Die Bauarbeiten für das neue Nahversorgungszentrum Spitzbergenweg in Meiendorf gehen weiter zielstrebig voran. Laut der Bauherrin, der Ferox Immobiliengruppe, will Edeka den neuen Supermarkt vor Ostern 2022 wiedereröffnen. Zwar sei es bei der Lieferung der Fenster für den ersten, weit fortgeschrittenen Bauabschnitt zu Verzögerungen gekommen, allerdings wurden Vorkehrungen getroffen, den Innenausbau dennoch fortsetzen zu können. Die Bauarbeiten lägen weiter im Zeitplan.

Am Spitzbergenweg entstehen seit Oktober 2019 ein neues Nahversorgungszentrum mit Laden- und Büro-/Praxen-Flächen sowie 130 neue Wohnungen in den Obergeschossen, davon 39 öffentlich gefördert. Mit der Vermietung der ersten Gewerbeeinheiten wurde begonnen, sie sollen ab November 2021 verfügbar sein. Erste Wohnungen folgen im Anschluss. Etwa im dritten Quartal 2022 soll das Gesamtbauvorhaben abgeschlossen sein.

“Die fortschreitende bauliche Entwicklung am Einkaufszentrum freut uns hier vor Ort alle sehr. Ältere und jüngere Einwohner freuen sich wahrscheinlich gleichermaßen auf den Tag, an dem sie wieder in vertrauter Umgebung einkaufen können. Zudem wird der Stadtteil durch das neue Wohnquartier und die einziehenden Bewohner mit neuem Leben gefüllt und darüber freue ich mich sehr”, sagt die Meiendorfer SPD-Bezirksabgeordnete Marlies Riebe.

“Am Spitzbergenweg entstehen moderne Einkaufsmöglichkeiten für den wachsenden Stadtteil und 130 Wohnungen, darunter 30 Prozent öffentlich geförderte Wohnungen. Der Baufortschritt ist deutlich sichtbar. Nicht mehr lange, dann gibt es hier auch wieder einen attraktiven Supermarkt. Das Bauvorhaben ist beispielgebend dafür, wie man ein heruntergekommenes Nahversorgungszentrum wieder gut für die Zukunft aufstellen und gleichzeitig dringend benötigte Wohnungen bauen kann, ohne neue Flächen dafür in Anspruch zu nehmen”, sagt der SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Ole Thorben Buschhüter, der den Wahlkreis Rahlstedt/Oldenfelde/Meiendorf vertritt.

Über den Läden entstehen 130 neue Wohnungen

In der Beratungsvorlage für die Bezirksversammlung, auf deren Grundlage die Bezirksversammlung Wandsbek am 22. März 2018 dem Bebauungsplan-Entwurf zugestimmt hatte, wird das Bauvorhaben wie folgt beschrieben:

“Für die Umsetzung des Vorhabens sind im Vorhabengebiet der Abriss der vorhandenen Gebäude und eine vollständige Neuerrichtung des Nahversorgungszentrums geplant. In den Erdgeschossen sind Flächen für einen Lebensmittel-Markt, einen Drogeriemarkt und ergänzende kleinteilige Ladenflächen vorgesehen. Die Einzelhandelsnutzungen gruppieren sich um eine neu gestaltete Platzfläche, an die im Nordosten die bestehende Grünverbindung der Siedlung Wildschwanbrook anschließt. Die Platzfläche wird auf Grund der darunter liegenden Tiefgarage privat unterhalten, bleibt aber dauerhaft für die Öffentlichkeit zugänglich. In den Obergeschossen sind in kleinteiligen Gebäudekörpern Büros und Praxen sowie 130 Wohnungen geplant. Die Obergeschosse bilden oberhalb der Sockelgeschosse des Nahversorgungszentrums private Höfe und Freiräume, die gärtnerisch gestaltet werden und dem Kinderspiel zur Verfügung stehen.

Die den Wohnungen zugeordneten 82 Stellplätze sollen in einer Tiefgarage untergebracht werden; diese wird von der vom Spitzbergenweg ausgehenden Stichstraße aus erschlossen. Dem Einzelhandel sind 130 in einer zweigeschossigen, oberirdischen Parkgarage liegende Stellplätze bzw. im Bereich der Anlieferung zugeordnet. Die Zufahrt zur Parkgarage erfolgt vom Spitzbergenweg, die Ausfahrt rückwärtig über die vom Wildschwanbrook ausgehende Stichstraße. Im Rahmen des Vorhabens erfolgt eine Neugestaltung der Straßennebenflächen entlang des Spitzbergenwegs. Entlang der Straße Wildschwanbrook legt die Vorhabenträgerin eine Platzfläche mit Bäumen und Sitzmöglichkeiten an, die nach Fertigstellung an das Bezirksamt übertragen wird. (…)”

Weiterführende Links

Auf ihrer Homepage stellt die Ferox Immobiliengruppe, Wuppertal, das Vorhaben als “Meiendorfer Höfe” vor: https://www.ferox-ig.de/spitzbergenweg.html.

Um das Vorhaben genehmigen zu können, musste ein neuer Bebauungsplan beschlossen werden. Diesem hat die Bezirksversammlung Wandsbek nach vier Jahren intensiver Planung und Beratung am 22. März 2018 zugestimmt, am 2. Oktober 2018 wurde der Bebauungsplan “Rahlstedt 130” dann im Hamburgischen Gesetz- und Verordnungsblatt veröffentlicht.

Die vollständige Beratungsvorlage und alle Anlagen (Planzeichnung, Verordnung, Begründung, Abwägungsvermerk und Vorhaben- und Erschließungsplan) können hier heruntergeladen werden: https://sitzungsdienst-wandsbek.hamburg.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=1008081

Die Verordnung über den vorhabenbezogenen Bebauungsplan Rahlstedt 130 wurde am 2. Oktober 2018 im Hamburgischen Gesetz- und Verordnungsblatt veröffentlicht (HmbGVBl. S. 325). Sie kann hier heruntergeladen werden: https://www.luewu.de/gvbl/docs/2258.pdf