Gute Straßen für Rahlstedt: Ab Montag, 2. März 2026, 7 Uhr erhält der Meiendorfer Weg in Meiendorf, zwischen dem Nordlandweg und der Stadtteilgrenze zu Volksdorf (rund 850 Meter) eine neue Fahrbahndecke. Die Bauarbeiten werden zwölf Tage dauern, voraussichtlich bis Freitag, 13. März 2026, 18 Uhr. Während der Bauarbeiten ist die Straße für den Kfz-Verkehr grundsätzlich gesperrt. Die MetroBus-Linie 24 wird solange über Saseler Straße und Farmsener Landstraße umgeleitet.
Die An- und Abfahrtsmöglichkeiten zu den einzelnen Grundstücken sind tagsüber in der Zeit von 6 bis 18 Uhr nur in Ausnahmefällen und nach Absprache mit der Baufirma vor Ort möglich, zwischen 18 und 6 Uhr dürfen Anlieger das Baufeld befahren, um die Privatgrundstücke zu erreichen. Für die Bauzeit werden beidseitig, einschließlich der Nebenflächen, Haltverbotszonen eingerichtet.
Für den Einbau der Asphaltdeckschicht und des erforderlichen Klebemittels muss die Fahrbahn für den Kfz-Verkehr (einschließlich Anlieger) voraussichtlich von Mittwoch, 4. März 2026, 16 Uhr bis Samstag, 7. März 2026, 6 Uhr komplett gesperrt werden (auch für Anlieger). Ein Befahren des Baufeldes sowie der davon abgehenden Privatgrundstücke ist in diesem Zeitraum leider nicht möglich. Privatfahrzeuge müssen in diesem Zeitraum in umliegenden Straßen geparkt werden, wenn deren Nutzung notwendig ist.
Im Zuge der Baumaßnahme wird die vorhandene Asphaltdeckschicht der Fahrbahn (4 cm) abgefräst und neu asphaltiert. Außerdem werden die Schachtabdeckungen und Straßenabläufe angepasst. Die Gehwege sind nicht betroffen.
Meldung des hvv zur Umleitung der MetroBus-Linie 24
Richtung U Niendorf Markt: Die Haltestelle Von-Suppe-Straße ist an die Haltestelle Spitzbergenweg der Linie 275 Richtung Bf. Rahlstedt in den Nordlandweg verlegt. Die Haltestelle Ringstraße kann nicht bedient werden. Ersatzweise wird die Haltestelle Alaskaweg der Linie 275 Richtung Bf. Rahlstedt in der Saseler Straße bedient. Die Haltestelle U Meiendorfer Weg ist an die Haltestelle des U-Ersatzverkehrs Richtung U Volksdorf in die Farmsener Landstraße verlegt.
Richtung Bf. Rahlstedt (Doberaner Weg): Die Haltestelle U Meiendorfer Weg ist an die Haltestelle des U-Ersatzverkehrs Richtung U Berne in die Farmsener Landstraße verlegt. Die Haltestelle Ringstraße kann nicht bedient werden. Ersatzweise wird die Haltestelle Alaskaweg der Linie 275 Richtung Künnekestraße in der Saseler Straße bedient. Die Haltestelle Von-Suppe-Straße ist an die Haltestelle Spitzbergenweg der Linie 617 in den Nordlandweg verlegt.
Anliegerinformation
Weitere ausführliche Informationen (auch mit Ansprechpartnern während der Bauzeit) finden sich in einer Anliegerinformation, die an alle Haushalte verteilt wurde und die hier auch heruntergeladen werden kann: https://www.hamburg.de/resource/blob/1150396/6c7ca98a075884ac044c526d6315d681/pdf-meiendorfer-weg-projekt-217-aktualisierte-anliegerinfo-data.pdf
Über das Fahrbahndeckenprogramm
Das Bezirksamt Wandsbek und der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) sanieren im Stadtteil Rahlstedt zahlreiche Straßen und versehen sie mit einer neuen Fahrbahndecke. Saniert wurden 2023 der Alte Zollweg in den beiden Abschnitten Rahlstedter Weg bis Altenhagener Weg und Massower Weg/Bublitzer Straße bis Berner Straße, die Amtsstraße in ganzer Länge, die gesamte Schöneberger Straße und der Heestweg zwischen Doberaner Weg und Boytinstraße, außerdem (2024) die Lohheide, der Straßenzug Stein-Hardenberg-Straße/Bargteheider Straße zwischen Am Pulverhof und Oldenfelder Straße und zuletzt (2025) ein Abschnitt der Brockdorffstraße, ein Teil des Mehlandsredders und der Ahlbecker Weg.
