Die Meiendorfer Straße ist seit heute, 18. September wieder für den Verkehr in beide Richtungen frei. Noch bis voraussichtlich Ende Oktober werden Pflaster- und Pflanzarbeiten in den Nebenflächen stattfinden. Unterdessen nehmen die Planungen für den letzten Bauabschnitt weiter Gestalt an. Bis zum Baubeginn dort erhalten die Meiendorferinnen und Meiendorfer aber erst einmal eine Verschnaufpause.

Die Bauarbeiten in der Meiendorfer Straße zwischen Schierhornstieg und Spitzbergenweg konnten sechs Wochen eher als ursprünglich geplant abgeschlossen werden. Die Umleitungsstrecke ist bereits aufgehoben, ab Samstag, 19. September fährt die MetroBus-Linie M24 wieder ihren alten Linienweg. Der Bauabschnitt verfügt wie die beiden vorangegangenen jetzt über anständig befestigte Gehwege und separate Radwege, außerdem wurden hier 17 neue Parkstände geschaffen wo vorher keine waren, sieben Bäume werden noch gepflanzt. Die Fahrbahn wurde komplett saniert und an der Einmündung des Spitzbergenwegs ein kleiner Kreisverkehr in Betrieb genommen.

Als letzter Bauabschnitt des umfangreichen Neubaus der Meiendorfer Straße steht nun noch der Abschnitt zwischen Berner Straße/Oldenfelder Stieg und Wildgansstraße aus. Die Planung hierfür musste aufgrund von Grundstücksfragen grundlegend überarbeitet werden. Wie der Rahlstedter SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Ole Thorben Buschhüter durch eine Kleine Anfrage an den Senat erfuhr, wurde in der überarbeiteten Planung der Trassenverlauf sowie die Breiten der Straßenelemente wie Gehweg, Radweg, Straßenbegleitgrün und Fahrbahn der Örtlichkeit und den jeweiligen Bedürfnissen der zahlreichen Anliegerinnen und Anlieger angepasst. Dadurch werde der erforderliche Grunderwerb erheblich reduziert, so der Senat in seiner Antwort.

„Hamburg investiert massiv in die Sanierung der städtischen Infrastruktur. Durch den bereits erfolgten und den noch ausstehenden Neubau der Meiendorfer Straße wird der Verkehrsraum besser strukturiert. Die marode Fahrbahn wird komplett neugebaut, die Nebenflächen für Fußgänger und Radfahrer sowie den ruhenden Verkehr verbreitert. Die Gehwege werden ordentlich befestigt und Radwege überhaupt erstmals gebaut. Dies alles kommt der Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs in dieser wichtigen Straße zugute. Zunächst einmal erhalten die Meiendorferinnen und Meiendorfer aber eine Verschnaufpause. Denn die Bauarbeiten im letzten Abschnitt werden frühestens im Frühjahr 2017 beginnen“, so der Rahlstedter SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Ole Thorben Buschhüter.

Die konkreten Planungsleistungen für den letzten Bauabschnitt werden in Kürze an ein Ingenieurbüro vergeben, Anfang 2016 soll dann die Planung an die beteiligten Dienststellen zur Stellungnahme verschickt werden. Die weiteren Schritte sind danach die sogenannte Schlussverschickung der fertigen Planung, das Erstellen der Vergabeunterlagen, die Ausführung der Verkehrsführungspläne, die Durchführung der vorbereitenden Arbeiten und danach die eigentlichen Straßenbauarbeiten, so die Senatsantwort auf die Kleine Anfrage. Noch vor der nächsten Verschickung der überarbeiteten Planung Anfang 2016 ist eine weitere Informationsveranstaltung für die Anliegerinnen und Anlieger vorgesehen.

Der vorhandene markante Baumbestand soll, soweit möglich, erhalten bleiben. Um dies zu ermöglichen muss teilweise beim Radweg oder beim Fußweg vom Regelquerschnitt abgewichen werden. In Ausnahmefällen wird aufgrund des Baumbestandes für kurze Strecken auch ein kombinierter Geh- und Radweg in Betracht gezogen.

Derzeit laufen bereits die Grunderwerbsverhandlungen. Erste Vereinbarungen konnten schon erzielt werden. „Die überarbeitete Planung nimmt auf die Interessen der Anliegerinnen und Anlieger größtmögliche Rücksicht. Ich setzte daher darauf, dass auch mit den übrigen Grundeigentümern noch Vereinbarungen getroffen werden können, so dass dem weiteren Neubau der Meiendorfer Straße dann nichts mehr im Wege steht“, sagt Buschhüter.

Mit den eigentlichen Straßenbauarbeiten soll ab Frühjahr 2018 begonnen werden. Zuvor werden (voraussichtlich ab Frühjahr 2017) als vorbereitende Arbeiten einerseits Leitungsarbeiten und andererseits Schutzmaßnahmen für die zu erhaltenden Straßenbäume erfolgen. Die Leitungsarbeiten werden sehr umfangreich ausfallen müssen: Denn alle Leitungen liegen heute in der zukünftigen Straßenfläche. Diese müssen im Vorwege zu den eigentlichen Straßenbauarbeiten in die neuen Nebenflächen gelegt werden. Die Schutzmaßnahmen an Bäumen, zum Beispiel Wurzelbehandlungen, müssen vor den eigentlichen Bauarbeiten durchgeführt werden, damit sie während der Arbeiten wirksam sind.

Die Meiendorfer Straße muss zwischen Berner Straße/Oldenfelder Stieg und Spitzbergenweg dringend saniert werden. In drei Bauabschnitten wurde die Meiendorfer Straße zwischen Wildgansstraße und Spitzbergenweg mittlerweile neu gebaut, der letzte folgt mit den vorbereitenden Arbeiten ab voraussichtlich Frühjahr 2017. Sowohl die Fahrbahn, als auch die bislang nicht befestigten Nebenflächen für Fußgänger und Radfahrer, sind auch in dem letzten Abschnitten in einem sehr schlechten Zustand. Im Zuge des Neubaus sollen die Fahrbahn saniert und die Geh- und Radwege erstmals befestigt, der ruhende Verkehr neu geordnet und, wo erforderlich, Abbiegespuren geschaffen oder verlängert werden. Die Fahrbahn selbst soll zweispurig bleiben. Für den Neubau der Meiendorfer Straße wurden im Hamburger Haushalt insgesamt knapp 10 Mio. Euro bereitgestellt.


Schriftliche Kleine Anfrage „Neubau der Meiendorfer Straße“ und Antwort des Senats (Drucksache 21/1505):
https://www.buergerschaft-hh.de/ParlDok/dokument/49708/neubau-der-meiendorfer-stra%c3%9fe.pdf