Wichtiges und gutes Signal an Hamburgs Familien: In den kommenden fünf Jahren sollen an mindestens 50 Schulstandorten Kitas erweitert oder neu etabliert werden. Damit sollen über 5.000 zusätzliche Kita-Plätze geschaffen werden. Im Stadtteil Rahlstedt sind die Grundschulen Bekassinenau und Wildschwanbrook mit dabei. An beiden Schulstandorten bestehen bereits Kindertagesstätten. An der Grundschule Bekassinenau sollen 45 Kita-Plätze hinzukommen, an der Grundschule Wildschwanbrook 80 Plätze.

Die Versorgung an Kita-Plätzen wurde bereits in den vergangenen Jahren deutlich ausgebaut. Die Kindertagesbetreuung hat in den letzten Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen: Kitas werden heute als erste institutionelle Bildungsetappe im Bildungssystem verstanden. Um den Kindern den Übergang in die Grundschule zu erleichtern, ist eine frühzeitige Abstimmung und Kooperation zwischen Tageseinrichtungen und Schulen erforderlich. Schon heute gibt es vielfältige Formen der Zusammenarbeit im Bereich des Ganztages-Betreuungsangebotes. Um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden, müssen allerdings auch weiterhin zusätzliche Kitas geschaffen werden.

Beide Aufgaben sollen künftig zusammengedacht werden: Bei der Entwicklung von Schulstandorten sollen zugleich auch Kita-Standorte errichtet werden. Dadurch ergeben sich vielfältige Synergien: Die pädagogischen Mitarbeiter können intensiver zusammenarbeiten, Übergänge und Kooperationen können noch besser gestaltet und Grundstücksflächenpotenziale besser genutzt werden. Mit dem Wachstum der Stadt wird so auch die Entwicklung der sozialen Infrastruktur vorangebracht.

Für den Bau von schulintegrierten Kita-Flächen stellt der Senat in den kommenden Jahren investive Mittel von jährlich 5 Millionen Euro zur Verfügung. Wie bereits für Schulen, wurde auch für Kitas ein modulares Modell entwickelt, das Kita-Haus für 80 Kinder. Das Kita-Haus kann aufgrund seiner modularen Struktur innerhalb kurzer Zeit auf Schulgrundstücken errichtet werden. Die Raumaufteilung lässt sich an die individuellen Anforderungen des jeweiligen Kita-Trägers anpassen und verfügt abweichend zu Schulgebäuden beispielsweise über eine Fußbodenheizung sowie bodentiefe Fenster. Alle Kita-Häuser sind aus Holz und erhalten ein Gründach. Der Kita-Träger wird in die Planung eng eingebunden und schließt vor Einzug einen Mietvertrag mit dem Sondervermögen Schulimmobilien. Alternativ wird auf passenden Grundstücken auch geprüft, ob Kitas in neue Schulgebäude integriert werden können.

Weitere Informationen: https://www.hamburg.de/pressearchiv-fhh/15151238/2021-06-08-sozialbehoerde-neue-kitas-an-schulstandorten/