Mit einer neuen Fahrbahndecke können Straßen instandgesetzt werden, deren Unterbau noch in Ordnung ist. Die Bauarbeiten umfassen das Abfräsen der alten Fahrbahndecke bis zu 5 cm, die Herstellung einer neuen Asphaltdeckschicht und neuer Wasserläufe sowie die Regulierung von Schachtabdeckungen und Trummen. Ist auch der Unterbau nicht mehr in Ordnung, ist eine aufwändigere Planung erforderlich.
Weitere Straßen im Stadtteil Rahlstedt, die 2026 eine neue Fahrbahndecke erhalten sollen: Merkurring (von Sieker Landstraße bis Kreisverkehr) und Swinemünder Straße.
Um ehrlich zu sein, gehöre ich ebenfalls zu denen, die etwas verwundert darüber sind, dass man ausgerechnet im Meiendorfer Weg die Fahrbahn saniert wurde. Ich möchte an der Stelle gerne die Straßen Grönlander Damm (gerade das Stück zwischen Meiendorfer Straße und Lofotenstraße ist eine echte Zumutung, schauen Sie sich das gerne persönlich mal an), Saselheider Straße, Dompfaffenweg, Islandstraße, Kriegkamp und Alte Berner Straße am U-Bahnhof erwähnen. Andere Meiendorfer werden mit Sicherheit auch weitere Straßen nennen können, wo der Asphalt sowas von kaputt ist, dass sie dringend eine Sanierung benötigen. Daher stellt sich mir wirklich die Frage, warum ausgerechnet der Meiendorfer Weg? Das sollten einem die verantwortlichen Stellen wirklich mal erklären. Ich vermag nicht zu erkennen, dass die vorhandenen Mittel von der Behörde sinnvoll verwendet wurden.
Bei der Frage, wann und wo eine Fahrbahnsanierung erfolgt, spielt neben dem Schadensbild auch eine Rolle, wie viel die zulässige Höchstgeschwindigkeit beträgt und ob in dem Straßenabschnitt Linienbusse fahren. Außerdem muss der Unterbau einer Straße noch in Ordnung sein, anderenfalls würde auch eine neue Fahrbahndecke nicht lange halten. Aber auch Nebenstraßen in Tempo-30-Zonen kommen für eine Fahrbahndeckensanierung in Frage. Ein Stück Islandstraße (von Hausnummer 43 bis Hollingstedter Stieg), die Straße Schierenberg (von Fasanenweg bis Saseler Straße) und die Wildgansstraße wurden 2022 saniert, die Straße Lohheide 2024. In 2026/2027 stehen im Stadtteil Rahlstedt z.B. die Straßen Im Rühmt, Swinemünder Straße und Wilmersdorfer Straße noch auf der Liste.
Der HVV hat seine Busfahrer scheinbar angewiesen, an manchen Haltestellen ein bis zwei Minuten rumzustehen, bevor es weitergeht (z. B. Wildschwanbrook oder Saseler Straße). Das hat im Übrigen nichts damit zu tun, dass die Busse zu früh an den Haltestellen ankommen, denn momentan hat der 24er durch die Bauarbeiten im Meiendorfer Weg immer mindestens vier Minuten Verspätung, aber die Busse bleiben trotzdem noch ein, zwei Minuten stehen. Schon ohne die Verspätung war es dadurch für manche Fahrgäste fast unmöglich, ihren Anschluss zu bekommen, warum also wird diese fragwürdige Praxis selbst bei mehrminütiger Verspätung nicht ausgesetzt? Wer beim HVV hat sich diesen Blödsinn ausgedacht?
