Anfang April hatten die HOCHBAHN und die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation eine erste Konzeptstudie für mögliche künftige Ausbauoptionen des U-Bahn-Systems bis 2040 vorgestellt. Die verkehrsplanerischen Vorüberlegungen beinhalten eine neue U-Bahn-Linie 5 zwischen Bramfeld und Lurup und die Verlängerung vorhandener Strecken, außerdem die Ergänzung des Bestandsnetzes um weitere Haltestellen, darunter eine neue Station zwischen den U-Bahn-Haltestellen Farmsen und Berne – die neue Haltestelle Oldenfelde. Die Planung der neuen U-Bahn-Haltestelle „Oldenfelde“ nimmt bereits Gestalt an.

Wie die beiden SPD-Bürgerschaftabgeordneten Ole Thorben Buschhüter (Rahlstedt) und Lars Pochnicht (Farmsen-Berne) durch eine Kleine Anfrage an den Senat erfuhren, wurde die grundsätzliche Machbarkeit zwischenzeitlich überprüft. Im nächsten Schritt soll nun die Entwurfsplanung erstellt werden, anhand derer auch erste Abschätzungen des Kostenrahmens möglich sind. „Der Senat meint es ernst mit dem Ausbau des Hamburger Schnellbahnnetzes. Die neue Haltestelle Oldenfelde ist ein Beitrag dazu, der zudem relativ schnell umgesetzt werden könnte“, meint Buschhüter. Laut Hochbahnchef Günter Elste könnte die Station bereits im Jahr 2017 gebaut werden.

Zwischen den Haltestellen Farmsen und Berne liegen 2,6 km – der längste Haltestellenabstand im Hamburger U-Bahn-Netz. Nach gegenwärtigem Stand der Überlegungen ist die neue Haltestelle auf Höhe der Straßen Fünfstück und Busbrookhöhe, ca. 500 Meter südlich der Bekassinenaubrücke, vorgesehen, siehe Lageplan (Link s.u.). Hier soll ein Mittelbahnsteig gebaut werden. Das an der U-Bahn-Strecke verlaufende Versuchsgleis der Hochbahn könnte laut Senat in der vorhandenen Lage erhalten bleiben. „Auch der Neubau des Jugendclubs Berner Au und die angrenzende Freizeitfläche wären von der neuen U-Bahnhaltestelle nicht betroffen“, sagt Pochnicht.

Unklar ist noch, welche Auswirkungen die neue Bahnstation auf den örtlichen Busverkehr hat. Hierzu sind noch Abstimmungen zwischen der Verkehrsbehörde, dem HVV und der Hochbahn nötig, schreibt der Senat. Nach derzeitigem Stand könnte die vorhandene Erschließung der Wohnsiedlung Busbrookhöhe durch die Schnellbuslinie 36 nach Inbetriebnahme der neuen Haltestellen entfallen.

Link zur Schriftlichen Kleinen Anfrage „Neue U-Bahn-Haltestelle Oldenfelde“ (Drucksache 20/12699):
http://www.buergerschaft-hh.de/Parldok/tcl/PDDocView.tcl?mode=show&dokid=46010&page=0