Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher hat heute in Oldenfelde die 93. U-Bahn-Haltestelle der Hamburger Hochbahn feierlich eröffnet. 21 Monate nach dem ersten Spatenstich halten dort nun die Züge der Linie U1. Die neue U-Bahn-Station ist Bestandteil des groß angelegten U-Bahn-Netzausbaus der Freien und Hansestadt Hamburg.

Ole Thorben Buschhüter, Rahlstedter SPD-Bürgerschaftsabgeordneter und Vorsitzender der SPD Oldenfelde: „Heute ist ein großer Tag für Oldenfelde. Mit der Eröffnung der neuen U-Bahnhaltestelle Oldenfelde erscheint der häufig übersehene Rahlstedter Ortsteil für immer auf der Karte der Stadt. Tausende Hamburgerinnen und Hamburger, die die U-Bahn bislang nur vorbeifahren sahen, haben eine U-Bahn-Haltestelle jetzt direkt vor ihrer Haustür und erreichen so bequemer und schneller ihre Ziele. Die Fahrzeiten in die Hamburger Innenstadt mit dem ÖPNV verkürzen sich durch die Station gegenüber vorher um 15 bis 20 Minuten. Für die Bürgerinnen und Bürger in Oldenfelde bringt der eigene U-Bahn-Anschluss damit vor allem mehr Lebensqualität. Besonders freut mich, dass die neue Haltestelle gemeinsam mit den Anwohnerinnen und Anwohnern konzipiert wurde. Die Haltestelle Oldenfelde ist ein wirklich gelungenes Gemeinschaftsprojekt.“

Hintergrund

Die neue Haltestelle wurde auf dem mit 2,6 Kilometern relativ langen U1-Abschnitt zwischen Farmsen und Berne gebaut und bietet ab sofort rund 4.500 Anwohnerinnen und Anwohnern erstmals einen fußläufigen Zugang zum Hamburger U-Bahn-Netz. Die Reisezeit zum Hamburger Hauptbahnhof verringert sich von derzeit rund 40 Minuten mit dem Bus auf dann 22 Minuten. Die Kosten für das Gesamtprojekt liegen bei rund 20 Millionen Euro. 

Die oberirdische Haltestelle Oldenfelde liegt im Bereich Busbrookhöhe/Am Knill und verfügt über einen Bahnsteig mit 125 Metern Länge. Dieser wird von einem rund 83 Meter langen und 10 Meter breiten Dach überspannt. Hinzu kommt das Dach des Technikgebäudes, das wie die Überdachungen der Fahrradstellplätze begrünt worden ist. Insgesamt mehr als 300 Tonnen Betonstahl und 1 700 m³ Beton sowie 60 Kilometer Elektrokabel wurden in der gesamten Haltestelle verbaut.

Vom Mittelbahnsteig der Haltestelle führen ein Aufzug und eine Fahrtreppe direkt in die Schalterhalle, die von beiden Seiten des Bahndamms zugänglich ist. Dass die dadurch entstandene Unterführung unter den Bahngleisen auch außerhalb der Betriebszeiten der U-Bahn offen bleibt, war ein Ergebnis des umfangreichen Bürgerbeteiligungsverfahrens, das die Planungen begleitet hat. Auch der begrünte Bahndamm auf der Ostseite der Haltestelle und die begrünte Sichtschutzwand im Westen gingen aus dem Verfahren hervor. 

Bei der Planung der Haltestelle wurde der Schwerpunkt auf eine fußgänger- und fahrradfreundliche Gestaltung gelegt. So ergänzt eine Bike&Ride-Anlage mit rund 350 Stellplätzen die Haltestelle. Die Anlage hat neben zwei Sammelschließanlagen insgesamt 160 überdachte Fahrradstellplätze auf Doppelstockparkern und 170 freie Stellplätze. Die Fahrradstellplätze auf der Westseite (Busbrookhöhe) können ab sofort genutzt werden, die Fahrradstellplätze auf der Ostseite (Am Knill) werden parallel zu den Arbeiten an den Außenanlagen im Frühjahr 2020 fertig gestellt. 

Die Haltestelle hat die HOCHBAHN in enger Zusammenarbeit mit dem Bezirk, aber auch den Anwohnerinnen und Anwohnern geplant. Viele der Anregungen aus dem Beteiligungsverfahren konnten in die Planung aufgenommen werden. Die Unterführung unter der Haltestelle wird auch außerhalb der Betriebszeiten offen bleiben und trägt so dazu bei, dass Farmsen-Berne und Oldenfelde enger zusammenwachsen.

Die neue U1-Haltestelle ist neben der U4-Verlängerung zu den Elbbrücken, den Planungen zur U4-Verlängerung auf die Horner Geest und zum Neubau der U5 Bestandteil des U-Bahn-Netzausbaus der Freien und Hansestadt Hamburg. Die Planungen dieser Großprojekte werden von einem mehrstufigen Bürgerbeteiligungsverfahren begleitet.