Das Rahlstedt CENTER wurde überraschend an einen neuen Eigentümer verkauft. Wie die Immobilien-Zeitung berichtet, habe der Investor Arrow Capital Partners, ein Unternehmen des australischen Familiy-Office AMB Capital, das Rahlstedt CENTER für 35 bis 45 Millionen Euro erworben. Mit dem Wechsel des Eigentümers ging auch ein Wechsel des Centermanagements einher. Dies übernimmt ab sofort Kintyre Management aus Frankfurt am Main. Was bedeutet das für Rahlstedt?
Der Rahlstedter SPD-Bürgerschaftsabgordnete Ole Thorben Buschhüter sagt zu dem Verkauf des Rahlstedt CENTERs: „Neun Jahre nach dem letzten Verkauf hat das Rahlstedt CENTER einen neuen Eigentümer. Welche Konsequenzen das für unser Einkaufszentrum hat, ist noch nicht abzusehen. Ich hoffe vor allem, dass der neue Eigentümer eine langfristige Anlagestrategie verfolgt und das Rahlstedt CENTER nicht als Spekulationsobjekt betrachtet. Ich werde zeitnah das Gespräch mit dem neuen Centermanagement suchen. Das Rahlstedt CENTER ist für die Angebotsvielfalt und den Branchenmix im Ortskern Rahlstedt ein wichtiger Partner. Denn der Ortskern hat wie viele andere Einkaufsstraßen in ganz Deutschland mit dem Strukturwandel im Einzelhandel hart zu kämpfen. Dem neuen Centermanagement wünsche ich für die Vermietung und die Attraktivierung des Rahlstedt CENTERs viel Erfolg.“
Das Rahlstedt Center wurde 1983 von der Hamburg-Mannheimer Versicherung errichtet und von 2008 bis 2010 modernisiert und umgestaltet. Die Einzelhandelsfläche mit 54 Ladeneinheiten verteilt sich auf drei Ebenen und umfasst 21.621 Quadratmeter. Zum Center gehören außerdem 56 Wohnungen (3.100 Quadratmeter) und 12 Büroeinheiten (2.600 Quadratmeter) sowie ein Parkhaus mit rund 500 Stellplätzen. Vor neun Jahren war das Rahlstedt CENTER schon einmal verkauft worden, damals von der MEAG, einer Tochtergesellschaft der ERGO Versicherung, an CBRE Global Investors mit Sitz in Dallas, Texas, für einen seiner Fonds mit einer „pan-europäischen Einzelhandelsinvestment-Strategie“, wie es damals hieß.
Links:
- Arrow Capital: https://www.arrowcapital.com.au/de/arrow-capital-deutsch/
- Kintyre Management: https://www.kintyre.de
- Immobilien-Zeitung (Bezahlschranke): https://www.iz.de/transaktionen/news/-arrow-capital-kauft-rahlstedt-arcaden-2000036645
Früher war das Center schöner.
Das wird sicherlich jeder so sehen.
Mit dem Umbau Anno 2008 hat man sich meiner Ansicht nach keinen gefallen getan da es auf kosten der Baulichen Attraktivität des Centers ging. Damals hatte man quasi eine große Halle und die Geschäfte verliefen ringförmig an der Seite entlang während in der Mitte Ausstellungen oder Aktionen zu Themen stattfanden. Jetzt ist es eine 0815 Mall nach Amerikanischen Vorbild das man so überall findet. Früher recht offen ist es jetzt bzg. Lichteinfall geschlossen.
Von mir aus könnten man es nochmal 2 Jahre dicht machen und komplett Umbauen aber diesmal mit mehreren Vorschlägen und unter Einbeziehung der Bürger und Bürgerinnen.
Vielen Dank für Ihren Beitrag. Kleine inhabergeführte Geschäfte gibt es leider immer weniger. Die Herausforderung, vor dem die Center-Betreiber damals standen, war, dass viele Einzelhandelsketten große Ladenflächen verlangten, die das Rahlstedt Center vor dem Umbau nicht bieten konnte. Das Problem wurde mit dem Umbau gelöst. Aber ich stimme Ihnen da völlig zu: Mit dem Umbau ist der alte Charme des Einkaufszentrums verloren gegangen. Etwas Besonderes ist das Rahlstedt Center nicht mehr.
