Seit über 50 Jahren sorgt das Hamburger NachtBus-Netz dafür, dass die Menschen in Hamburg auch unter der Woche zwischen 1 und 5 Uhr sicher mit dem ÖPNV nach Hause kommen. In dieser Zeit pausieren U- und S-Bahn, da Reinigungs- und Instandhaltungsarbeiten durchgeführt werden. Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen legen nun einen Antrag zur umfassenden Überprüfung des bestehenden NachtBus-Netzes vor. Ziel ist, mögliche Bedarfe und Verbesserungspotenziale zu identifizieren und zügig in ein angepasstes Netz zu überführen. Über die rot-grüne Initiative entscheidet die Hamburgische Bürgerschaft am 24. September.
Dazu Ole Thorben Buschhüter, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion Hamburg: „Gerade in einer Metropole wie Hamburg sind auch unter der Woche nachts viele Menschen unterwegs. Ob auf dem Weg zur Arbeit oder auf dem Heimweg: Für uns ist wichtig, dass alle zuverlässig ihr Ziel erreichen, wenn U- und S-Bahn zwischen 1 und 5 Uhr in der nötigen Betriebspause sind. Das NachtBus-Netz bietet dafür seit Jahrzehnten eine verlässliche Grundlage. Hamburg hat sich jedoch weiterentwickelt. Deshalb wollen wir gemeinsam mit dem Senat genau prüfen, wo zusätzliche Verbindungen, bessere Takte, verlässliche Anschlüsse und kürzere Umsteigezeiten umgesetzt werden können. So sorgen wir dafür, dass die Hamburger:innen auch nachts in der ganzen Stadt zuverlässig und sicher an ihr Ziel kommen.“
Dazu Rosa Domm, Sprecherin für Mobilität der Grünen Fraktion Hamburg: „Wer nachts unterwegs ist, weiß: Nichts ist ärgerlicher, als lange an einer Bushaltestelle warten zu müssen, weil man seinen Anschluss verpasst hat. Ob Industriearbeiterin, Krankenpfleger oder Bäckereimeisterin: Viele Menschen sind auch unter der Woche nachts auf verlässliche Busverbindungen angewiesen. Doch das bestehende Netz stößt längst an seine Grenzen. Immer mehr Linien und veränderte Takte haben dazu geführt, dass Busse nicht mehr zuverlässig erreicht werden. Eine Metropole wie Hamburg braucht aber ein starkes Nachtbusnetz. Es ist ein zentraler Baustein im ÖPNV, der für zahlreiche Menschen unverzichtbar ist. Mit einer grundlegenden Überprüfung und Neuordnung wollen wir das NachtBus-Netz fit für die heutige Zeit machen – für sichere Anschlüsse, stabile Verbindungen und ein gutes Ankommen in allen Stadtteilen, auch mitten in der Nacht.“
Antrag von SPD und Grünen „Auf dem Weg zum Hamburg-Takt: NachtBus-Netz konzeptionell weiterentwickelt“ vom 10. September 2025 (Drucksache 23/1412): https://www.buergerschaft-hh.de/parldok/dokument/95154/23_01412_auf_dem_weg_zum_hamburg_takt_nachtbus_netz_konzeptionell_weiterentwickeln
Hallo Herr Buschhüter! Wohne im Osten Meiendorfs (Nähe Bushaltestelle Hellmesbergerweg). Es geht mir um die Verfügbarkeit von Bussen nach Mitternacht.
Aktuell ist es unter der Woche ja so, dass nachts keine Bahnen fahren sondern Nachtbusse. Dennoch kommt man z.B. bequem vom Hbf nach Hause mit der letzen U-Bahn gegen 00:37 und dann ab U Berne mit Bus 617 (der ja teilweise wie der 275er, dann wie der 24er fährt) braucht man ungefähr genauso lange bis Hellmesbergerweg mit dem 275er tagsüber ab Berne. Später nachts dann auch aus der Innenstadt mit Nachtbussen aber aufgrund der Anschlüsse kommt man ähnlich schnell nach Hause.
In den Nächten zum WE nun, in denen die Bahnen durchfahren fahren ja keine Nachtbusse, aber teilweise die regulären Busse wie hier bei uns zwar nicht der 24er, aber der 275er.