Kein Bus wartet an einer Haltestelle noch mehrere Minuten, wenn er verspätet ist. Aus meiner Sicht stellt sich die Geschichte wie folgt dar und sie beginnt mit einer guten Nachricht: Die Bauarbeiten im Meiendorfer Weg konnten vorzeitig abgeschlossen werden. Der Meiendorfer Weg ist bereits seit Mittwochabend wieder durchgängig befahrbar. Selbstverständlich fahren auch die Busse der Linie 24 seitdem wieder den regulären Weg. Allerdings ist in der Fahrplanauskunft bis einschließlich Freitag noch der Baustellenfahrplan mit 6 Minuten mehr Fahrzeit wegen der (jetzt nicht mehr benötigten) Umleitung hinterlegt. Das führt dazu, dass Busse zu früh an den Haltestellen ankommen und deshalb dort warten müssen, um nicht vor der fahrplanmäßigen Abfahrtszeit abzufahren. Zu früh abfahrende Busse sind für Fahrgäste, die pünktlich zur Haltestelle kommen, wie ausgefallene Fahrten. Ab Samstag sollte es wieder wie gewohnt laufen. Dann gilt wieder der normale Fahrplan, passend zum regulären Linienweg über den Meiendorfer Weg.
Hallo Herr Buschhüter
Mit einiger Verwunderung musste ich feststellen, das hier schon wieder Fahrbahnarbeiten ausgeführt werden, obwohl von einiger Zeit die Straße zum Teil verlegt und in den heutigen Zustand versetzt wurde. Die Kosten damals mehrere 100 Tsd. EURO und jetzt schon wieder? Das Geld hätte man zum Beispiel in Fussgängerüberwege im Nordlandweg investieren können. Es gibt zwischen Spitzbergenweg und Hellmesbergerweg/Ecke Meiendorfer Straße nicht einen, obwohl Schulen, Kindergärten und eine Seniorenwohnanlge dort vorhanden sind. Das überqueren ist immer sehr gefährlich.
Der Meiendorfer Weg hat im Oktober 2015 im Volksdorfer Abschnitt eine neue Fahrbahndecke erhalten, nun ist der Rahlstedter Abschnitt dran. Der Umbau des Meiendorfer Wegs im Jahre 2014 betraf nur den 100 m kurzen Abschnitt, in dem eine Querungshilfe für Fußgänger eingebaut wurde. Dieser Abschnitt wird jetzt nicht ausgelassen, das ist richtig. Fußgängerüberwege im Nordlandweg sind ein anderes Thema, das man sich gerne einmal ansehen kann.
Würde, mich und viele Anwohner freuen etwas zu hören.
Ich muss mich in einem Punkt korrigieren: Das Bezirksamt hat den kurzen Abschnitt des Meiendorfer Wegs, wo 2014 die Querungshilfe eingebaut wurde und wo die Asphaltdeckschicht deshalb noch in Ordnung ist, sogar ausgelassen. Also alles ganz korrekt.
Hallo Herr Buschhüter, das Thema „Tempo 30“ am Meiendorfer Weg ist ja bereits mehrfach angeklungen. Ich bin Anlieger am Meiendorfer Weg und merke erst jetzt in der Bauphase fast ohne Verkehr in der Nacht welche Belastung der Straßenlärm am Meiendorfer Weg bedeutet. Zur Zeit können wir früh morgens Vogelgesang hören statt PKWs mit Tempo 60 bis 70 oder LKW mit mindestens 60.
Die vor einigen Jahren für viel Geld (ich meine 350.000 €) gebaute Verschränkung hat nach meinem Gefühl gar nichts gebracht.
Ich verstehe auch nicht, warum auf anderen teilweise vierspurigen Straßen nachts (wegen Lärm) und tagsüber an jedem Kindergarten Tempo 30 ist, aber am Meiendorfer Weg nicht. Auch nicht am Kindergarten Ecke Ringstraße.
Was müssen wir Anwohner machen, damit auch für uns der Schutz gilt?
Die Kindertagesstätte im Meiendorfer Weg 77 hat meines Wissens ihren Zugang von der Ringstraße und dort gilt ja Tempo 30 als Tempo-30-Zone. Wegen des fehlenden Zugangs vom Meiendorfer Weg scheidet nach den geltenden Regeln Tempo 30 im Meiendorfer Weg wegen der Kita aus.