Ich bin als Kind aufgewachsen in Rahlstedt. Mir wird richtig warm ums Herz, wenn ich an das alte Rahlstedt Center denke. Erinnere mich daran, wie früher dort in der „Halle“ von der Bundespost BTX präsentiert worden ist
Und dann gab es noch das Rahlstedt Kino. Immer wenn ich wieder in Rahlstedt bin, macht mich das dunkle Center fassungslos: keine Seele mehr!
So geht es mir auch. Aber man muss auch sehen: Es gibt immer weniger inhabergeführte Geschäfte, was nicht am Rahlstedt Center liegt. Um auch große Filialisten ins Center zu holen, war ein Umbau unumgänglich, um größere zusammenhängende Flächen zu schaffen, die es vor dem Umbau so nicht gab. Läden wie beispielsweise H&M wären ohne den Umbau im Rahlstedt Center nicht nach Rahlstedt gekommen. Vielleicht hätte man das Ziel (größere Ladenflächen) auch anders hinbekommen können, aber alles so zu lassen, wie es bis vor dem Umbau war, war keine Lösung.
Moin Herr Buschhueter. Habe auf dem Markt vernommen das in der Rahlstedter Bahnhofstraße der Bio Markt,Rewe, Rossmann, Budni und andere Geschäfte schließen. Ist da was dran?
Mit freundlichen Grüßen
R. Thomas
Ja, im Ortskern Rahlstedt werden einige Läden schließen, leider. Die Gründe dafür sind vielfältig. Ich plane dazu noch einen eigenen Beitrag.
Bekannt und bestätigt sind: Tjaden’s Bio-Markt hat laut Aushang im Laden Ende Oktober geschlossen, der Budni in der Bahnhofstraße schließt ebenfalls (Datum unbekannt, Ladenfläche ist zur auf immobilienscout24.de Vermietung inseriert), der Rewe-Markt schließt wohl Anfang nächsten Jahres (Ende Februar?). Zumindest für den Rewe-Markt gibt es bereits eine Nachfolge: Hier soll stattdessen ein Lidl-Markt eröffnen. Gerüchteweise wird eine Schließung der Rossmann-Filiale kolportiert, ist aber nicht bestätigt. Der türkische Imbiss in der Schweriner Straße 1a wird auf immobilienscout24.de zur Neuvermietung inseriert. Und die Heideschlachterei Dehning im Rahlstedt Center ist insolvent und wird auch bald (Ende November?) schließen. Weitere Schließungen sind nicht bekannt und bestätigt.
Danke für die Info
Mit freundlichen Grüßen
R. Thomas
Guten Tag Herr Buschhüter,
mit Verwunderung, wenn nicht gar Entsetzen musste ich vor einigen Tagen feststellen, dass wir in Rahlstedt schon wieder eine wichtige Versorgungsquelle verloren haben und noch werden. Schon die Schließung des Reformhauses, die meines Wissens mit einem „ Gschmäckle“ einhergegangen sein soll, ist mehr als bedauerlich! Nun auch noch Tjadens! Die Post ist weg, Rewe soll verschwinden, vielleicht auch noch Rossmann! Stattdessen gibt es viele Friseure, Barbershops, Nagelstudios, Fastfood Restaurants, Billigläden. Ein so riesiger Stadtteil sollte im Centrum vielfältige Versorgungsmöglichkeiten vorhalten. Das höre ich immer wieder von Freunden und Bekannten und sogar im Vorbeigehen bei mitgekommenen Gesprächen von fremden Mitbürgern. Mir ist klar, dass die Politik nicht direkt eingreifen kann, aber die Bedingungen kann sie beeinflussen, z. B. durch mehr Maßnahmen z. B. gegen Geldwäsche und Mietwucher. Wann passiert hier in Rahlstedt etwas?