Das führt dazu dass ich Tür-zu-Tür vom Hbf unter der Woche in ca. 33 Min. bis maximal 60 Minuten nach Hause komme – je nach Zeit und Verbindung mit teilweise U1 oder RB81 und/oder Nachtbussen. Am Wochende jedoch meist in 1 h , wobei da sehr viel mehr Zufußgehen (oder alternativ ggf. Fahrrad/E-Roller) dabei ist, da der 275er bereits zwei Bushaltestellen vorher stoppt (Wildschwanbrook).
Es wäre aus meiner Sicht sehr schön, wenn dieser 275er zumindest einmal pro h wenn er fährt nicht bereits im Wildschwanbrook endet, sondern erst am Hellmesbergerweg (oder Skaldenweg oder Künnekestraße). Oder alternativ dass auch/oder der 24er ab Meiendorfer Weg in der Nacht einmal stündlich fahren würde.
Hallo Herr Meyer-Willner,
vielen Dank für Ihren Beitrag. Ich finde den Wunsch sehr nachvollziehbar und gebe das mal zur Prüfung weiter. Wenn ich das richtig sehe, ist auf der Linie 275 nachts nur ein Busumlauf im Einsatz. Ideal wäre es natürlich, wenn die Bedienung von/bis z.B. Skaldenweg ohne Einsatz eines zusätzlichen Busses möglich wäre, weil sich ansonsten die Kosten für den Nachtbetrieb gleich verdoppeln würden. Die Wendezeit beträgt an der Haltestelle Wildschwanbrook aktuell nur drei Minuten, in Bf. Rahlstedt hingegen 22 Minuten. Gut möglich, dass hier noch etwas geht, zumal das der Baustellenfahrplan ist, mit den fahrzeitverlängernden Umleitungen, der ja aber bald ein Ende haben wird. Zu beachten ist zudem, dass sich die Anschlüsse in U Berne und am Bf. Rahlstedt dadurch nicht verschlechtern. Aber das kann man sich alles mal genauer ansehen. Zum Fahrplanwechsel jetzt im Dezember wird es wahrscheinlich aber nichts mehr. Sie hören wieder von mir, wenn ich mehr weiß.
Viele Grüße
Ole Thorben Buschhüter
Herzlichen Dank für Ihren Einsatz und generell für die immer sehr informativen und aktuellen Infos zum Stadtteil!!
Ich denke auch, dass es sinnvoller ist, den 26 zu stabilisieren, als einen X9 einzurichten, der eh von der nächsten RB81 überholt wird. Beim Deutschlandticket denke ich schon, dass ab einem bestimmten Preis Gewinne erzielt werden können. Vielleicht nicht bei 69 €. Wohl aber, wenn das Deutschlandticket über der Inflationsrate steigt. Aus meiner kaufmännischen Ausbildung weiß ich, dass in der Lebensmittel-Branche nie mehr als 99 Cent erhöht werden sollte, weil Erhöhungen über 1 Euro unangenehmer wirken als unter 1 Euro. Aus diesem Grunde werden auch die Fahrpreise im Schnitt nur um die 10-20 Cent pro Jahr erhöht. Beim Deutschlandticket ist es jedoch etwas anderes. Das Deutschlandticket wird mit 3 Milliarden Euro durch Bund und Länder bezuschusst. Aus diesem Grunde halte ich es für sinnvoll, wenn das Deutschlandticket pro Jahr um mindestens 5, jedoch höchstens 9 Euro steigt. 5 Euro sind mindestens erforderlich, um der Gewinn-Grenze näher zu kommen. 9 Euro sind jedoch der Betrag, der als unter 10 Euro noch akzeptiert wird. Erhöhungen im 2-stelligen Bereich werden psychologisch weniger akzeptiert als im 1-stelligen Bereich.
Für das Deutschlandticket ist jetzt vereinbart, dass es ab 1. Januar 2026 63 Euro kosten soll. Ab 2027 soll ein Preisindex, der Faktoren wie Energie- und Personalkosten berücksichtigt, die Preiserhöhungen automatisch vorgeben. Künftige Debatten über Preisanpassungen sollen damit entfallen. Bei Preisanpassungen ist immer auch die Preiselastizität zu beachten. Preiserhöhungen, erst recht sprunghafte, führen auch zu Kündigungen von Abonnements. Auf diese Weise können Preiserhöhungen schlimmstenfalls sogar zu einer Verringerung der Einnahmen führen.
Guten Tag Herr Buschhüter, wie schaut es hinsichtlich des U4-Baus nach Marienthal aus? Wie ist der aktuelle Stand? Gibt es bereits Überlegungen, die U4 in den kommenden Jahren jenseits von Marienthal nach Dringsheide, Schiffbeker Weg, Jenfeld, Berliner Platz und Rahlstedt zu verlängern?