Die Anordnung von Tempo 30 nachts aus Lärmschutzgründen setzt einen gewissen Lärmpegel voraus. Tempo 30 nachts beispielsweise in der Ahrensburger Straße wurde daher nicht trotz, sondern wegen der Vierspurigkeit und der mit dem Verkehrsaufkommen einhergehenden Lärmbelastung angeordnet. Die Anordnung basiert auf einer Festlegung im Lärmaktionsplan der Stadt. Mehr dazu hier: https://www.hamburg.de/politik-und-verwaltung/behoerden/bukea/themen/luft-laerm-elektromagnetische-felder/laermaktionsplanung-1021354
Anders verhält es sich bei der Tempo-30-nachts-Anordnung in einem kurzen Stück der Meiendorfer Straße zwischen Hausnummern 82 und 100 und auch nur dort. Die Meiendorfer Straße ist als Maßnahme im Lärmaktionsplan nicht enthalten. Nach § 45 Absatz 1 Nr. 3 der StVO können die Straßenverkehrsbehörden die Benutzung bestimmter Straßen oder Straßenstrecken zum Schutz der Wohnbevölkerung vor Lärm und Abgasen beschränken oder verbieten und den Verkehr umleiten. Wenn die zuständige Straßenverkehrsbehörde (in Hamburg ist das die Polizei) nicht von sich aus darauf kommt (oder beispielsweise durch den Lärmaktionsplan dazu veranlasst wird, siehe oben), kann man auch selbst einen Antrag stellen, so dass die Straßenverkehrsbehörde dann prüfen muss, ob die Voraussetzungen für eine solche Anordnung gegeben sind. Aber: Für einen solchen Antrag wird eine Gebühr fällig, 360 Euro kostete das vor ein paar Jahren, mittlerweile dürfte es noch mehr sein, und die Gebühr ist auch dann fällig, wenn die Prüfung zu dem Ergebnis kommt, dass die Voraussetzungen nicht erfüllt sind. Im Falle der Meiendorfer Straße hat ein Anwohner aus dem betroffenen Abschnitt der Meiendorfer Straße die Kosten nicht gescheut, den Antrag gestellt und nach sorgfältiger Prüfung ist die Polizei dann zu dem Ergebnis gekommen, dass die Voraussetzungen für eine nächtliche Tempo-30-Anordnung aus Gründen des Lärmschutzes hier erfüllt sind. Dabei ging es aber auch nur um den kurzen Abschnitt praktisch vor der Haustür des Antragstellers. Für weitere Abschnitte müssen weitere Anträge gestellt und bezahlt werden. Nicht jeder ist mit dieser Praxis glücklich.
Moin Herr Buschhüter,
was hat denn im Saseler Weg dazu geführt, dass dieser vor einigen Jahren fast in Gänze zur 30-Zone erklärt wurde? Von der Farmsenser Landstraße, an der Schule vorbei, durch den anliegerfreien Abschnitt im Wald, bis zum Recyclinghof. Alleine die Anwesenheit der Teichwiesen-Schule kann es ja nicht sein. Da galt schon immer 30.
Könnte man im Meiendorfer Weg nicht ähnlich vorgehen? Zumal noch ein Argument für Tempo 30 hinzukommt: der Kletterpark mit vielen Besuchern inkl. vielen Kindern, sehr dicht an der Straße.
Im Saseler Weg spielten meines Erachtens auch Verkehrsunfälle durch Wildwechsel eine Rolle. Außerdem findet im Saseler Weg kein Busverkehr statt, was ihn vom Meiendorfer Weg unterscheidet. Der Meiendorfer Weg ist eine wichtige Verbindungsstraße zwischen Rahlstedt/Meiendorf und Volksdorf. Wenn hier in ganzer Länge Tempo 30 gelten soll, dann stellt sich gleich die Frage, warum das nicht auch in der Saseler Straße gelten soll, warum nicht auch im Spitzbergenweg, im Wildschwanbrook und im Nordlandweg, um nur in der näheren Umgebung zu bleiben. Dann sind wir bei der Grundsatzfrage Tempo 30 statt Tempo 50 als Regelgeschwindigkeit innerorts. Das ist ein großes Politikum.
