Seit Samstag, 8. November ist die Berner Straße zunächst in Fahrtrichtung Berne/Sasel für den Autoverkehr wieder durchgängig befahrbar. Die vollständige Verkehrsfreigabe in beide Richtungen soll voraussichtlich am Samstag, 20. Dezember 2025 erfolgen. Bis dahin dauern die Bauarbeiten noch an, vor allem im Abschnitt Bargkoppelweg – Schierenberg. Mit Einschränkungen ist noch zu rechnen, insbesondere dort, wo noch an den Gehwegen gebaut wird und Radfahrstreifen noch nicht nutzbar sind.
Am Samstag, 8. November 2025 ist die Buslinie 275 im Bereich Berner Straße in Richtung U Berne auf ihren regulären Linienweg zurückgekehrt und bedient wieder die Haltestellen Redderblock und Berner Straße. In der Gegenrichtung fährt die Buslinie 275 seitdem nur noch eine kleine Umleitung über Arnswalder Straße und Alter Zollweg. Es gilt wieder der reguläre Fahrplan der Linie 275, mit regelmäßigen Abfahrten von U Berne Richtung Bf. Rahlstedt (Doberaner Weg) zur Minute 6, also mit fünf Minuten Übergang von der U1 aus Richtung Innenstadt. Während der Umleitung durch die Arnswalder Straße ist vor Hausnummer 23 eine Ersatzhaltestelle für die Haltestelle Redderblock (Richtung Bf. Rahlstedt) eingerichtet.
Die Buslinie X27 fährt in Richtung Poppenbüttel seit Samstag, 8. November 2025 erstmals in Richtung Poppenbüttel den direkten Weg über die Berner Straße, was in dieser Richtung eine deutliche Fahrzeitreduzierung mit sich bringt. In der Gegenrichtung fährt sie seitdem nur noch eine kleine Umleitung über Kriegkamp/Hermann-Balk-Straße/Greifenberger Straße/Arnswalder Straße/Alter Zollweg und wird in U Berne an der Bushaltestelle der Linie 275 in der Alten Berner Straße halten, bis sie dann mit der vollständigen Verkehrsfreigabe ab voraussichtlich Samstag, 20. Dezember 2025 auch in Richtung Bf. Bergedorf den direkten Weg über die Berner Straße nehmen kann.
„Darauf haben wir lange gewartet: Die durchgängige Verkehrsfreigabe in Fahrtrichtung Berne/Sasel sorgt bereits für eine deutliche Entlastung im Verkehrsgeschehen in der Region. Im letzten Schritt soll die Straße ab voraussichtlich Samstag, 20. Dezember dann auch wieder in beide Richtungen durchgängig befahrbar sein“, sagt der Rahlstedter SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Ole Thorben Buschhüter und ergänzt: „Der Autoverkehr erhält mit der neuen Berner Straße eine bedarfsgerecht ausgebaute und nagelneue Fahrbahn. Radfahrerinnen und Radfahrer fahren zukünftig auf geschützten Radfahrstreifen, auch dort, wo vorher Radverkehrsanlagen gänzlich fehlten. Moderne und barrierefreie Bushaltestellen erleichtern gehbehinderten Fahrgästen den Ein- und Ausstieg. Am Ende werden in der Straße 33 Bäume mehr stehen als vorher und mehr Platz für parkende Autos gibt es auch. So ärgerlich und anstrengend die viel zu lange dauernden Bauarbeiten sind: Am Ende wird sich das Warten gelohnt haben.“
Moin Herr Buschhüter,
Es geht voran auf der Berner Straße. Ein Dank an alle Bauarbeiter die fleißig alles daran setzen, dass der Termin am 20. zu halten ist. Und das trotz der Belastung durch den Einbahnstraßenverkehr.
Abgesehen davon,
ich bin nun schon etliche Male mit dem Auto und auch mit dem Rad durch die Baustelle gefahren und wundere mich über eine Sache… Die Protektionselemente für den Radverkehr entsprechen so gar nicht den Vorgaben, die ich in diesem PDF der Stadt Hamburg gefunden habe: https://www.hamburg.de/resource/blob/1030452/f1ac5f3ae3251c671bd4e1748be067b9/leitfaden-zur-nachruestung-von-protektionselementen-auf-radfahrstreifen-data.pdf
Überfahrbarkeit im Falle Bsp. eines Rettungseinsatz oder „Fehlerverzeihende Gestaltung“ wie es in dem Dokument heißt, kann ich nicht erkennen. Vor allem fällt auf: die Elemente sind deutlich höher als die angegebenen 8cm. Wenn da ein Radfahrer gegen fährt… Da bricht man sich doch alle Gräten!