Bislang gibt es keine Planungen, die U4 über die einstweilige Endhaltestelle Horner Geest zu verlängern. Sie wurde aber so angelegt, dass eine spätere Verlängerung optional möglich ist.
Dann drücken wir mal ganz feste die Daumen, dass da noch was kommt :=))
Guter Plan.
Besser als nichts ;=)
Hallo Martin M.
Das wird leider nie so weit kommen da in der Stadt leider nur Leute drin sind die von Planung so wie ÖNBV null ahrung haben. Sehe großes Beispiel u5. Wird um eine S1 Haltestelle Rübenkamp Rum gebaut. Das heißt für Steilshoop und Bramfeld unnötige umsteigen wenn man zum Flughafen und ja Buschhüter das ist so. Hamburg ist was das betrifft völlig verbötet. Hamburg muss wider Straßenbahn bauen. Das Netz könnte man innerhalb von 10 Jahren aufbauen. Hautzugtage brauchen die nicht mal mehr Oberleitung zu machen. Da ist die Technik sehr weit. Aber man versucht krankhaft an Busse und an eine Kosten Explosion U5 Fest zu halten wobei es alles viel günstiger geht. Auch S4 kommt nicht verrann. Bis auf den Lachhafen Abschnitt bei Hasselbrook und das etwas beton an der S1. Ganz erdhaft Buschhüter. Man sollte mich mal Planen lassen oder andere Normale Bürger die auch Interesse haben das es weiter geht.
Ihre Argumente werden nicht besser, wenn Sie sie mit Beleidigungen garnieren. Hamburg hat sich entschieden, den ÖPNV in unserer Stadt durch den Aus- und Neubau von U- und S-Bahn-Linien deutlich zu verbessern: S4 nach Bad Oldesloe, S5 nach Kaltenkirchen, S6 nach Science City Bahrenfeld und als dritte Linie nach Neugraben, U4 auf die Horner Geest und auf den Grasbrook, U5 von Bramfeld bis zum Osdorfer Born. Für die Wiedereinführung einer Straßenbahn gibt es in Hamburg keine Mehrheit.
Ich möchte ein Thema ansprechen, das viele Pendler in Rahlstedt-Ost betrifft. Die Verbindung zur U1 ist zwar vorhanden, aber langsam und führt über viele Umwege und Baustellen. Beide Buslinien, 162 und 11, fahren Richtung Wandsbek Markt – dabei könnte doch wenigstens eine dieser Linien problemlos nach Farmsen geführt werden.
Rundherum gibt es U1-Stationen wie Oldenfelde, Meiendorf und Trabrennbahn, aber keine direkte Anbindung dorthin. Eine schnelle Busverbindung zu einer dieser Stationen würde den Alltag vieler Pendler deutlich erleichtern – und das viel schneller, als auf die neue S-Bahn zu warten.
Das Argument, dass Farmsen ausreiche, stimmt in der Praxis nicht. Die Busse 26 und 168 sind nicht auf die 162 abgestimmt – sobald die 162 in Rahlstedt ankommt, ist der Anschlussbus schon weg, was die Fahrt um 10 Minuten verlängert. Von der Liliencronstrasse oder Amtsstrasse bis zur U3 Wandsbek-Gartenstadt muss man zum Beispiel zwei Busse und zwei U-Bahnen nehmen.
Rahlstedt-Ost braucht endlich eine zuverlässige, direkte Verbindung zur U1, nicht nur über Wandsbek Markt. Das würde den Weg zur Arbeit erheblich verkürzen und Autofahrten reduzieren.
Rahlstedt-Ost verfügt mit den Linien 11, 29, X35, 162, 562 und 618 über ein sehr dichtes Busangebot. War es früher vor allem auf U Wandsbek Markt und Bf. Rahlstedt ausgerichtet, ist vor einigen Jahren mit der Linie 29 auch eine Querverbindung hinzugekommen. Ihren Vorschlag gucken wir uns gerne noch mal an. Allerdings bitte ich folgendes zu bedenken: Die Fahrgäste wollen mehrheitlich Richtung Innenstadt. In dieser Relation bietet die Verbindung über Farmsen keine Reisezeitvorteile. Die Verbindung von „Kinderkrankenhaus Wilhelmstift“ zum Hauptbahnhof dauert heute morgens mit den Linien 11 und U1 über U Wandsbek Markt 41 Minuten, genauso lange wie die umsteigefreie Fahrt mit der Linie X35. Angenommen, man würde die Linie 162 bis U Farmsen verlängern, auf dem Linienweg der 26, käme man auf eine Fahrzeit von 46 Minuten. Ob das Fahrgastaufkommen von Rahlstedt-Ost Richtung Volksdorf/Ohlstedt/Großhansdorf eine umsteigefreie Busverbindung von Rahlstedt-Ost nach U Farmsen rechtfertigt, müsste man genauer untersuchen.