Mit freundlichen Grüßen
R. Bergfeld
Sehr geehrte Frau Bergfeld,
mich beunruhigt das aktuelle Ladensterben im Ortskern ebenso wie Sie. Von den anstehenden Schließungen habe ich als Kunde, der selbst im Ortskern wohnt und dort auch einkauft, erfahren. Dass der stationäre Einzelhandel gerade sehr zu kämpfen hat, setzt nicht nur den Ortskern Rahlstedt unter Druck, sondern ist bundesweit zu beobachten, sogar in vermeintlich besseren Lagen. Zunehmender Versandhandel durch Internet-Shopping, aber auch eine anhaltende Kaufzurückhaltung tragen dazu bei. Doch die positive Nachricht ist: Die Kaufkraft in Rahlstedt ist überdurchschnittlich. Die Anstrengungen müssen darauf gerichtet sein, mehr von dieser Kaufkraft im Ortskern Rahlstedt zu binden. Dafür muss der Ortskern natürlich attraktiver werden und wieder mehr Geschäfte unterschiedlicher Branchen bieten.
Die Politik ist in die Vermietungspraxis der privaten Eigentümer allerdings nicht involviert, kennt auch die Eigentümer größtenteils gar nicht. Wir haben darauf keinen Einfluss. Alle Wohn- und Geschäftshäuser im Ortskern Rahlstedt und damit auch die darin befindlichen Ladenflächen befinden sich im Eigentum von Privatpersonen oder privaten Kapitalgesellschaften. Gewerbemieten regelt allein der Markt, etwas Vergleichbares wie das soziale Wohnraummietrecht gibt es nicht.
Aus er Rahlstedter Geschäftswelt gibt es Überlegungen, wie der Ortskern Rahlstedt attraktiver gemacht werden kann: Konkret wird über die Gründung eines BID (Business Improvement District) nachgedacht. Ein BID ist ein Geschäftsgebiet, in dem in Eigenorganisation ansässiger Grundeigentümer Maßnahmen zur Quartiersaufwertung durchgeführt werden. Durch gezielte Investitionen tragen sie zur Entwicklung und Attraktivitätssteigerung eines Quartiers bei. Die Politik unterstützt die Idee der Geschäftsleute und bestärkt sie in dem Wunsch, mittels eines BID ihrerseits einen Beitrag zur Steigerung der Attraktivität des Ortskerns zu leisten und dabei alle Grundeigentümer in die Pflicht zu nehmen. Anderswo in Hamburg wurden damit gute Erfahrungen gemacht. Zuletzt berichtete auch abendblatt.de über die BID-Idee: https://www.abendblatt.de/hamburg/wandsbek/article410250526/einzelhandel-hamburg-rahlstedter-fussgaengerzone-so-kann-sie-attraktiver-werden.html
Seien Sie versichert, dass sich die Politik ernsthafte Gedanken darüber macht und auch konkrete Schritte unternimmt, um den Ortskern Rahlstedt attraktiver zu machen. Das Handlungsfeld der Stadt beschränkt sich dabei aber im Wesentlichen auf den öffentlichen Raum (Fußgängerzonen, Verkehrsanbindung), für die Ladengeschäfte sind die Eigentümer/Vermieter verantwortlich.
Ich bereite zu der Thematik noch eine ausführliche Stellungnahme/Einordnung vor, die dann hier in meinem Wahlkreis-Blog veröffentlichen werde.
Viele Grüße
Ole Thorben Buschhüter
Da stimme ich zu 100% zu!!!
Was den Leerstand betrifft muss man sich nicht wundern.
Utopische Mieten führen dazu, daß kleine Geschäfte nicht überleben.
Ständig sind Fahrstühle und Rolltreppen lange defekt.
Ältere Menschen die auf diese angewiesen sind bleiben weg.
Es wäre sehr schade wenn das Rahlstedt Center den „Bach runter geht „
Aber ich glaube auch hier geht es mal wieder nur um das Geld.
Der neue Eigentümer und das neue Centermanagement haben eine Chance verdient, zeigen zu dürfen, dass sie bessere Pläne und Absichten für das Rahlstedt Center haben als ihre Vorgänger. In der Tat liegt dort einiges im Argen, z.B., was aufgeschobene Instandhaltung angeht. Ich hoffe, dass es hier besser wird und die Rahlstedter nicht erneut enttäuscht werden.
Ein Kino wäre schön.
Ja, das wäre mal was…
Rentiert sich heutzutage wahrscheinlich nicht. Einen gewissen Charme hätte es aber trotzdem ein Kino in Rahlstedt zu haben.
Ich erinnere mich noch gut an das damalige Kino „Movie“ im Wariner Weg.
Wir hatten hier schon mal ein Kino in Rahlstedt – um die Jahrhundertwende – und waren ganz traurig, als es geschlossen wurde.
