge, Radfahrer und Fußgänger teilen sich hier zukünftig die gesamte Verkehrsfläche, es gilt Schrittgeschwindigkeit. In einem verkehrsberuhigten Bereich dürfen die Parkstände jedoch nicht nur auf einer Seite, sondern müssen alternierend auf beiden Straßenseiten angeordnet werden. Im Ergebnis kommt es so zu einem Verlust an Parkständen im Jacobshagener Weg. Immerhin: Die ursprüngliche Planung des Bezirksamts Wandsbek, die im Jacobshagener Weg statt der bislang offiziell 28 nur noch zwölf Parkstände vorsah, konnte auf Druck der Anliegerinnen und Anlieger und mit Unterstützung der Politik doch noch so überarbeitet werden, dass nun immerhin 19 Parkstände erhalten bleiben.

Die Straße Krohnsheide bleibt auch weiterhin Tempo-30-Zone mit beidseitigen Gehwegen.

Während der Bauzeit wird es zu Einschränkungen für den Verkehr kommen. Sobald der konkrete Baubeginn feststeht, wird das Bezirksamt Wandsbek die Anliegerinnen und Anlieger informieren. Die Anliegerinformation wird dann auch unter folgendem Link veröffentlicht: https://www.hamburg.de/wandsbek/strassenbaustellen/15457466/jacobshagener-weg-krohnsheide/.

Die Planung für die Grundinstandsetzung der beiden Straßen war in der Sitzung des Regionalausschusses Rahlstedt am 17. Februar 2021 der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Im Nachgang erfolgten Änderungen an der Planung, mit dem Ziel, ein Höchstmaß an Parkständen zu erhalten.

Die wichtigsten Aspekte der überarbeiteten Planung:

  • Der Jacobshagener Weg wird zu einer 6,50 m breiten Mischverkehrsfläche umgebaut und als verkehrsberuhigter Bereich ausgewiesen. Die Fahrgassenbreite variiert zwischen 4,00 m und 6,50 m und wird mit grauen Betonpflastersteinen befestigt. Statt bislang offiziell 28 Parkstände nur auf einer Straßenseite werden zukünftig 19 Parkstände (zunächst waren sogar nur zwölf geplant) alternierend angeordnet, dabei wurden die Abstände zu Eingängen und für den Begegnungsfall so eng wie möglich bemessen. Die Parkstände erhalten eine rot-bunte Färbung. Fünf Anlehnbügel schaffen Platz zum Abstellen von zehn Fahrrädern (ursprünglich waren elf Anlehnbügel für 22 Fahrräder geplant).
  • Die Straße Krohnsheide behält eine Fahrbahn, die mit 4,75 m bzw. 5,00 m jedoch etwas schmaler ausfallen wird. Die Gehwege werden leicht verbreitert (1,90 m bzw. 1,65 bis 2,15 m, statt heute nur 1,50 m) und neu befestigt. Zwei Einengungen der Fahrbahn unterstützen die Verkehrsberuhigung durch die Tempo-30-Zone. Es kann weiterhin am Fahrbahnrand geparkt werden. Statt bislang sieben wird es hier zukünftig fünf Parkstände am Fahrbahnrand geben. Es sind zwei Anlehnbügel für vier Fahrräder vorgesehen.
  • Die bestehenden Vorfahrtsregelungen (Rechts-vor-Links) bleiben erhalten.
  • Barrierefreiheit: Alle Überquerungsstellen werden mit taktilen Leitelementen ausgestattet. Bordsteinabsenkungen an den Querungen werden sowohl Kantenhöhen von 0 cm als auch 6 cm aufweisen. So werden die Belange von mobilitätseingeschränkten und sehbehinderten Menschen gleichermaßen berücksichtigt.
  • Straßenbegleitgrün: Der Großteil der vorhandenen Bäume und Hecken sowohl auf öffentlichem als auch auf privatem Grund wird erhalten. Die Planung richtet sich danach. Ein Baum auf der heutigen Grabenverrohrung an der Ecke Jacobshagener Weg/Am Kroog muss allerdings gefällt werden. Dessen Wurzeln ragen stark in den Entwässerungsgraben und beschädigen die Grabenverrohrung. Eine Ersatzpflanzung im nächsten Umfeld ist vorgesehen.
  • Die Straßenentwässerung erfolgt im Jacobshagener Weg weiterhin über den vorhandenen Graben, der hierfür grundhaft saniert und angepasst wird. Die Grabenverrohrungen im Bereich der Grundstückszufahrten und im Bereich der Einmündung Am Kroog werden komplett erneuert. In der Straße Krohnsheide werden die Trummen erneuert, das Regenwasser weiterhin in das vorhandene Regensiel geleitet.
  • Die beiden Straßenabschnitte sind zusammen 320 m lang. Die Baukosten werden auf rund 1.000.000 Euro (brutto) geschätzt. Es werden von den Anwohnern keine Straßenbaubeiträge (Erschließungsbeiträge) erhoben, da beide Straßenabschnitte bereits endgültig hergestellt sind.

Die ursprünglichen Planungsunterlagen (einschließlich Erläuterungsbericht zur Schlussverschickung), die am 17. Februar 2021 noch einmal Gegenstand der Beratungen im Regionalausschuss Rahlstedt waren, können hier eingesehen werden (Drucksache 21-1760): https://sitzungsdienst-wandsbek.hamburg.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=1012507