Rot-Grün bricht gerade ein Wahlversprechen. Vpr kurzem wurde hier noch versprochen, dass das verbilligte Seniorenticket in Arbeit ist und ganz bestimmt kommt. Jetzt wird das Deutschlandticket von 58 € auf 63 € erhöht und eine ganze Generation von Rentnern mit einer kleinen Rente wird von der Mobilität ausgeschlossen. Und das Ticket wird in Zukunft ein Indexticket mit entsprechender Erhöhung.
Die SPD hat in ihrem Regierungsprogramm zur Bürgerschaftswahl 2025 versprochen, zur Entlastung von Seniorinnen und Senioren ein Seniorenticket einzuführen. Das ist unsere feste Absicht, genauso, wie wir fünf Jahre zuvor das kostenlose Schülerticket versprochen und anschließend eingeführt haben.
In dem im Frühjahr geschlossenen Koalitionsvertrag über die Zusammenarbeit in den nächsten fünf Jahren haben SPD und Grüne im Abschnitt zum Deutschlandticket vereinbart: „Wir wollen auch für Senior*innen eine vergünstigte Möglichkeit schaffen, den ÖPNV zu nutzen. Dafür schaffen wir geeignete Ticketlösungen.“
Wie es ausgestaltet wird und was es am Ende kosten wird, die Senioren und den Hamburger Haushalt, das ist gerade Gegenstand von Verhandlungen, vor allem mit Finanzsenator Andreas Dressel. Ich gehe davon aus, dass wir dazu bald etwas präsentieren können. Der Druck, zu einer Lösung zu kommen, ist mit der angekündigten Preiserhöhung beim Deutschlandticket zum 1.1.2026 nochmals gestiegen.
Hallo Zusammen 🙂
Hallo Herr Buschhüter,
ich wohne in Rahlstedt Großlohe wo der 26er Fährt. Leider habe ich wider sehr viel festgestellt das der 26er in der Hautverkehrszeit sehr mit Verspätungen und Ausfällen leiden müssen. Die Busse haben durch denn Stau rund um Fahmsen und den U5 Bau teilweise Verspätungen von bis zu 60 bis 70 min in den schlimmsten fällen und in normal Fall zwischen 10-40 min oder mehr. Das finden viele mittlerweile sehr genervt. Die Busse werden dann Extrem voll. Es werden teilweise die Busfahrer angemacht die echt nix dafür können. Echt Traurig 🙁 Kann man da von Seiten der Politik irgendwas machen? Mein vorschlag ist vielleicht die 26er die von Farmsen bis Rahlstedt bis Großlohe verlängern und so ist dieser abschnitt abgedeckt.
Danke für die Infos
MFG
M.Gentzsch
Hallo Herr Gentzsch,
vielen Dank für Ihre Hinweise zur MetroBus-Linie 26 nach Großlohe. Ich werde hierzu das Gespräch mit der HOCHBAHN suchen.
Viele Grüße
Ole Thorben Buschhüter
Für den Linientausch 9 -> 26 zwischen Bf. Rahlstedt und Großlohe hat Herr Buschhüter sich schon vor einigen Jahren erfolgreich eingesetzt! Dafür gebührt Herrn Buschhüter ein großer Dank! Wenn der 26 allerdings jetzt so störanfällig ist, sollte vielleicht jetzt doch nochmal über einen neuen Weg von Großlohe zum Bestandsnetz nachgedacht werden. Wie wäre es mit einem X9, der von Großlohe bis Bf. Rahlstedt fährt und dann über Scharbeutzer Straße und Stein-Hardenberg-Straße mit nur wenigen Halten nach Wandsbek-Markt fährt? Diese Verbindung dürfte wahrscheinlich keine gute Alternative zur „Dampf-S4“ sein, weil diese Verbindung auf dem Weg zum Hauptbahnhof auf jeden Fall von der nächsten RB81 überholt wird. Dennoch könnte diese Verbindung bei einer Führung über die Ahrensburger Straße möglicherweise weniger störanfällig sein als bei Führung über den Rahlstedter Weg.
