Für Seniorinnen und Senioren wird es in Hamburg ab dem 1. Mai 2026 ein vergünstigtes Deutschlandticket für monatlich 49 statt regulär 63 Euro geben. Das ist das Ergebnis der gemeinsamen Planungen des Senats und der rot-grünen Regierungsfraktionen in den vergangenen Monaten. Vorausgegangen war ein rot-grüner Antrag im Januar 2025, mit dem SPD und Grüne den Senat mit der Einführung eines kostengünstigeren ÖPNV-Tickets für Senior:innen beauftragt hatten.
Dazu Dirk Kienscherf, Vorsitzender der SPD-Fraktion Hamburg: „Wir halten unser Versprechen: Wie angekündigt erhalten Senior:innen in Hamburg künftig ein vergünstigtes Deutschlandticket für 49 Euro im Monat. Bereits heute profitieren bestimmte Gruppen von reduzierten Ticketpreisen. Jetzt sorgen wir dafür, dass auch Senior:innen noch besser von den Mobilitätsangeboten unserer Stadt und in ganz Deutschland profitieren können. Viele ältere Menschen müssen im Alter mit wenig Geld auskommen – genau diese Menschen entlasten wir nun mit einem sozial gerechten Senior:innenticket. So sichern wir soziale Teilhabe und bezahlbare Mobilität. Für uns ist klar: Alle Menschen sollen in Hamburg gut und würdevoll leben können – bis ins hohe Alter.“
Dazu Ole Thorben Buschhüter, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion Hamburg: „Wir gestalten in Hamburg für alle Menschen eine zugängliche, moderne Mobilität und setzen dabei auf attraktive Preise – das zahlt auch auf die Mobilitätswende ein. Das teurere hvv-Seniorenticket war mit Einführung des Deutschlandtickets abgeschafft worden. Aufgrund der Preisanpassungen beim Deutschlandticket braucht es nun wieder ein passendes Angebot für Seniorinnen und Senioren. Mit der Ticketvariante für 49 Euro haben wir dafür eine gute Lösung gefunden. Für bedürftige Seniorinnen und Senioren gibt es in Hamburg zudem weiterhin den Sozialrabatt, mit dem ein Deutschlandticket zukünftig nur 27,50 Euro pro Monat kostet.“
Ab dem 1. Mai 2026 kommen Hamburgs Seniorinnen und Senioren in den Genuss von Vergünstigungen. Das neue hvv Deutschlandticket für Senioren in Hamburg kostet dann für alle Menschen ab 67 Jahren nur noch 49 Euro (statt regulär 63 Euro). Damit bleiben jeder Seniorin und jedem Senior jährlich 168 Euro mehr im Portemonnaie. Alle Hamburger Seniorinnen und Senioren, die bereits ein hvv Deutschlandticket haben, werden rechtzeitig vor dem 1. Mai persönlich angeschrieben und über das neue Angebot informiert.
Viele Menschen profitieren im hvv bereits von besonders günstigen Angeboten, so besitzen mehr als 200.000 Schülerinnen und Schüler in Hamburg das kostenlose hvv Deutschlandticket. Auch Auszubildende, Studierende und mehr als 330.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erhalten ihr hvv Deutschlandticket zu Sonderkonditionen. Außerdem gewährt die Stadt Hamburg den Sozialrabatt für Menschen im Leistungsbezug.
Antrag der Fraktionen von SPD und GRÜNE „Hamburger Senior:innenticket für eine altersfreundliche Mobilität“ vom 14. Januar 2025 (Drucksache 22/17540): https://www.buergerschaft-hh.de/parldok/dokument/89820/22_17540_hamburger_senior_innenticket_fuer_eine_altersfreundliche_mobilitaet
Foto und Copyright Titelbild: Christian Hinkelmann, http://www.bahn-bus-bilder.de
Ein ohnehin schon hochsubventioniertes Produkt nochmal „verbilligt“. Bedürftige (bitte nur mit Nachweis!) unterstützen – okay. Aber per Gießkanne an alle „Geschenke“ machen? Das ist ordnungspolitisch völlig falsch. Sie haben richtigerweise festgestellt, dass der letzte HVV Monatstarif 96,90€ kostete – nur für Hamburg wohlgemerkt. Kostendeckend war auch das schon nicht. Wer zahlt nun die Differenz – unkontrollierte Verschuldung ist der falsche Weg. Mobilität hat seinen Preis und muss reduziert werden – das Preisschild wurde aber leider mit dem Deutschland-Ticket abgeschafft. Nun denken alle, der ÖPNV kostet fast nichts und Mobilität ist unendlich möglich. Die Rechnung wird aber kommen, und Schulden müssen irgendwann zurückgezahlt werden. Die Menschen, die das dann leisten müssen, werden über die heutigen Verschwendungen urteilen. Schade.
