Nachdem bis zum vergangenen Sommer sämtliche Leitungen im Untergrund der Rahlstedter Straße erneuert und umgelegt worden waren, beginnen nun bei günstiger Witterung Mitte Februar die eigentlichen Straßenbauarbeiten im Abschnitt Ellerneck bis Rahlstedter Bahnhofstraße. Die Rahlstedter Straße wird nach Abschluss der Bauarbeiten für alle Verkehrsteilnehmer besser und sicherer sein. Die Bauarbeiten verlangen Verkehrsteilnehmern und Anliegern aber erst einmal viel Geduld ab. Alle Details in diesem Beitrag.

Bauarbeiten erfolgen in zwei Abschnitten

Der Neu- und Umbau der Rahlstedter Straße zwischen der Einmündung Ellerneck und der Einmündung Rahlstedter Bahnhofstraße erfolgt in zwei Bauabschnitten, die Fertigstellung soll voraussichtlich Ende November 2019 erfolgen. Für die Dauer der Bauarbeiten wird die Rahlstedter Straße abschnittsweise stadteinwärts zur Einbahnstraße. Für den Verkehr in stadtauswärtiger Richtung verläuft die Umleitung über die Stein-Hardenberg-Straße – Bargteheider Straße – Scharbeutzer Straße – Rahlstedter Bahnhofstraße in Richtung Rahlstedt.

In der ersten Bauphase bis Ende August wird die  Rahlstedter Straße zwischen der Einmündung Am Friedhof und der Einmündung Ellerneck stadteinwärts zur Einbahnstraße. In der zweiten Bauphase von Ende August bis Ende November wird die Rahlstedter Straße zwischen Rahlstedter Bahnhofstraße und Brockdorffstraße zur Einbahnstraße, zwischen Brockdorffstraße und Ellerneck ist sie dann bereits wieder für beide Richtungen frei.

MetroBus-Linie 9 wird umgeleitet

Während der ersten Bauphase bis Ende August werden die Busse der MetroBus-Linie 9 in Richtung Rahlstedt über die Umleitung Auerhahnweg – Ellerneck – Wilmersdorfer Straße – Poggfredweg – Am Friedhof umgeleitet.

In der zweiten Bauphase von Ende August bis Ende November fahren die Busse in Richtung Rahlstedt eine Umleitung von der Rahlstedter Straße in die Brockdorffstraße und weiter über die Amtsstraße.

Buschhüter wirbt um Geduld und Verständnis

“Die SPD hat versprochen, die 2011 begonnene Sanierung und Modernisierung der Straßeninfrastruktur weiter auf hohem Niveau fortzusetzen und so die Straßen und Wege wieder in Ordnung zu bringen. Von dem groß angelegten Programm profitiert auch Rahlstedt. Durch die nun beginnenden Straßenbauarbeiten werden die Verkehrsteilnehmer, Anwohner und Gewerbetreibenden in der Rahlstedter Straße noch einmal auf eine harte Probe gestellt, insbesondere durch die erneut notwendige Einbahnstraßenregelung. Ich möchte hierfür alle Betroffenen um Geduld und Verständnis bitten. Am Ende dieser für alle nervigen Durststrecke steht dann eine neue Rahlstedter Straße, die für die nächsten Jahrzehnte in einem guten Zustand sein wird”, sagt der Rahlstedter SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Ole Thorben Buschhüter, und ergänzt: “Mit dem Neu- und Umbau dieses Abschnitts der Rahlstedter Straße wird der erkennbare Verfall der Straße gestoppt und gleichzeitig eine Verbesserung für alle Verkehrsteilnehmer, für Autofahrer genauso wie für Radfahrer, Fußgänger und Bus-Fahrgäste, erreicht.”

Was konkret wird gebaut?