In der Tat, das war das Movie im Wariner Weg. Offenbar war es damals wirtschaftlich nicht mehr tragbar. Um die Jahrtausendwende waren in Hamburg mehrere große Multiplex-Kinos entstanden, die kleinen Stadtteilkinos starke Konkurrenz machten.
Armes Rahlstedt es ist inzwischen ein Elendsviertel geworden!!!
Ich teile Ihre Beschreibung ausdrücklich nicht und halte es auch für falsch, den Stadtteil derart schlecht zu reden. Als Elendsviertel werden allgemein besonders arme und heruntergekommene Viertel von Städten bezeichnet, die meist ausschließlich von armen Bevölkerungsgruppen bewohnt werden. Das trifft auf den Stadtteil Rahlstedt, der eine überdurchschnittliche Kaufkraft aufweist, ganz gewiss nicht zu. Aktuell macht der Ortskern Rahlstedt eine schwierige Zeit durch, mehrere Läden schließen leider. Das ist aber keine Rahlstedter Besonderheit, sondern der Einzelhandel hat es aktuell bundesweit nicht leicht. Das macht Rahlstedt aber noch nicht zu einem Elendsviertel.
Moin Herr Buschhüter,
wie wär´s denn damit
https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Grundbesitz-Stadt-Hamburg-kauft-weitere-Grundstuecke-auf,grundbesitz102.html
Herr Dressel: Um die Bodenspekulation in HH weiter zurückzudrängen – HH KAUFT für verträumte ca. 35 Mio – anstatt beim Hüttchenspiel Texas-Australien-China- u.v.a. für so ein Sahnestück – statt zuzuschauen a) verkauft an b) der an c) und der an d) – immer schön Maklergebühren, spekulation PUR – und?? im Center funktionieren die „automatischen Türen“ zu 20 % p.a. bis heute …Tiefgaragen Schlagbaum? Habe aufgehört zu zählen wie oft die kaputt sind…
War nur mal ne Idee – was sagen Sie?
VG
Wolfgang T
Die Stadt kann nicht alles kaufen, sondern muss auch Prioritäten setzen. Einkaufszentren gehörten jedenfalls bislang nicht dazu, erst recht nicht, wenn sie (trotz einigem Leerstand) doch überwiegend vermietet sind. Mit der leerstehenden Karstadt-Immobilie in Harburg, die die Stadt gekauft hat, ist das Rahlstedt CENTER jedenfalls nicht vergleichbar. Ich sehe auch nicht, dass die Stadt hier überhaupt ein Vorkaufsrecht hätte. Und mitbieten und damit den Kaufpreis noch in die Höhe treiben, kommt schon gar nicht in Frage.
Prioritäten? Ich frag mal andersrum – Stichworte: ex HEW, Hein Gas, Scholz Tower, die EKZs Berliner Platz, Groß Lohe, Hegeneck, EKZ Rahlstedt u.a. – überall tummeln sich Texaner, Australier, Hedgefonds u.v.m.
Ist es normal, Stadteigentum damals zu verkaufen um Haushaltslöcher zu stopfen um dieses ehemalige EIGENTUM dann zum überteuerten Preis zurück zu kaufen?
Wandsbeker Rathaus:
CDU verkauft 2006 an privaten Investor, Stadt zahlt teuer Miete-entdeckt oh jeh: nicht gut, kaufen wir 2023 für bummelig 25 Mio zurück.
Die Begründung:
Die Stadt wollte mit dem Rückkauf langfristig ihre Immobilienstrategie neu ausrichten und Kosten sparen?!?!?
Es geht doch nicht darum ein EKZ selbst zu betreiben – sondern sich wie in soo vielen anderen Fällen ZUKÜNFTIG den eigenen GRUND UND BODEN zu sichern – mit z.B. Erbaurecht, Vermietung und verpachtung oder oder… BENCO??
Herr Dr. Dressel
könnte doch kreative SPD Vorschläge machen, um diesen Wahnsinn endlich mal zu stoppen. Allein in Groß Lohe das EKZ – gibt und gab es seit ich als Rahlstedter hier wohne (ca. 50 Jahre!) ca. 7-8 verschiedene sog. „Vorhabenträger“ – und kein einziger Stein ist bisher bewegt worden?!?!? Was stimmt hier nicht?
