Die Hamburger Hochbahn hat den Bürgerbeteiligungsprozess zur geplanten neuen U-Bahn-Haltestelle Oldenfelde mit fortgesetzt. Am 9. Juli hatte sie zum zweiten Bürgerdialog in die Grundschule Bekassinenau eingeladen, rund 80 Anwohnerinnen und Anwohner folgten der Einladung. Während bei der ersten Veranstaltung im März noch das gegenseitige Verständnis zum Haltestellenbau im Mittelpunkt stand, ging es diesmal um die fortschreitenden  Planungen und die intensive Bearbeitung der im März genannten Themenfelder Verkehr, Bau der Haltestelle, Umfeld der Haltestelle und Lärm.

Die HOCHBAHN informierte eingangs über den Stand der fortschreitenden Planungen. Anregungen aus dem ersten Bürgerdialog wurden direkt umgesetzt, indem bereits frühzeitig ein Landschaftsarchitekt für die Außenanlagen und ein Fachgutachter zum Thema Lärm beauftragt wurden. Bearbeitet wurden darüber hinaus verkehrliche Themen zur Busverbindung, aber auch die Anbindung für den Fahrradverkehr. Mit der SAGA GWG wurden Gespräche über einen möglichen zweiten Zugang zur Haltestelle am anderen Bahnsteigende geführt. Hierzu gab es in der ersten Veranstaltung unterschiedliche Meinungen. Im Ergebnis wird kein zweiter Zugang realisiert, da erst vor kurzem das dazu benötigte Umfeld von der SAGA/GWG für mehrere Millionen Euro neu gestaltet wurde. Diese Entscheidung wurde auf der Veranstaltung positiv bewertet.

Aufgrund von Wünschen der Anwohner wurden zudem die Entwürfe zum Bau der Haltestelle angepasst. So wird es nun einen direkten Durchgang zwischen Busbrookhöhe und Am Knill geben, der auch nachts geöffnet ist. Die neue Planung hat zudem den positiven Effekt, dass das Bahnsteigende schmaler gestaltet werden kann und so der Eingriff in den Bahndamm geringer ausfällt. Ebenfalls auf Wunsch der Anwohner wird kein Kiosk eingeplant.

Danach ging es in eine Workshopphase. Jeder Interessierte hatte die Möglichkeit jeden der Workshops zu den vier Schwerpunktthemen zu besuchen, da zwischen diesen rotiert wurde. Die HOCHBAHN hatte vier Tische zu den Themen Bau, Verkehrsanbindung, Lärm und Umgebung der Haltestelle eingerichtet. An den Tischen waren die zuständigen Experten der HOCHBAHN, der Baudezernent des Bezirksamts Wandsbek, der Lärmgutachter und der Landschaftsarchitekt dabei. So konnte gleich direkt auf Ideen und Vorschläge der Anwohner eingegangen werden. Durch dieses kooperative Umfeld und die lebhafte Diskussion entstanden viele neue Ideen. Durch den intensiven Dialog profitieren die Planer der HOCHBAHN vom Know-how der Anwohnerinnen und Anwohner.

Insgesamt war es erneut eine sehr gelungene Veranstaltung der HOCHBAHN, geprägt durch eine durchweg sachliche und sehr konstruktive Stimmung. Noch vor der eigentlichen öffentlichen Auslegung von Plänen bei solchen Projekten wird es Anfang kommenden Jahres eine dritte Veranstaltung geben. Die HOCHBAHN ist weiterhin auch über die E-Mail-Adresse buergerdialog-oldenfelde@hochbahn.de erreichbar. Informationen gibt es zudem über den Blog der HOCHBAHN (dialog.hochbahn.de).

Die Planungen der HOCHBAHN sehen vor, dass die Bauarbeiten 2018 beginnen und im Jahr darauf die neue U-Bahn-Haltestelle Oldenfelde eröffnet wird.