Nach zwei Jahren Bauzeit erstrahlt das Jugendzentrum Startloch in Rahlstedt-Ost in neuem Glanz. Rund 5 Millionen Euro wurden durch die Stadt in den großangelegten Umbau investiert – während des laufenden Betriebs. Insgesamt verfügt das Startloch über eine 600 Quadratmeter große Grundfläche verteilt auf drei Gebäude, die Außenanlage ist etwa 1.200 Quadratmeter groß. Als Ort der Offenen Kinder- und Jugendarbeit bietet es Raum für Sport, Musik, Projektarbeit und Workshops – orientiert an den Interessen der Jugendlichen. So sind die Wünsche der jungen Menschen auch in die Sanierung eingeflossen.
Seit 1975 betreibt der „Verein zur Förderung der kulturellen und politischen Bildung der Jugendlichen in Rahlstedt e.V.“ als freier Träger der Jugendhilfe das Jugendzentrum Startloch. Das Jugendzentrum bietet vielfältige Angebote zur Freizeitgestaltung und der kulturellen und politischen Bildung. Dazu gehören Projektarbeit, erlebnispädagogische Aktivitäten, Herstellen von Beteiligungsmöglichkeiten, Freizeitaktivitäten, Jugenderholung, soziale Gruppenarbeit sowie auch individuelle Beratungs- und Hilfsangebote zur Bewältigung von Alltagskonflikten. Das Startloch wird darüber hinaus als „Outdoor Sport – und Spieltreff“ sowie als „Legal Graffiti Location“, für Veranstaltungen und zum „Musikmachen“ genutzt.
Als Angebot der Offenen Kinder- und Jugendarbeit laufen im Startloch traditionell vielfältige Angebote der Freizeitpädagogik, jugendkulturelle Veranstaltungen, Gruppenarbeit, erlebnispädagogische Aktivitäten, Projektarbeit oder Workshops zu jugendrelevanten Themen. Es bietet insbesondere benachteiligten Jugendlichen einen Schutzraum und vermittelt Orientierungshilfen für Schule, Beruf, Freizeit, Gesellschaft und Alltag. Das Jugendzentrum Startloch hat sich in den Jahren seines Bestehens zu einer bedeutenden Anlaufstelle für junge Menschen aus dem Quartier entwickelt.
Die Anlage besteht aus drei ehemaligen Schulgebäuden der 60er Jahre. Die rund 600 Quadratmeter große Grundfläche verteilt sich auf ein Haupthaus, ein Gruppenhaus und ein Veranstaltungshaus. Umgeben werden die Gebäude von einem rund 1.200 Quadratmeter großen Außengelände. Die Gebäude wurden 2019 einer Baubestandsuntersuchung unterzogen und konnten im Ergebnis in ihrer Bausubstanz erhalten werden.
Im Jahr 2022 wurde die Sprinkenhof als Projektentwicklerin und das Architekturbüro MoRe Architekten PartGmbH mit der Planung der Umgestaltung des Jugendzentrums beauftragt. Im Rahmen einer Beteiligung der jugendlichen Nutzerinnen und Nutzer wurden Wünsche aufgenommen, die in der Planung berücksichtigt wurden.
Ende 2023 wurde mit der Baumaßnahme begonnen. Im laufenden Betrieb wurden die Gebäude in zwei Bauabschnitten entkernt, erhielten neue bedarfsgerechte Grundrisse sowie eine moderne und zeitgemäße Ausstattung. Außerdem wurden die Gebäudeumfassend energetisch ertüchtigt – inklusive Fenstertausch und Fassadendämmung.
Auch der Gestaltung der Außenanlagen wurde eine besondere Bedeutung beigemessen, wobei ebenfalls die Wünsche der jugendlichen Nutzerinnen und Nutzer sorgfältig berücksichtigt und in die Planung integriert wurden.
Entstanden ist ein Jugendzentrum, das hinsichtlich Ausstattung und Funktionalität einem Neubau gleichwertig ist und für die Jugendlichen im Quartier einen attraktiven Ort des Treffens und Verweilens schafft.
Neu-Eröffnungsfeier im Rahmen des bundesweiten Tages der Städtebauförderung
Anfang Mai fand unter dem Motto „Lebendige Orte, starke Gemeinschaften“ der bundesweite Tag der Städtebauförderung in Hamburg statt. Die Städtebauförderung wird in Hamburg unter dem Dach des Rahmenprogramms Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) umgesetzt. Die zentrale Hamburger Veranstaltung zum Tag der Städtebauförderung wurde in diesem Jahr im RISE-Fördergebiet Rahlstedt-Ost im Jugendzentrum Startloch gefeiert. Gleichzeitig wurden damit die Neu-Eröffnung nach einem rund zweijährigen Um-und Ausbau sowie das 50-jährige Jubiläum (2025) des beliebten Jugendzentrums mit Musikdarbietungen und Führungen durch das neue Jugendzentrum gefeiert.
Der Um- und Ausbau des Jugendzentrums Startloch ist ein Schlüsselprojekt der Gebietsentwicklung im RISE Fördergebiet Rahlstedt-Ost. Die Finanzierung erfolgte mit rund 3,14 Millionen Euro aus RISE-Mitteln der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (BSW), mit rund 1,19 Mio. Euro aus Mitteln der Rahmenzuweisung Offene Kinder- und Jugendarbeit sowie Mitteln zur energetischen Sanierung der Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung (BSFB) und mit rund 0,52 Mio. Euro aus Klimaplanmitteln der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA).
Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE)
Das Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) fördert lebendige stabile Quartiere und damit den sozialen Zusammenhalt in der Stadt. Es fasst die Programme der Bund-Länder-Städtebauförderung unter einem Dach zusammen mit dem Ziel, Quartiere mit besonderem Entwicklungsbedarf städtebaulich aufzuwerten und sozial zu stabilisieren. Die Lebensqualität in den Quartieren wird durch Investitionen in die Bildungsinfrastruktur und soziale Infrastruktur, in das Wohnumfeld, in die Qualifizierungöffentlicher Plätze, Freiflächen und Grünanlagen sowie Stärkung von Versorgungsstrukturen verbessert. Hamburg hat derzeit 25 RISE-Quartiere ausgewiesen, die in den verschiedenen Programmen der Städtebauförderung gefördert werden. Insgesamt werden 27 Fördergebiete gezählt, da einige Quartiere in mehreren Programmen der Städtebauförderung festgelegt sind.
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