Vielen Dank für die weiterführenden Informationen!
Der Zugang der Kita liegt tatsächlich in der Ringstraße. Allerdings nur 5m vom Meiendorfer Weg entfernt. Die Kita hat eine erhebliche Grundstücksgrenze zum Meiendorfer Weg. Naja, die Regeln sind eben so, dass die Zuordnung ausschließlich über den Zugang erfolgt. Hier nicht so sinnvoll, aber so ist es eben.
Den Fall der Kita Meiendorfer Weg 77 sollte man sich noch einmal ansehen. Ich vermute, dass die Beurteilung durch die Straßenverkehrsbehörde bereits viele Jahre zurückliegt. Möglicherweise ist es mittlerweile einfacher, hier zu einem anderen Ergebnis zu kommen.
Nein, so sehe ich das ja auch gar nicht. Weniger Wohnraum damit mehr geparkt werden kann ist nicht mein Gedanke. Nicht von der Hand zu weisen ist, dass an ebendieser Stelle einige sehr ungünstige Faktoren zusammentreffen. Ich hätte für genau dieses Problem an diesem Ort eine ganz andere Lösung: ginge es nach mir, dann würde der Meiendorfer Weg in die große 30er-Zone integriert werden, die von Ost nach West vom Skaldenweg bis zur Saseler Straße und von Nord nach Süd von der Farmsener Landstraße bis zum Nordlandweg/Jesselallee reicht und einzig vom Meiendorfer Weg durchtrennt wird.
So könnte man 1. den Unfallschwerpunkt an der Kreuzung Ringstraße entschärfen. (zumindest galt die Kreuzung mal als einer) 2. Den Radverkehr angenehmer machen und 3. wäre die ungünstige Parksituation an besagter Stelle auch geklärt.
Wunschdenken, ich weiß! 🙂
PS: Danke für die Zahlen und Fakten zum Thema Stellplätze! Das hätte ich anders vermutet.
Alles klar, vielen Dank für die Einordnung.
Moin, Herr Buschhüter,
wenn man es korrekt betrachtet, müssen Radfahrende im gesamten Abschnitt des Meiendorfer Weges (Spitzbergenweg bis U-Bahn-Haltestelle; auch Gegenrichtung) auf der Straße/Fahrbahn fahren. Radwege gibts ja nicht.
Angesichts dessen finde ich Tempo 50 für Autos zu viel – wie sehen Sie das?
Erfolgt im Zuge der Straßensanierung eine Verbesserung?
Radfahrende müssen im Meiendorfer Weg mangels Radverkehrsanlagen auf der Fahrbahn fahren, das ist korrekt. Die neue Fahrbahndecke kommt insofern auch dem Radverkehr zugute. Radverkehrsanlagen ließen sich hier nur herstellen, wenn man den Straßenquerschnitt zu Lasten des Grünstreifens/Grabens oder der privaten Vorgärten auf der gegenüberliegenden Seite verbreitert.
In der Systematik der Straßenverkehrs-Ordnung ist es die Regel, dass Radfahrende mit ihrem Fahrzeug die Fahrbahn benutzen. Ebenso ist Tempo 50 innerorts die Regel. Tempo 30 wäre also eine zu begründende Ausnahme. Mit einer Regel (Radfahrende benutzen die Fahrbahn) kann man aber nicht die Ausnahme von einer anderen Regel (Tempo 50 innerorts) begründen. Für die Anordnung von Tempo 30 müssten weitere Voraussetzungen vorliegen, die hier aber nicht gegeben sind. Daher scheidet Tempo 30 hier nach der geltenden Rechtslage aus, auch wenn es für eine andere Handhabung gute Argumente gibt.
Moin
das stimmt so definitiv nicht. Klar, es gibt keine 3 Meter breiten, mit Goldlack überzogenen und mit berühmt-berüchtigten Protektorelementen abgegrenzten Radwege, aber man kann dort schon abseits der Strasse fahren. Ab U-Bahnhof Meiendorf auf dem Gehweg oder alternativ schön durch den Wald und ab dort links parallel (bis auf wenige Meter) auf der kleinen Nebenstraße. Und ab Nordlandweg gibt es einen eigenen Radweg.