Zum Deutschlandticket: Die Erhöhung auf nunmehr 63 € ist immer noch moderat und ich würde das Deutschlandticket auch noch nutzen, wenn es 69 € kosten würde. Zum Vergleich: meine frühere Abo-Karte Hamburg AB hat zuletzt 89 € gekostet und es galt nur für die Ringe AB. In Österreich kostet ein vergleichbares Angebot ebenfalls 89 € und da ist es nun wirklich nicht zu viel verlangt, wenn das Deutschlandticket ab 2026 63 € und ab 2027 möglicherweise 69 € kostet. Im Gegenteil: vielleicht könnte das Deutschlandticket ab 69 € sogar schon gewinnbringend sein, wenn es dann noch genügend Abnehmer findet?
Eine Linie X9 ist interessant, die finanziellen Möglichkeiten zum Angebotsausbau aktuell aber sehr eingeschränkt. Für umso wichtiger halte ich es, den Betrieb der M26 stabilisieren. Hierzu werde ich das Gespräch mit der HOCHBAHN suchen.
Deutschlandticket: Das sehe ich genauso. Für die allermeisten Abo-Kunden stellt das Deutschlandticket auch zum Preis von zukünftig 63 Euro immer noch eine deutliche Ersparnis im Vergleich zu früheren Ticketangeboten dar, von dem Zusatznutzen der bundesweiten Gültigkeit ganz abgesehen. Es gibt aber auch folgenden Fall: Das alte hvv-Seniorenticket für den Bereich Hamburg AB z.B. kostete im Abo zuletzt 54 Euro. Mit der Preiserhöhung beim Deutschlandticket nimmt die Notwendigkeit zu, für Seniorinnen und Senioren Lösungen zu finden, damit sie nicht die einzigen sind, die mit dem Deutschlandticket draufzahlen.
Das Deutschlandticket ist ein großer Gewinn. Davon, dass seine Verkaufserlöse die Kosten des ÖPNV in Deutschland komplett deckt und sogar ein kleiner Gewinn übrig bleibt, sind wir allerdings noch sehr, sehr weit entfernt. Ob das überhaupt erstrebenswert ist, wäre noch eine weitere Frage.
Was ist eigentlich der Stand in Sachen „Hamburg-Takt“?
Die Frage passiert auch vor dem Hintergrund, dass im Kleingedruckten der PM zur neuen Allianz Hochbahn–BVG–MVV nur noch die Rede von 2.000(!) autonomen Shuttles bis 2035(!) für die drei(!) Betreibergesellschaften ist.
Das Angebot von On-Demand-Shuttles war einst ein zentrales Element des Hamburg-Taktes bis 2030 („Dies betrifft circa15 Prozent der Hamburger, davon können bis zu 2/3 der Fahrten als On-Demand-Zubringerverkehre in den bestehenden ÖPNV eingebunden werden. Circa 1/3 werden On-Demand-Direktverbindungen sein.“)
Unser Ziel ist es weiterhin, den Modal split-Anteil der Verkehrsmittel des Umweltverbunds (ÖPNV, Radfahrer, Zufußgehen) auf 80 Prozent zu erhöhen. Dafür bauen wir auch das Angebot mit Bahnen und Bussen in unserer Stadt deutlich aus. Die Pandemie in den Jahren 2020-2022 hat dem öffentlichen Verkehr stark zugesetzt, die Fahrgastzahlen brachen ein. Nach der Pandemie war es daher erst einmal die vordringliche Aufgabe, die Fahrgastzahlen wieder auf das Vor-Pandemie-Niveau zu bringen. Diese Corona-Delle führt zu einer Verschiebung auf der Zeitachse.
Bestandteil unseres Konzepts „Hamburg-Takt“ sind ganz maßgeblich auch autonom fahrende Fahrzeuge, sei es als On-Demand-Shuttles oder im Linienbetrieb. Die Entwicklung dorthin ist vielversprechend, aber noch nicht abgeschlossen. Wann solche Angebote im Regelbetrieb ankommen, hängt ganz maßgeblich von der technischen Entwicklung und der Marktreife ab. Als Stadt tragen wir unseren Teil jedenfalls dazu bei, indem wir uns als Reallabor für die Erprobung neuartiger Mobilitätsangebote anbieten und der Industrie signalisieren: Liefert, dann sind wir dabei!