Soll das wirklich so sein?
Liebe Grüße
Henry
Vielen Dank für Ihr Feedback. Ich war am Wochenende auf der Baustelle Berner Straße und habe mir ein Bild gemacht. So wie sich mir die Baustelle dargestellt hat, sieht es gut aus, dass die Berner Straße ab etwa 20. Dezember wieder in beide Richtungen befahrbar sein wird. Dass bis dahin auch alle Gehwege neu gepflastert sind, erscheint mir allerdings nicht mehr realistisch; die Bauarbeiten in den Nebenflächen werden daher wohl noch im 1. Quartal 2026 fortgesetzt werden müssen.
Die Protektionselemente, die in der Berner Straße zum Schutz der Radfahrenden am Rande der Radfahrstreifen verbaut werden, entsprechen denen der überarbeiteten Planung aus dem Jahre 2022. Bei den Protektionselementen handelt es sich um eine Forderung der Volksinitiative „Hamburger Radentscheid“, die sich die Hamburgische Bürgerschaft, um einen Volksentscheid mit noch weitergehenden Forderungen abzuwenden, 2020 zu eigen gemacht hatte. Auf die Frage, warum neuerdings ganz andere Protektionselemente empfohlen werden und die Planung für die Berner Straße nicht noch nachträglich geändert wurde, dazu erwarte ich eine Rückmeldung der Verkehrsbehörde.
Vielen Dank für die superschnelle Antwort!
Also liegt der Umsetzung eine veraltete Empfehlung zugrunde… Hmm.
Auf die Antwort der Verkehrsbehörde bin ich gespannt!
Liebe Grüße
Henry
Hallo Herr Buschhüter,
war gestern mal neugierig und bin durch die Berner Straße gefahren (geschlichen), Baustellenverkehr hat den Durchgangsverkehr behindert und auch umgekehrt! Fazit: Jetzt wird die Berner Straße wohl bis zum 20.12.2025 ganz bestimmt nicht mehr fertig. Wenn ich dort die Baufortschritte sehe, kann ich mir das nicht vorstellen. Ich musste schon bis zur Mitte der Strecke fahren um überhaupt „aktiv“ arbeitende Personen zu sichten!
Ach ja! Es war früher Vormittag – also Feierabend noch nicht in Sicht.
Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass zum 20.12. zumindest ein Zustand erreicht wird, der eine vollständige Verkehrsfreigabe in beide Richtungen für den Autoverkehr ermöglicht. Aber Zweifel sind berechtigt. Ich warte hierzu auf eine aktuelle Stellungnahme der Verkehrsbehörde und werde hier dann berichten.
Das scheint ein Grundproblem öffentlicher Szrassenbaustellen zu sein. Ich erinnere mich an die Sperrung der Eulenkrugstrasse bei den Bauarbeiten von Energienetze Hamburg. 500
Meter Strasse monatelang abgesperrt und tagsüber sieht man drei Arbeiter an einem Lochsauger, einer hält den Sauger, die anderen tippen auf dem Handy. Freitags Mittags ist Schicht im Schacht. Ich weiß, das sind situative Beobachtungen, aber ich denke schon, dass die Stadt ihre Auftragnehmer bezüglich der eingesetzten Manpower durchaus mehr unter Druck setzen könnten, um Strassenbaustellen schneller zu beseitigen. Vielleicht würde es auch Sinn machen, weniger Baustellen gleichzeitig aufzumachen, dafür die vorhandenen mit mehr Prio zu bearbeiten.
Dass es anders geht, beweist der neue E-Bus Betriebshof in Meiendorf. Ich wohne nebenan, also kann ich beurteilen, was da abgeht. Da wird mindestens 6*12 gearbeitet. Liegt vielleicht daran, dass es ein rot-grünes Vorzeigeprojekt ist und Strassen eben nicht so wichtig sind. Oder bei diesem Projekt die besseren Verhandler im Boot waren.
Wie dem auch sei, so schleichen wir tagtäglich an Strassenbaustellen vorbei, an denen außer Baken nichts zu sehen ist.