Okay, wenn das dem durchschnittlichen Hamburger Radfahrer nicht reicht, dann haben Sie recht, dann gibt es nicht das, was Sie vermutlich als Radweg verlangen. Mir als Radfahrer reicht das, was ich dort vorfinde. Aber ihre Stoßrichtung war auch eher Tempo 30 auf dem Meiendorfer Weg, richtig?
Der Wald ist eine Alternative oder auch die parallel verlaufende Pusbackstraße, aber ganz sicher nicht der Gehweg. Auf Gehwegen haben Radfahrer, die älter sind als 10 Jahre und nicht etwa ein Kind unter 8 Jahren begleiten, nichts zu suchen, es sei denn, sie sind ausdrücklich dafür freigegeben, dann dürfen Radfahrer dort mit Schrittgeschwindigkeit fahren. Das ist im Meiendorfer Weg aber größtenteils nicht der Fall. Ergo: Wer im Meiendorfer Weg Rad fahren will, der muss dies auf der Fahrbahn tun, von wenigen Ausnahmen abgesehen.
Der Meiendorfer Weg endet bzw. beginnt am Nordlandweg, darüber hinaus handelt es sich um den Spitzbergenweg.
Moin
das ist ja schön, dass der Meiendorfer Weg eine neue Asphaltdecke bekommt. Mir ist persönlich nie aufgefallen, dass diese in einem solchen Zustand ist, dass sie erneuert werden muss, aber ich bin auch nicht so empfindlich.
Aus Neugier würde mich mehr interessieren und diese Frage treibt mich schon ewig um, warum auf dem Meiendorfer Weg kurz vor dem Nordlandring auf etwa 50 Metern das Parken erlaubt ist und die Strasse vor einer Kurve praktisch einspurig macht. Wer kommt auf so eine Idee? Das ist vom Verkehrsfluss, der Sicherheit (wie gesagt, das Stück liegt in einer Kurve) und natürlich auf den sonst so überwichtigen Umweltgründen absoluter Unsinn. Der Verkehrsfluss wird unterbrochen, Verbrenner müssen anhalten, im Leerlauf stehen, im niedrigen Gang wieder anfahren, was sowohl Lärm wie auch Abgase verursacht. Ansonsten ist auf dem ganzen Meiendorfer Weg absolutes Halteverbot, nur an dieser Stelle nicht.
Was ist eigentlich der Grund dafür? Ein Hinterzimmeragreement mit einem Bauträger, damit der keine Tiefgarage bauen muss, ein Gesetz oder Verordnung von 1720 oder wohnte zu dem Zeitpunkt ein Abgeordneter in den angrenzenden Räumlichkeiten?
Gruß
Jan Thordsen
Das Thema Fahrbahnrandparken im Meiendorfer Weg hat auch schon den Regionalausschuss Rahlstedt beschäftigt. Er hatte in Höhe der Hausnummern 23 bis 29 eine Haltverbotsstrecke angeregt. Parken am Fahrbahnrand ist laut Straßenverkehrs-Ordnung der Regelfall, begründet werden muss die Ausnahme davon, das Verbot. Die Polizei als zuständige Straßenverkehrsbehörde sieht dafür keine Handhabe. Mehr dazu hier: https://sitzungsdienst-wandsbek.hamburg.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=1021179
Moin
danke für die Info. An dieser Stelle ist dann wieder ein Punkt für mich als Bürger erreicht, an dem ich hilflos irgendeinen Gott anflehe, gesunden Menschenverstand vom Himmel zu werfen und diesen über Paragrafen zu stellen. Nochmal für mich zum Verständnis. Auf dem ganzen Meiendorfer Weg ist das Halten verboten, aber an diesen 50 Metern findet die Polizei keine Handhabe.
Kann man das einem normalsterblichen Steuerzahler verklickern, ohne Rechtsverdrehung studiert zu haben 🙂
Gruß
P.S: Sorry für den Sarkasmus, aber dieser Tage ist es manchmal schwer, gewissen Dinge ohne Sarkasmus zu ertragen.