Guten Tag Herr Buschhüter,
ich habe eine Frage betreffend des 16er zum Fahrplanwechsel im Dezember. Ich habe gehört, dass der 16er verkürzt werden soll. Ich benutze ihn fast täglich. Gegenüber den Vorjahren hält man sich noch sehr bedeckt mit eventuellen Änderungen.
Über eine kurze Info würde ich mich sehr freuen.
Mit freundlichen Grüßen
Thomas Bäsler
Es gibt noch keine offiziellen Infos zum Fahrplanwechsel. Ich werde berichten, sobald der neue Fahrplan spruchreif ist. Sollte es zu einer Verkürzung der Linie 16 Richtung Bf. Rahlstedt kommen, wird den entfallenden Linienweg auf jeden Fall eine andere Linie übernehmen.
Vielen Dank Herr Buschhüter.
Mit freundlichen Grüßen
Thomas Bäsler
Eine Verkürzung und damit verbunden ein Umstieg wäre eine Verschlechterung der jetzigen Situation! Umstieg bedeutet immer Zeitverlust!!! Von Oldenfelde in die HafenCity (ohne RB) ist der Zeitverlust ca. 5 min, aber nur 1x umsteigen, alternativ die Linien 16, 168, U1, U3, U4 bzw. Bus 2 oder 4. mitgezählt? (Bei der HVV app werden die Umsteigezeiten wohl nach Metern ausgerechnet und entsprechen nicht immer der Realität, z.B. Warten an der Ampel…)Bisher ist der 16er noch eine Alternative zur (unzuverlässigen) RB – mit dem Start der S 4 gibt es eine andere Situation.
Sie haben völlig recht. Zum Bild gehört aber auch, dass es viele Klagen über die Unzuverlässigkeit und Unpünktlichkeit der Linie 16 gibt. Voraussichtlich nächste Woche werden die Änderungen zum Fahrplanwechsel im Dezember 2025 bekannt gemacht. Dann wissen wir mehr.
Guten Tag Herr Buschhüter,
gibt es schon Informationen zum Fahrplanwechsel im Dezember? Ich habe gehört, dass der 16er verkürzt werden soll? Ich steige öfter an der Haltestelle Sandkuhle in Richtung Rentenversicherung ein.
Vielen Dank.
Es gibt noch keine offiziellen Infos zum Fahrplanwechsel. Ich werde berichten, sobald der neue Fahrplan spruchreif ist. Sollte es zu einer Verkürzung der Linie 16 Richtung Bf. Rahlstedt kommen, wird den entfallenden Linienweg auf jeden Fall eine andere Linie übernehmen.
Guten Tag Herr Buschhüter,
in Ihrem Beitrag vor einigen Monaten gab es eine Diskussion bezüglich Parkplätze. Da haben Sie geschrieben, dass das Auto nicht verdrängt werden soll. Gerade in den Außenbezirken, wo viele auch nach Außerhalb pendeln und auch aus diversen Gründen einfach nicht mit Fahrrad etc. fahren können.
Ich zitiere:“Klar ist aber auch, dass in einer wirtschaftsstarken Millionenmetropole viele Menschen auf ein Auto angewiesen sind und die Wirtschaftsverkehre einen wichtigen Anteil der täglichen Mobilität ausmachen. Die Bedürfnisse sind je nach Stadtteil, Alter, Lebenssituation und Arbeit so vielfältig wie die Stadt selbst. Wir als SPD sehen die einzelnen Verkehrsmittel nicht in Konkurrenz zueinander, sondern vereinen diese zu einem sinnvollen Gesamtkonzept, von dem alle profitieren. (…) Wir Sozialdemokrat*innen wissen, dass wir für eine moderne Mobilität insbesondere in den Außenbezirken zu differenzierten Lösungen kommen müssen. Viele Menschen sind hier auf ein Auto angewiesen und werden es absehbar auch bleiben.“
Jetzt schreiben Sie, dass Sie den modal Split Anteil des ÖPV auf 80% ausweiten wollen…
Das klingt für mich sehr widersprüchlich.
Sieht für mich doch so aus, als wenn die Autos aus der Stadt verdrängt werden sollen.
Bei den 20 % können im Endeffekt nachher dann großteils nur noch Zusteller und Bauunternehmen in der Stadt unterwegs sein, die das Fahrzeug benutzen und privilegierte Leute.
Termine außerhalb darf dann auch keiner mehr haben, weil das Netz nur in Hamburg ausgebaut ist.