Das ist eine berechtigte Sichtweise. Und gleichwohl war es richtig, nach der Pandemiezeit die Menschen wieder als Fahrgäste in die Bahnen und Busse zu locken. Das Deutschlandticket war und ist ein wichtiges Instrument dafür. Die deutschlandweite Gültigkeit will ich auf keinen Fall missen. Über den richtigen Preis kann man sich trefflich streiten. Hier geht es ja um die Senioren. Und da ist es schon richtig, dass sie nicht die einzige Gruppe sein dürfen, für die das Deutschlandticket am Ende eine deutliche Preiserhöhung im Vergleich zum Status quo vor dessen Einführung darstellt. Die Ermäßigung im Vergleich zu vormaligen Angeboten fällt bei dieser Gruppe, da die Tickets früher schon günstig waren, ohnehin sehr gering aus.
Und hier wieder Politik für die Alten. Die 14 Euro wären auch nicht drin.
Angst davor, eine große Wählergruppe zu vergraulen?
Nein. Es geht darum, gegebene Wahlversprechen auch einzuhalten. Junge Menschen kommen in Hamburg dabei nicht zu kurz: Schülerinnen und Schüler erhalten in Hamburg einen Rabatt aufs Deutschlandticket von zukünftig 63 Euro, sie fahren gratis. Auch für Auszubildende und Studierende gibt es günstigere Angebote als das zukünftige Seniorenticket. Und selbst für vollzahlende Berufstätige, die keine Arbeitgeberzuschüsse zum Deutschlandticket erhalten, stellt das Deutschlandticket für zukünftig 63 Euro weiterhin eine sehr große Ersparnis im Vergleich zu früher dar. Es kann aber auch nicht richtig sein, dass Seniorinnen und Senioren die einzigen sind, die im Vergleich zum Status quo vor Einführung des Deutschlandtickets deutlich draufzahlen.
Da die meisten Tenter*Innen gar kein Deutschlandticket benötigen, ist es keine Entlastung des einzelnen sondern im Vergleich zum ehemals alten Senorenticket in Höhe von 30,00€, eine Erhung von 19,00€.
Da haben die „Alten“ bestimmt viel von
Die hvv-Senioren-Karte für den Bereich Hamburg AB kostete zuletzt (2023) 54 Euro im Abonnement und 65,60 Euro als Monatskarte. Wenn das Deutschlandticket für Senioren in Hamburg zukünftig 49 Euro statt 63 Euro kostet, entlasten wir Seniorinnen und Senioren bei den Kosten der Mobilität.
Die 49 Euro für Rentner sind schon ok. Das man Kinder und Schüler umsonst kutschiert ist dagegen ein katastrophaler Fehler. Nicht nur die fehlenden Einnahmen, auch das viele Jugendliche sich so schnell wie es geht vom ÖPNV abwenden, wenn sie ihn bezahlen müssen – weil sie es anders gewöhnt sind. Mindestens 29 Euro hätten es sein müssen.
OK, das kann man so sehen. Die andere Perspektive ist aber: Wir haben im Wahlkampf 2020 die kostenlose Schülerfreifahrt versprochen und auch dieses Versprechen eingehalten. Wie sieht es nach der Schulzeit aus? Für Auszubildende gibt es einen Rabatt von 23,20 Euro vom Ausbildungsbetrieb oder von der Stadt (bei vollschulischer Ausbildung), das Deutschlandticket kostet sie dann nur 34,80 Euro. Dür Studierende gibt es das solidarische Semesterticket zum Preis von zukünftig ebenfalls 34,80 Euro/Monat. Und wer im Arbeitsleben steht erhält in vielen Fällen vom Arbeitgeber einen Zuschuss zum Deutschlandticket und zahlt dann ab 1.1.26 selbst höchstens 47,25 Euro für ein Deutschlandticket. Vor Einführung des Deutschlandtickets kostete eine Abokarte nur für den Bereich Hamburg AB zuletzt (2023) hingegen 96,90 Euro/Monat. Im Vergleich dazu ist selbst der Vollzahler-Preis des Deutschlandtickets von zukünftig 63 Euro weiterhin ein Schnäppchen.
Hallo Herr Buschhüter, kaum dran geglaubt Wahlversprechen eingehalten Super.Ihnen schöne Weihnachtstage und alles Gute fürs neue Jahr
Vielen Dank für Ihr Feedback! Wir versprechen in Hamburg gerne auch nur das, was wir einhalten können.
Hat auch nur 20 Jahre gedauert trotzdem sehr schön zu sehen, das Wahlversprechen eingehalten werden.
Das mit dem 20 Jahren verstehe ich nicht so ganz, denn das alte hvv-Seniorenticket wurde ja erst mit der Einführung des damals günstigeren Deutschlandtickets im Mai 2023 abgeschafft.