Verfall, Leerstand – nur Absichtserklärungen?
EKZ Harburg:
„Planet Harburg“ ist der Startschuss für die zukünftige Entwicklung des Standorts. Wie schreibt das Abendblatt:
„Der Einzelhandel soll wieder eine Rolle spielen, da die Stadt Hamburg eine Mietvertrag abgeschlossen hat, der die Wiedereröffnung mit Einzelhandel ermöglicht.“
Tja – mal wieder an den sterbenden Einzelhandel denken und Perspektiven geben….
Die Stadt soll sich nicht – wie Sie sagen – daran beteiligen die Preise in die Höhe zu treiben – Vorkaufsrecht hin oder her – Enteignungen und viele andere derzeit praktizierte Vorgänge der Stadt passieren jeden Tag vor unseren Augen..
Es war nicht richtig, von städtischem Behörden genutzte Bürogebäude zu verkaufen. Das war eine einsame Entscheidung des CDU-Senats, die die SPD damals abgelehnt hatte. Wir können das Rad der Zeit nicht komplett zurückdrehen. Aber in dem einen oder anderen Fall (Finanzbehörde Gänsemarkt, Rathaus Wandsbek) hatten wir die Gelegenheit dazu und haben sie genutzt. Für das Rahlstedt CENTER sehe ich das nicht, zumal es ja auch nie der Stadt gehörte. Wie gesagt besteht die Gelegenheit dazu gar nicht, mangels Vorkaufsrecht. Und eine Enteignungsermächtigung gibt es schon gar nicht. Dass ausländisches Kapital in Deutschland investiert wird, ist ja nur zu begrüßen. Problematisch wird es, wenn das Geschäftsmodell eigentlich nur darin besteht, die Rendite aus steigenden Bodenpreisen und einem gewinnbringenden Weiterverkauf zu ziehen. Die „Hamburger Baulandstrategie“ können Sie hier nachlesen: https://www.buergerschaft-hh.de/parldok/dokument/85275/hamburger_baulandstrategie_zugleich_stellungnahme_des_senats_zum_ersuchen_der_buergerschaft_vom_30_september_2020_konsequent_gegen_spekulation_mit_gru.pdf
Sehr geehrter Herr Buschhüter,
vergessen wir einmal das „Vorkaufsrecht“…. es geht doch um konkrete Vorgehensweisen seitens einer so mächtigen und agierenden SPD geführten Großstadt – nicht darum, ständig neu abzuwiegeln oder um neue Ausschüsse/Gremien zu bilden.
Beispiel unser/mein Auftritt Dankeskirche 2019: Isaris GmbH gehörte zu einem der größten Hedgefonds der Welt – Lone Star-Texas.
Man/ich fragte nach: Wie kann eine ISARIS GmbH/25.000€ – über Österreich mit 111.000tsd € ein Hegeneck-Millionenprojekt „an Land ziehen“? Wochen später: Isaris nicht mehr – neuer Vorhabenträger folgt (es wird unangenehm??)
Es geht darum, dass auch ein durchaus geviewter Dr. Dressel oder Andere Personen/Institutionen/Gerichte Mittel und Wege mit den entsprechenden Rechtsbeiständen als Repräsentant der FHH sich vorher in Verhandlungen z.B. mit Auflagen einzubringen, (s. Elbtauer-Alleingang, undurchsichtig, Lieblingsprojekt ex BM Scholz) notfalls wie Mr. D.Trump – solche offensichtlichen Spekulations-Projekte endlich mit (Not-) Verordnungen, Gerichten oder anderen Mitteln zu stoppen…..
Sagen sie mir bitte nicht, dass der Einfluss einer Stadt nicht soweit reicht, sich vor solchen OFFENSICHTLICHEN Tricksereien zu schützen – privat hin oder her, Vorkaufsrecht hin oder her – das Argument was uns Bürger immer entgegen schlägt: GESAMTSTÄDISCHES INTERESSE der Stadt HH geht vor – Ende der Diskussion – basta! Wir schlucken – Spekulanten machen weiter – ist das der Plan bzw. Konzept der Stadt HH?
Lösungen müssen her … auf keinen Fall sooo weiter tatenlos zuschauen… Benco & Co sind und bleiben Kraken.
