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Der Schulcampus im Schierenberg 50, direkt neben dem Gymnasium Meiendorf gelegen, erhält in den nächsten Jahren für rund 34,5 Millionen Euro weitere moderne Schulgebäude, darunter ein gemeinsames Oberstufenhaus für die Stadtteilschule Meiendorf und das Gymnasium. Außerdem entstehen neue Unterrichts-, Fach- und Verwaltungsräume, zudem Gemeinschafts-, Sport- und Ganztagsflächen. Möglich wird dies durch die Neuordnung der Gebäude auf dem Gelände der vor zwanzig Jahren geschlossenen Grundschule.

Visualisierung Titelbild: Winking · Froh  Architekten

Was soll entstehen?

Es wird ein gemeinsamer Oberstufenstandort im Schierenberg 50 für die Stadtteilschule Meiendorf und das Gymnasium Meiendorf gebaut. Die Erweiterung der Gebäude ist auf Grund der Beliebtheit der Schulen und der höheren Anmeldezahlen erforderlich. Auf der Fläche stehen derzeit eine Pausenhalle, eine Einfeld-Sporthalle sowie zwei Klassengebäude. Künftig sollen hier eine Zweifeld-Sporthalle für beide Schulen und eine „Gemeinsame Mitte“ für Stadtteilschule und Gymnasium entstehen. Ein Schulgebäude mit Mensa, Aula, Verwaltungsbereich, Fach- und Klassenräumen teilen sich die Stadtteilschule und das Gymnasium zukünftig ebenfalls. Zunächst wird die bestehende Pausenhalle abgerissen, anschließend werden die “Gemeinsame Mitte” und die Zweifeld-Sporthalle errichtet. Nach Inbetriebnahme der Zweifeld-Sporthalle wird anschließend die Einfeld-Sporthalle abgerissen. Zuletzt werden die Außenanlagen neu hergerichtet.

Die Planung des Campus erfolgte auf Grundlage einer detaillierten und umfassenden Analyse der räumlichen Anforderungen beider Schulen unter Beteiligung der örtlichen Sportvereine, die die Sportflächen nach Schulschluss nutzen. Dabei wurden sowohl die schulischen Bedürfnisse als auch die infrastrukturellen Voraussetzungen sorgfältig berücksichtigt.

Was ist geplant?

Das Schulgebäude „Gemeinsame Mitte“ ist viergeschossig und der verbindende Baustein für die beiden Schulen, dabei erhält aber jede Schule ihren eigenen Eingang. Die Mensa liegt zentral im Erdgeschoss zwischen den beiden Schulen, nach Süden orientiert und lässt sich um das unmittelbar anschließende Bistro flexibel erweitern. Die Vitalküche soll zukünftig bis zu 1.000 Schülerinnen und Schüler mit frischem Essen versorgen. Das Bistro wiederum soll bei Veranstaltungen, insbesondere durch die Stadtteilschule, auch außerhalb der Mensaöffnungszeiten genutzt werden können. Der Veranstaltungsraum auf der Westseite wird sich zum angrenzenden Theaterraum öffnen lassen und hat eine direkte Verbindung zu den Musikräumen. Sowohl die Mensa als auch der Theaterraum werden zukünftig für Veranstaltungen nutzbar sein. Im ersten Obergeschoss werden Unterrichtsräume und Flächen für die Verwaltung der Stadtteilschule entstehen, im 2. und 3. Obergeschoss die Fachräume für Chemie, Kunst, Physik und Biologie.

Die Zweifeld-Sporthalle ist eingeschossig in Holzbauweise geplant. Am südlichen Rand des Schulhofs fügt sie sich dezent in den Raum zwischen dem dreigeschossigen Hamburger Klassenhaus (errichtet 2023 für die Stadtteilschule) und dem dreigeschossigen Kreuzbau ein. Über den gemeinsamen Haupteingang wird die Zweifeld-Sporthalle betreten. Der Eingangsflur erschließt die Umkleidebereiche mit Sanitärbereichen beider Schulen sowie Räumen für Lehrkräfte, Aufsicht und Erste Hilfe. Die Sportfelder sind bei Sonderveranstaltungen von hier auch direkt über einen kleinen Flur zu erreichen. In der Regel führt der Weg über die Umkleiden mit gesonderten Turnschuhfluren in die Halle. Technik- und Putzmittelräume sowie die Hausmeisterwerkstatt und der Fitnessraum der Stadtteilschule sind ebenfalls im Gebäude integriert.

Insgesamt verfügen die Neubauten über eine Fläche von 6.570 m².

Es wird ein gemeinsames Außengelände für die Stadtteilschule und das Gymnasium entstehen. Der neue Schulhof soll als verbindendes Element wirken, das für beide Schulformen gleichermaßen attraktiv ist und den unterschiedlichen Interessen gerecht wird. Der Schulhof gliedert sich in mehrere Bereiche: Flächen für Sport und Bewegung, ruhige Plätze, informelle Treffpunkte sowie ein „Grünes Klassenzimmer“ als Lern- und Rückzugsort im Freien. Dies schafft ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Aktivität und Erholung und schafft Flächen für alle Altersgruppen und deren unterschiedliche Interessen.

Die Schule wird mit Fernwärme beheizt, eine Photovoltaikanlage liefert Strom. Die Neubauten werden besonders nachhaltig mit Qualitätssiegel gebaut und durch das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

Wie geht es weiter?

Die Planung des Projektes ist sehr weit fortgeschritten und befindet sich in der Übergangsphase zur so genannten Leistungsphase 5, in der die Planung weiter konkretisiert und detailliert ausgearbeitet wird. Der konkrete Baubeginn steht aktuell leider noch nicht fest.

Mehr Infos

Projektsteckbrief von Bildungsbau Hamburg: https://bildungsbau.hamburg/projekte/schulbau/stadtteilschule-und-gymnasium-meiendorf/

Bisherige Beiträge zum Thema

Stadtteilschule Meiendorf erhält zweiten Standort (21. November 2022): https://www.buschhueter.de/stadtteilschule-meiendorf-erhaelt-zweiten-standort/