Vorweg: Wenn uns die Straßen nicht genauso wichtig wären, würden wir sie nicht reihenweise sanieren oder umbauen. Die Stadt investiert hier jedes Jahr hohe Millionenbeträge. Man könnte Straßen auch verlottern lassen, wie es Senate in der Vergangenheit getan haben. Das lehnen wir aber auch guten Gründen ab.
Die Berner Straße taugt dabei aber ganz sicher nicht als Positiv-Beispiel für effizienten Leitungs- und Straßenbau, eher als eines, von dem man lernen kann, wie man es besser nicht macht. Weil das Bauvolumen in den nächsten Jahren noch steigen wird, man denke nur an den Ausbau des Stromnetzes, wir bei Leitungs- und Straßenbau mehr in kürzerer Zeit schaffen müssen, und gleichzeitig einige Beispiele dafür haben, wie es nicht laufen darf, hat der Senat kürzlich seine Strategie „Zukunft Tiefbau“ vorgelegt. Sie können sie hier zur Lektüre herunterladen: https://www.buergerschaft-hh.de/parldok/dokument/97882/23_01815_bericht_des_verkehrsausschusses_ueber_die_drucksache_23_1493_strategie_zukunft_tiefbau_mehr_und_schneller_gemeinsam_ausbauen_im_bereich_der_verkehrs_e
Der größte Unterschied zwischen der Berner Straße und des Busbetriebshof Meiendorf ist wohl: Bei letzterem gibt es nur einen verantwortlichen Auftraggeber (nämlich die HOCHBAHN als Bauherrin), während wir es bei den Leitungs- und Straßenbauarbeiten in der Berner Straße mit wenigstens vier Auftraggebern zu tun haben (Hamburger Energienetze, Hamburg Wasser, HanseWerk Natur und Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer). So etwas besser unter einen Hut zu bekommen, ist ebenfalls Gegenstand der Strategie „Zukunft Tiefbau“.
Was immer noch unklar ist, ist das noch bestehende Verbot des Linksabbiegens vom Alten Zollweg in die Berner Straße.
Der Abbieger ist weiterhin abgesperrt.
Muss der Bereich der Berner Straße zwischen Alter Zollweg und Bargteheider Straße auch noch neu asphaltiert werden? Da ist die Fahrbahn ja ziemlich ramponiert nach den Bauarbeiten.
Das würde dann ja auch nochmal dauern und sicher nicht bis zum 20.12. realisiert…
Rückmeldung der Verkehrsbehörde zum Linksabbieger aus dem Alten Zollweg in die Berner Straße:
„Ein mögliches Linksabbiegen würde den nach Süden über Bekassinenau – Alter Zollweg abfließenden Umleitungsverkehr behindern. Der Linksabbieger in die Berner Straße wäre wartepflichtig. Es ist geplant, dass diese Verkehrsverbindung mit Verkehrsfreigabe der Berner Straße am 19.12.25 erfolgt.“
Hallo Ole, noch ist der Abschnitt Bargkoppelweg – Schierenberg ja der Bereich in dem am wenigsten fertiggestellt ist. Jedoch scheint es mir als wenn zukünftig kein Linksabbieger von der Berner Straße in die Polziner Str. mehr möglich sein wird. Hier ist nämlich bereits eine durchgezogene Linie auf dem Fahrbahnbelag Richtung Westen angebracht. Dies wäre natürlich eine erhebliche Einschränkung für die Anwohner der Polziner Str. Wir müssten dann von der Bargteheider Str. kommend zukünftig eine Schleife über Greifenberger und Hermann-Balk-Str. nehmen…. Kannst du bitte kurz aufklären ob das tatsächlich so kommt und wenn ja, wer sich diesen Blödsinn ausgedacht hat.
Das scheint mir tatsächlich so geplant zu sein. Hier der Auszug aus der Planung:
In den Erläuterungsberichten zur Planung steht dazu nichts. Ich vermute, dass Gründe der Verkehrssicherheit dagegen sprachen, das Linksabbiegen in die und aus der Polziner Straße hier weiterhin zu erlauben. Die Ein- und Ausfahrt in die/aus der Polziner Straße befindet sich hier direkt im Bereich der trichterförmigen Aufweitung der Fahrbahn vor dem Knoten Berner Straße/Bargkoppelweg.
Danke Ole für die Erläuterung.