Im Rahmen des Neu- und Umbaus der Rahlstedter Straße wird der derzeitige, insgesamt sehr schlechte Zustand der Fahrbahn und der Nebenflächen behoben. Schon vor Beginn der Leitungsarbeiten prägten teils klaffende Risse, deutliche Unebenheiten, aufgehende Längsnähte und durch Aufgrabungen zergliederte Oberflächen das Straßenbild der Rahlstedter Straße.

Die bisherigen Radwege sind hier deutlich zu schmal und teilweise uneben. An vielen Gehwegüberfahrten sind sie nicht durchgebaut, sondern durch Großpflaster unterbrochen. Im Zuge des Neu- und Umbaus werden die Radwege komfortabler und zukünftig in beiden Richtungen auf Fahrbahnniveau am Fahrbahnrand verlaufen. Die neuen Radfahrstreifen schließen im Norden an die vorhandenen Radfahrstreifen an. Diese sind mit 1,85 Meter deutlich breiter als die bisherigen Radwege, die nur eine Breite von 1 bis 1,25 Meter aufweisen. Der gesamte Straßenbauabschnitt ist Bestandteil der geplanten Veloroute 7 (City – St. Georg – Eilbek – Wandsbek-Markt – Jenfeld – Rahlstedt), die hier vom Ellerneck kommend durch die Rahlstedter Straße und die Rahlstedter Bahnhofstraße führen wird.

Fußgänger erhalten im gesamten Straßenbauabschnitt mindestens 2 Meter breite Gehwege. An punktuellen Engstellen beträgt die Gehwegbreite mindestens rund 1,50 Meter. Sowohl an den Bushaltestellen als auch an den Fußgängerquerungen und Lichtsignalanlagen weisen taktile Leitelemente (Noppen- und Rippenplatten) sehbehinderten Menschen zukünftig den Weg. Bordsteine werden abgesenkt. 

Die beiden Bushaltestellen Brockdorffstraße werden an ihrem derzeitigen Standort richtlinienkonform erneuert. Um den Ein- und Ausstieg insbesondere für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste zu erleichtern, werden erhöhte Bordsteine („Bussonderborde“) mit Einstiegshöhen von 16 cm eingebaut.

Für den ruhenden Verkehr stehen zukünftig 22 Parkstände in Längsaufstellung zur Verfügung (bislang 23). An der westlichen Bushaltestelle kommen fünf Fahrradanlehnbügel hinzu, die vorhandenen Fahrradanlehnbügel an der östlichen Bushaltestelle werden entsprechend den neuen Verhältnissen versetzt. 

Mit dem Neu- und Umbau wird die Rahlstedter Straße insgesamt grüner: Der Fällung eines Baumes (auf der Ostseite des Knotens Ellerneck, bereits erfolgt) steht acht Neuanpflanzungen von Straßenbäumen im gesamten Straßenverlauf gegenüber.

So wird die Situation in der Rahlstedter Straße für alle Verkehrsteilnehmer besser und sicherer. In den ersten Monaten der Bauzeit wird in der Fahrbahn der Rahlstedter Straße zudem noch ein neues Entwässerungssystem für die Reinigung und anschließende Ableitung des Oberflächenwassers in Richtung Wandse eingebaut.

Die Planung (Pläne und schriftlicher Bericht) kann auf der Homepage des Landesbetriebs Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) unter dem Link http://lsbg.hamburg.de/aktuelle-planungen/ heruntergeladen werden.

Ansprechpartner sind vor Ort

Bei Baumaßnahmen dieser Art lassen sich Beeinträchtigungen für Anlieger und Verkehrsteilnehmer leider nicht vermeiden. Der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) wird aber alles daran setzen, einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Sollten Anlieger während der Bauzeit Fragen, Anregungen oder Bedenken haben, können sie sich an die örtliche Bauüberwachung wenden. Die Handynummer steht in einer Anliegerinformation, die nächste Woche an die Haushalte verteilt wird und dann auch unter folgendem Link heruntergeladen werden kann: https://lsbg.hamburg.de/anliegerinformationen/ An der Einmündung Loher Straße wurde zudem bereits das Büro der örtlichen Bauaufsicht eingerichtet.