Was machen dann auch die Menschen, die sich nicht mal die 69€ leisten können?
Wie soll denn das funktionieren, wenn jeder, der was transportieren muss, kleine Kinder, Einkauf etc. und dann mit Öffis weiter muss?
Soll sich jeder ein teures Lastenrad anschaffen und wo sollen die parken und in Bus und Bahn mitreisen?
Ich frage Sie nochmal, was mache ich, wenn ich weiter weg pendeln muss?
Wie soll das denn aussehen, am besten 48 Stunden arbeiten laut unserer Regierung, Kinder zur Kita bringen, langen Fahrtweg mit Öffis? Oder nicht mit dem Rad fahren kann und großen Einkauf tragen muss, aber körperlich nicht dazu in der Lage bin, sonst wie weit zu tragen und zu laufen?
Ich bin sehr dafür, dass wir ein funktionierendes Verkehrsnetz haben. Es kann auch nicht sein, dass man von Meiendorf bis Tonndorf 45 min mit dem Bus inkl. Fußweg braucht. Die Erfahrung habe ich auch schon gemacht.
Ehrlich gesagt kann ich mir bei dem ganzen Stau in der Stadt nicht vorstellen, dass der Großteil der Menschen aus Spaß am Fahren im Auto sitzt.
Die Busse stehen mit im Stau, was dann wieder zu Verzögerungen führt.
Vielleicht sollte man als erstes versuchen die Bauplanung der Straßen zu optimieren, damit ALLE schneller ans Ziel kommen.
Wenn man z.B. eine Hauptverkehrsader wie die Berner Straße jahrelang schließt und mit der Schließung viele Nebenstraßen als Ausweichmöglichkeit gleichzeitig mit bebaut werden, dann ist es kein Wunder, wenn die B75 ständig überlastet ist und andere Ausweichwege. Auch hier muss der Bus lang.
Das ist dazu nicht klimafreundlich.
Ebenso wurde die Rahlstedter Straße mehrere Jahre nacheinander aufgerissen, monatelang gesperrt und wieder zu gemacht. Und das mehrere Jahre nacheinander.
Warum plant man das so?
Hier besteht kein Widerspruch. Wir erkennen das Auto als wichtiges Verkehrsmittel an, aus den Gründen, die Sie zu recht nennen. Und doch wissen wir, dass der Verkehr in unserer Stadt nicht besser wird mit mehr Autoverkehr, sondern nur mit weniger. Und zwar ganz konkret auch für diejenigen, die weiterhin auf die Fahrt mit dem Auto angewiesen sind, aus welchen Gründen auch immer. Deswegen setzen wir darauf, den Modal split Anteil des Umweltverbunds (Bus und Bahn, Radfahren, Zu-Fuß-Gehen) an den zurückgelegten Wegen auf 80 Prozent zu erhöhen. Das wollen wir durch gute Alternativen erreichen: Durch neue U- und S-Bahn-Linien und auch ansonsten durch eine weitere Attraktivierung des ÖPNV, durch bessere Bedingungen für Radfahrer und Fußgänger. Die Entwicklung geht übrigens genau in diese Richtung: Der Anteil des Umweltverbunds steigt seit Jahren stetig an. Bei zurückgelegten Wegen zählt übrigens nicht die Entfernung. Das heißt, dass bei dieser Betrachtung eine Autofahrt quer durch die Stadt genauso als ein zurückgelegter Weg zählt, wie der kurze Spaziergang zum Bäcker um die Ecke. Ein Wege-Anteil von 20 Prozent Autoverkehr bedeutet also einen deutlich höheren Autoverkehrs-Anteil gemessen an der Verkehrsleistung, realistisch unterstellt, dass mit einem Auto längere Wege zurückgelegt werden also zu Fuß.
So sehe ich das auch. 604 geht in einen 24/7 verkehrenden 5/24 auf. 608 bleibt jedoch und geht nicht in einen nachts nach Reeperbahn erweiterten 9 auf.
Nicht Rahlstedt-bezogen, aber: unter der Woche ein Nachtbus Altona-Neuwiedenthal/Neugraben, um nicht den Umweg über Harburg zu fahren. Im Grunde die 250er Linie nachts weiterfahren lassen.
Wäre tagsüber als Expressbus auch interessant…
Interessanter Vorschlag.
warum schafft es New York die U-Bahnen sieben Tage die Woche 24 Stunden da am Tag fahren kann?