Bis die Tage + beste Grüße
Wolfgang T.
Ob es sich im Falle des Rahlstedt CENTERs um ein Spekulationsobjekt handelt, wissen wir gar nicht. Der vorherige Eigentümer hat das Eigentum immerhin neun Jahre gehalten, die Gründe für den Verkauf kennen wir nicht, ebenso wenig die konkreten Kaufpreise jetzt und vor neun Jahren. Ich wünsche mir, dass der neue Eigentümer ein intrinsisches Interesse daran hat, ein Einkaufszentrum zu besitzen und gut zu führen.
Anhand der bisher liebevoll gestalteten Schaufenster der leerstehenden Ladenflächen kann man erkennen, dass es bisher nicht egal war, was aus dem Center wird. Wobei Leerstand nunmal Leerstand ist. Es gleicht aber einem Kampf gegen Windmühlen, dem Verfall der Innenstädte die Stirn zu bieten. Das Risiko, mit dem Gewerbe zu scheitern, geht kaum noch jemand ein, bis auf bestimmte Gastronomen. Davon haben wir aber schon genug. Ich hoffe so sehr, dass der neue Eigentümer Lust auf neue Ideen hat und nicht nur an Profit denkt! Aber wahrscheinlich ist das auch nur wieder frommes Wunschdenken…
Das hoffe ich auch. Und die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Ich bin gespannt darauf zu erfahren, welche Ideen und Vorstellungen das neue Center Management für das Rahlstedt CENTER hat – und was der neue Eigentümer davon bereit ist zu finanzieren.
Als langjähriger Kunde, der beide Bauweisen kennengelernt hat, vermisse ich die ursprüngliche Gestaltung. Ein vielfältiges Angebot mit kleinen, oft inhabergeführten Geschäften – im Erdgeschoss und in einer Galerie. In der Mitte eine überdachte Veranstaltungsfläche, die z.B. Raum für einen Weihnachtsmarkt bot.
Dies fiel einem Umbau zum Opfer, weil man das Heil in großen Verkaufsflächen sah.
Der Charme des „alten“ Centers ging verloren.
Berndt Wagner
Ich erinnere mich auch noch gerne an das alte Rahlstedt CENTER zurück. Die große Veranstaltungsfläche in der Mitte war etwas ganz Besonderes, das Rahlstedt jetzt fehlt. Wir wissen nicht, wie es ohne den Umbau geworden wäre. Inhabergeführte Geschäfte werden auch andernorts immer weniger. Möglicherweise hätte ein Verzicht auf den Umbau noch mehr Leerstand bedeutet, weil die „Großen“ mit den kleinen Ladenflächen nichts hätten anfangen können. Es ist wirklich eine Krux.
Ich glaube nicht das sich etwas ändert.Rahlstedt bleibt ein Dorf,nur in manchen Dörfern ist mehr los.
Das wäre sehr schade, denn Rahlstedt hat mehr verdient. Mit 95.836 Einwohnerinnen und Einwohnern ist der Stadtteil Rahlstedt kaum kleiner als Schwerin oder Flensburg.
Das hört sich nicht gut an. Welches Interesse sollte ein globaler Investor in der Größe von Arrows ausgerechnet an Rahlstedt, der Stadtteilkultur und dem Center haben, ausser der Spekulation auf schnelles Geld?
Hoffentlich haben Sie Recht mit der Hoffnung dass es nicht so ist. Das Center hätte es bitter nötig. Ein Investitionsstau in den Ladenzeilen, Parkhaus und Einrichtungen ist nicht zu übersehen. Auch der Leerstand nicht. Ansonsten fürchte ich für das Rahlstedt Center das gleiche Schicksal wie von einigen anderen Centren in Hamburg. Hoffen wir das Beste.
Die Hoffnung stirbt zuletzt. Ich bin gespannt zu erfahren, welche Ideen und Vorstellungen das neue Center Management für das Rahlstedt CENTER hat. Dabei wird aber auch entscheidend sein, welche Investitionen der neue Eigentümer zu tätigen bereit ist. Der bisherige war zuletzt knauserig, was am Instandhaltungsstau gut erkennbar ist.
Ganz fix mal mehr über die Pläne erfahren!
Ich bin gespannt und hoffe auf Belebung!
Ich werde berichten, sobald ich mehr weiß.