Da wird eine stark befahrene 4-spurige Strasse auf 2 Fahrspuren zurückgebaut, während der gut 2 jährigen Bauzeit fuhren hunderte PKW und auch div. schwere LKW als Umleitung täglich durch eine Straße die eigentlich 30er-Zone ist (!) um dann nach Fertigstellung das Erreichen dieser Straße für die Anwohner derart einzuschränken dass wir nun Umwege fahren müssen um unsere Grundstücke zu erreichen. Das erschließt sich mir persönlich alles überhaupt nicht und ist ein erneuter Beleg dafür, dass in dieser Stadt von Ideologie-Politikern geplant und umgesetzt wird ohne Belange der Anwohner, die unmittelbar betroffen sind, einzubeziehen. Leider wird es nicht die letzte Fehlentscheidung der von Hrn. Tjarks geführten Behörde gewesen sein.
Für die Verkehrssicherheit ist allerdings die Polizei zuständig und verantwortlich…
Hallo Ole,
ich hoffe, dass mit der kompletten Freigabe der Berner Straße auch die Umleitungsstrecke schnell wieder entlastet wird. Zurzeit entstehen immer noch gelegentliche Rückstaus vom Alten Zollweg bis zur Rummelsburger Straße. Oft werden dann Abkürzungen durch Wohnstraßen genutzt.
In diesem Zusammenhang folgende Frage: Was wird aus der Lichtzeichenregelung im erweiterten Kreuzungsbereiche Alter Zollweg/Bekassinenau/Wolliner Straße, die wegen der Umleitung eingerichtet wurde ?
Lieber Berndt,
mit der Verkehrsfreigabe der Berner Straße auch in Richtung Rahlstedt ab voraussichtlich 20. Dezember 2025 wird das Verkehrsaufkommen auf der Umleitungsstrecke (u.a. Bekassinenau) wieder deutlich abnehmen. Nach der Verkehrsfreigabe in Richtung Berne am letzten Samstag war das auch schon zu beobachten.
Ich gehe davon aus, dass die provisorische Ampel am Knoten Alter Zollweg/Bekassinenau/Wolliner Straße zeitnah nach dem 20. Dezember 2025 außer Betrieb genommen und wieder abgebaut wird, weil die Umleitungsstrecke über die Bekassinenau dann nicht mehr benötigt wird. Die Ampel dient dazu, den Verkehr auf der Umleitungsstrecke zu bevorrechtigen. Es wird dann der alte Zustand wieder hergestellt und die Fußgängerampel wieder in Betrieb genommen.
Viele Grüße
Ole
Moin Herr Buschhüter!
Die betreffende Ampelanlage sollte zur Dauerlösung werden.
Diese verhilft an besagter Stelle nämlich zu einer fairen Verkehrssteuerung.
Allein in der Bekassinenau müsste dann die Zufahrt zur Bekassinenau 5 irgendwie berücksichtigt und die Lage der Ampel angepasst werden.
Dort hinführender Verkehr kann das betreffende Grundstück, das kurz nach dem Linksabbiegen vom Alten Zollweg in die Bekassinenau angefahren wird, oft nicht sofort anfahren, da an der Ampel in der Bekassinenau wartende Fahrzeuge die Zufahrt blockieren und es so zu Rückstaus im Bereich Alter Zollweg/Bekassinenau kommt.
Ähnliches bzgl. der Lage der Ampelanlage trifft auch auf die Zufahrt zur Tankstelle zu, da deren Zufahrt durch die Belegung aller Zapfsäulen auch oft zu Rückstaus im Bereich Bekassinenau/Alter Zollweg führt.
Beste Grüße
S.K.
Einstweilen wird die provisorische Ampel abgebaut und die Fußgängerampel wieder in Betrieb genommen. Über die Sinnhaftigkeit einer dauerhaften Signalisierung des gesamten Knotens gibt es unterschiedliche Meinungen. Ich finde, wir probieren es erst einmal wieder aus, ob es auch geht, wie jahrzehntelang zuvor. Gerade die von Ihnen beschriebenen Zufahrten sprechen ja auch gegen eine dauerhafte Ampellösung.
Tolle Sache Das mit der Haltestelle Redderblock beim 275er Richtung Berne ist nicht ganz richtig. HVV App oder Switch oder Website sagt rchtigerweise: Haltestelle Redderblock Richtung Berner Straße ist dauerhaft an die neue Position ca. 65 m weiter nach vorne verlegt aber die Haltestelle ist aktuell nicht dort an der Stelle an der sie in der Karte in der App angezeigt wird sondern weiter weg
Danke für den Hinweis. Ich gebe das an die HOCHBAHN weiter, damit das in den Auskunftsmedien entsprechend korrigiert wird.