Zehn Rangerinnen und Ranger der Umweltbehörde sind zukünftig in den 36 Hamburger Naturschutzgebieten unterwegs, darunter auch die drei Rahlstedter Naturschutzgebiete Höltigbaum, Stellmoorer Tunneltal und Stapelfelder Moor. Mit diesen drei Naturschutzgebieten stehen rund 515 Hektar der Fläche des Stadtteils Rahlstedt unter Naturschutz, das sind 19,4 Prozent, doppelt so viel wie hamburgweit. 

Die Rangerinnen und Ranger sollen in den Naturschutzgebieten vor allem über die Bedeutung der geschützten Natur informieren und auf die Einhaltung der geltenden Regelungen achten. Daneben werden sie praktische Arbeiten zur Biotoppflege durchführen oder Erholungseinrichtungen instand halten. Das Ziel ist es, durch ihre Präsenz und Mitarbeit zum Erhalt der Biotopwerte der Naturschutzgebiete beizutragen, Informationen und Aufklärung darüber weiterzutragen, wie notwendig es ist, die Regeln in den sensiblen Gebieten einzuhalten und bei Regelverletzungen im Bedarfsfall auch Ordnungswidrigkeitsverfahren einleiten.

Die Hamburgische Bürgerschaft hatte im April 2019 mit der Volksinitiative „Hamburgs Grün erhalten“ unter anderem vereinbart, „zehn ganze Stellen für Ranger in den Naturschutzgebieten und dem Biotopverbund dauerhaft einzurichten“, um die Betreuung der Naturschutzgebiete weiter zu verbessern. Die ersten Ranger sind bereis seit Beginn des Jahres 2021 im Einsatz, im Juli kamen weitere hinzu, zum 1. Dezember 2021 soll das Team von 10 Rangerinnen und Rangern komplett sein. Der professionelle Ranger-Dienst unterstützt so das bereits seit Jahrzehnten bestehende ehrenamtliche Engagement der Naturschutzverbände in den Hamburger Naturschutzgebieten.

„Rahlstedt gilt als besonders grüner Stadtteil und soll es auch bleiben. Die Rahlstedter Naturschutzgebiete sind die grünen Lungen unseres Stadtteils. Als erlebbare Erholungsgebiete dienen sie auch dem Naturgenuss der Bevölkerung. Doch in den Naturschutzgebieten gelten strenge Verhaltensregeln, die manche Besucherinnen und Besucher nicht ernst nehmen und damit der Natur schaden. Hier setzen die Rangerinnen und Ranger ein und klären auf, informieren und schützen“, sagt der Rahlstedter SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Ole Thorben Buschhüter.

Die Ranger stammen aus unterschiedlichen Berufen: Es sind ausgebildete Wildtierpfleger, Garten- und Landschaftsbauer, Tischler, Biologen, ausgebildete Landwirte. Sie alle sind geprüfte Natur- und Landschaftspfleger. Die Ranger werden nicht jeweils einem oder mehreren Gebieten zugewiesen, sondern alle – später zehn Rangerinnen und Ranger – werden in allen Naturschutzgebieten, auch in enger Abstimmung mit den jeweiligen verantwortlichen Bezirksverwaltungen, eingesetzt sein, sich vor Ort auskennen und zu unterschiedlichen Zeiten vor Ort präsent sein.  


Antrag „Vertrag für Hamburgs Stadtgrün: Siedlungsentwicklung ermöglichen – Naturqualität verbessern – Lebensqualität steigern. Maßnahmen zur Verbesserung von Hamburgs Grün – Verständigung mit den Initiatoren der Volksinitiative ‚Hamburgs Grün erhalten'“ der Fraktionen von SPD und GRÜNEN vom 24. April 2019 (Drucksache 21/16980): https://www.buergerschaft-hh.de/parldok/dokument/66527/vertrag_fuer_hamburgs_stadtgruen_siedlungsentwicklung_ermoeglichen_naturqualitaet_verbessern_lebensqualitaet_steigern_massnahmen_zur_verbesserung_vo.pdf