Ist das wirklich so, dass im gesamten Meiendorfer Weg das Halten am Fahrbahnrand verboten ist, nur an der besagten Stelle nicht? Bei Google Streetview sieht es für mich so aus, dass im Meiendorfer Weg von wenigen Ausnahmen abgesehen das Halten am Fahrbahnrand erlaubt ist, aber praktisch nur an der besagten Stelle davon Gebrauch gemacht wird. Ich werde bei nächster Gelegenheit aber auch vor Ort noch einmal darauf achten.
Ich fahre diese Strecke auch sehr oft, und es ist – auch für den Busverkehr – schon zu wirklich gefährlichen Situation gekommen. Das Sitzungsprotokoll ist schlicht eine Frechheit! „Wir müssen nichts unternehmen, die Autofahrer sind zu doof“ ist ein Hohn den Bürgern gegenüber.
Früher war auf dem Gelände ein chinesisches Restaurant mit ausreichend Parkfläche für die Gäste. Niemand musste auf der Straße parken.
Ende der 90er muss es gewesen sein, als der Chinese verschwand und der heutige Mehrparteienkomplex gebaut wurde. Damals war die enorme Größe und die bescheidene Planung des Parkbedarfes bereits Thema.
Gefühlt wurde nur mit 0,5 Tiefgaragenplätzen pro Wohneinheit geplant. In der logischen Konsequenz wird seitdem auf der Straße geparkt. An der unübersichtlichsten Stelle im gesamten Meiendorfer Weg.
Vielleicht kommt die Straßenverkehrsbehörde im PK 38, die hier das letzte Wort hat, ja irgendwann doch noch zu einer anderen Beurteilung. Die Rückendeckung der Rahlstedter Kommunalpolitik hätte sie dafür, siehe Beschluss des Regionalausschusses.
Ich kann die dort parkenden Anwohner total verstehen. Die sind ja nicht verantwortlich für den Parkplatzmangel. Ich meine, dass die Vorgaben an die Bauträger in Punkto Erschaffen bzw. Erhalten von von Parkraum überdacht werden müssen. Dort war früher genug Parkraum und es wäre, wäre ein kleineres Objekt gebaut worden, auch weiterhin genug gewesen…
Früher musste man 0,6-0,8 Parkplätze (?) und mittlerweile gar keiner mehr pro Mieteinheit erschaffen, soweit ich richtig informiert bin.
Und an genau dieser Stelle des Meiendorfer Weges zeigt sich nun eindrucksvoll, dass diese Rechnung nicht wirklich aufgeht. 😉
Dort wurden bestimmt mindestens so viele private Stellplätze geschaffen, wie viele Jahre auch vorgeschrieben war: 0,8 pro Wohnung. Und die allermeisten Bauherren handhaben das weiterhin so, auch wenn es die Stellplatzpflicht nicht mehr gibt. 0,8 Stellplätze pro Wohnung trifft den Bedarf übrigens ziemlich gut: In Rahlstedt gab es 2024 47.337 Haushalte und 36.282 zugelassene private Pkw. Das entspricht einem Verhältnis von 0,76 Pkw/Haushalt.
Dann sind wir aber bei der Gretchenfrage: Sollen wir etwa weniger Wohnungen bauen, damit der Platz für mehr Autos reicht? Ein Dach über dem Kopf ist doch wichtiger als ein Carport. Der Platz ist ja da, Fahrbahnrandparken ist nicht verboten und Anwohner finden eine Möglichkeit zu parken. Was einige stört, ist, dass sie keine freie Fahrt haben, den Gegenverkehr abwarten müssen, bevor sie an den parkenden Autos vorbeifahren. Die Situation durch die parkenden Fahrzeuge ist sicherlich unübersichtlich, aber nicht unbeherrschbar. Ich bin dafür, das Parken dort zu verbieten. Wer sich nicht um einen eigenen Stellplatz kümmert, der kann auch gerne ein Stück weiter weg parken, einen Anspruch, direkt vor der eigenen Tür parken zu können, gibt es nicht. Aber den Wohnungsbau einzuschränken, für mehr Parkplätze, finde ich die falsche Antwort.