Nachdem vor sieben Jahren bereits die Fahrbahn der Saseler Straße saniert worden war, sind nun endlich auch die teilweise völlig maroden Radwege zwischen Meiendorfer Straße und Berner Stieg und die Bushaltestelle Alaskaweg dran. Außerdem soll die StadtBus-Linie 275 in Höhe der Einmündung Schierenberg eine zusätzliche Haltestelle erhalten. Das Bezirksamt Wandsbek hat nun eine entsprechende Straßenbauplanung vorgelegt, die spätestens 2023 umgesetzt werden soll.

Hier einige Einzelheiten der Planung des Bezirksamts. Hierbei handelt es sich um den Planungsstand der so genannten 1. Verschickung, zu der jetzt alle möglichen Verwaltungsdienststellen Stellung nehmen werden und die in der Folge auch noch Veränderungen erfahren kann:

Die vorhandenen, aber teilweise sehr maroden Radwege werden größtenteils im Bestand erneuert, teilweise verlegt, und, wo möglich, verbreitert. Im Bereich der Bushaltestellen erfolgt eine komplette Überplanung des Straßenquerschnitts. Hier werden 2,25 Meter breite Radfahrstreifen angelegt. An den Einmündungen werden die teilweise starken Verschwenkungen der Radwege zugunsten einer möglichst geraden Linienführung aufgegeben. Der übergroße Einmündungsbereich Schierenberg wird verschmälert.

Die Fußwege werden nach Möglichkeit 2,65 Meter breit. An den Bushaltestellen und den Querungsmöglichkeiten werden für die Barrierefreiheit weiße Bodenindikatoren (taktile Elemente) für blinde und sehbehinderte Menschen eingebaut. Außerdem erhalten die Querungsmöglichkeiten differenzierte Bordsteinhöhen von 0 cm (für Rollatoren) und 6 cm (für Blinden-Taststöcke).

Die beiden Bushaltestellen Alaskaweg werden ebenfalls erneuert und barrierefrei umgebaut. zukünftig werden die Buss auf einer Betonfahrbahn am Fahrbahnrand halten, was die Anfahrbarkeit deutlich erleichtert. Außerdem werden in Höhe der Hausnummer 74/76, im Umfeld der Einmündung Schierenberg, zwei zusätzliche Bushaltestellen für die StadtBus-Linie 275 eingerichtet, um diesen Teil der Saseler Straße und das Neubaugebiet Irma-Keilhack-Ring besser an den ÖPNV anzubinden. Die beiden Richtungshaltestellen werden ebenfalls mit einer Betonfahrbahn am Fahrbahnrand und barrierefrei angelegt. Fahrgastunterstände sind hier aus Platzgründen leider nicht möglich.

Im Zuge der Bauarbeiten wird die öffentliche Beleuchtung verbessert. 13 der 17 Beleuchtungs-Maste werden versetzt oder erneuert, an drei Standorten werden zusätzliche Leuchten aufgestellt. Außerdem werden die vorhandenen Fußgängerüberwege im Planungsbereich besser beleuchtet, hier kommen vier Beleuchtungsanlagen hinzu.

Der ruhende Verkehr wird streckenweise neu geordnet. Im Abschnitt zwischen Lofotenstraße und Meiendorfer Straße soll das halbachsige Parken zukünftig nicht mehr möglich sein. Das ist schon zum Schutz der Radfahrerinnen und Radfahrer, für die die Radwege hier neu angelegt werden, notwendig. Stattdessen soll hier zukünftig auf der Nordseite am Fahrbahnrand geparkt werden dürfen. Außerdem sollen die acht Parkstände in der südlichen Nebenfläche zwischen Polarweg und Alaskaweg aufgrund der Querschnittsaufweitung zu Gunsten von Bushaltestellen, Radfahrstreifen und breiteren Gehwegen entfallen. Die Parkstände östlich des Alaskawegs sollen unverändert bestehen bleiben.

Finanziert werden soll die Maßnahme aus dem Sonderprogramm „Stadt und Land“, mit dem die Bundesregierung im Rahmen ihres Klimaschutzprogramms 2030 Investitionen in den Ländern und Kommunen zur Weiterentwicklung des Radverkehrs vor Ort unterstützt.

Alle Einzelheiten und weitere Informationen zur Planung können der Beratungsvorlage entnommen werden, die am Donnerstag, 11. November 2021, 18 Uhr auf der Tagesordnung des bezirklichen Ausschusses für Mobilität und Wirtschaft steht: https://sitzungsdienst-wandsbek.hamburg.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=1015404