Da die Putzarbeiten sich ja mittlerweile in den Tag sich verschoben hat, währe das Dauerhaft nicht einfacher ein Nachtbus Netz Daurhaft zu stricken?
Es sind ja nicht nur die Reinigungsarbeiten (man denke dabei auch an die Hintergleiswände!), sondern vor allem auch notwendige Instandsetzungsarbeiten. Die sind auch in New York notwendig. Bei einem 24/7-Betrieb geht es dann aber nicht ohne Streckensperrungen und entsprechenden Schienenersatzverkehr. Ich finde es so besser: 24-Stunden-Betrieb bei U- und S-Bahnen am Wochenende, mit darauf aufbauenden Buslinien, die auch nachts fahren, sowie unter der Woche ein verlässliches NachtBus-Netz. Das wollen wir noch besser machen.
Die New Yorker haben sich da auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Die Fahrzeuge und Anlagen sollen durch den 24/7-Betrieb derartig belastet sein, so dass diese auch sehr stark verschlissen sind. Da sind unsere Fahrzeuge und Anlagen in einem wesentlich besseren Zustand. Eine nächtliche Betriebspause tut da wohl ihr gutes. Von daher sind die New Yorker gut beraten, auch dort einige Betriebspausen einzulegen.
Für die von der Hamburger Innenstadt ausgehenden Metro- und X-Buslinien könnte ich mir vorstellen, dass diese künftig einen 24/7-Betrieb bekommen und auch als solche gekennzeichnet werden, z.B. so: Premiumbus – 24/7-Betrieb!
Vielen Dank für Ihre Einordnung, was den 24/7-Betrieb in New York angeht. Das sehe ich genauso.
Ich denke, dass es zukünftig auch unter der Woche mehr Tages-Buslinien geben wird, die auch nachts fahren. NachtBus-Liniennummern werden allerdings dort noch gebraucht, wo abweichende Linienwege gefahren werden, zum Beispiel im Falle der 608 zwischen Reeperbahn und Wandsbek Markt.
Guten Abend,
Das hat zwar nicht direkt mit dem Nachtbus zu tun, aber zu diesem Thema frage ich mich wirklich, warum wir keine Busse mit weniger Haltestellen haben, die zur U-Bahn in der Nähe von Rahlstedt fahren, wie die U1 Oldenfelde, Trabrennbahn und so weiter – ich fahre fünfmal pro Woche von zu Hause zur U-Bahn Trabrennbahn mit dem Auto, weil es keine andere Möglichkeit gibt, dorthin zu gelangen.
Trabrennbahn ist eine wichtige Station, die keine Busverbindungen hat – sie ist nur eine Haltestelle von der U3 entfernt, und Oldenfelde könnte auch viel häufiger genutzt werden. Die S-Bahn braucht ihre Zeit, aber könnten wir in der Zwischenzeit vielleicht mehr Expressbusse zu den U1-Stationen bekommen, ohne umsteigen oder an so vielen Haltestellen warten zu müssen, bevor wir zur U-Bahn gelangen?
Es ist immer auch eine Frage der verfügbaren Ressourcen, vor allem von Geld und Personal. Mehr kann man sich immer vorstellen, aber es muss auch wirtschaftlich und bezahlbar sein. Vom Bf. Rahlstedt aus bestehen Busverbindungen zu den U1-Stationen Wandsbek Markt (Linien 9 und 162), Straßburger Straße (Linie 16), Farmsen (Linien 26 und 168/368), Berne (Linien 275 und X27) und Meiendorfer Weg (Linie 24). Vor allem die Verbindung mit der Linie 26 nach U Farmsen ist dabei interessant, die Fahrt dauert nur 10-13 Minuten. In den Hauptverkehrszeiten gibt es zudem einen 5-Minuten-Takt. Die U1-Station Oldenfelde verfügt über eine Busanbindung mit den Linien 168/368 auf der Berner Seite (Bushaltestelle Berner Heerweg, 200 bis 300 m Fußweg), auf der Oldenfelder Seite hingegen ist eine Busanbindung aufgrund der engen Straßen im Wohngebiet nicht sinnvoll möglich.
Moin in die Runde!
Auf der Oldenfelder/Rahlstedter Seite ist die U-Bahnhaltestelle Oldenfelde zwar nicht optimal aber immerhin auch an den Busverkehr angebunden.
Die Linie 167 mit der Haltestelle Greifenberger Straße ist „nur ca. 500 Meter“ entfernt.
Beste Grüße
S.K.
Völlig richtig, die Linie 167 gibt es dort auch noch.