Schulsenator Ties Rabe hat heute den Referentenentwurf eines neuen Schulentwicklungsplans für Hamburg vorgestellt. Grund hierfür sind die absehbar weiter steigenden Schülerzahlen, die den Zubau von Klassenräumen und die Gründung neuer Schulen erforderlich machen. Was heißt das für Rahlstedt, Oldenfelde und Meiendorf?

Der Schulentwicklungsplan gliedert das Stadtgebiet in Regionen. Die Region 19 umfasst fast den gesamten Stadtteil Rahlstedt (einschließlich Meiendorf und Oldenfelde). Für die Region 19 wird ein Anstieg der Schülerzahlen um 25% prognostiziert. Hinzu kommt die Grundschule Potsdamer Straße, die im Schulentwicklungsplan der Region 15 (Wandsbek, Marienthal, Jenfeld und Tonndorf) zugeordnet ist.

Der Schulentwicklungsplan, der am 7. Mai 2019 als Entwurf vorgelegt wurde, sieht für Rahlstedt, Oldenfelde und Meiendorf folgende Maßnahmen vor, die in den nächsten Jahren bis 2030 nach und nach umgesetzt werden sollen:

Grundschulen

Es soll weiterhin zwölf Grundschulen geben, die insgesamt 41 Züge statt bisher 33 Züge beherbergen werden. Im Einzelnen:

  • Schule Rahlstedter Höhe: wie bisher vierzügig
  • Schule Am Sooren: zukünftig vier- statt dreizügig
  • Grundschule Großlohering: wie bisher zweizügig
  • Grundschule Neurahlstedt: zukünftig fünf statt dreieinhalbzügig, Baumaßnahme in Realisierung
  • Schule Bekassinenau: zukünftig vier- statt dreizügig, Baumaßnahme erforderlich
  • Schule Kamminer Straße: zukünftig drei- statt zweieinhalbzügig, Baumaßnahme in Planung
  • Grundschule Nydamer Weg: wie bisher dreizügig
  • Schule Wildschwanbrook: zukünftig drei- statt zweizügig
  • Schule Islandstraße: zukünftig vier- statt dreizügig, Baumaßnahme erforderlich
  • Schule Brockdorffstraße: zukünftig vier- statt dreizügig, Baumaßnahme erforderlich
  • Grund- und Stadtteilschule Altrahlstedt: wie bisher zweizügig
  • Schule Potsdamer Straße: zukünftig vier- statt dreizügig, Baumaßnahme erforderlich

Stadtteilschulen

Es soll weiterhin drei Stadtteilschulen geben, die insgesamt 16 bis 17 statt bisher 12 Züge beherbergen sollen. Im Einzelnen:

  • Grund- und Stadtteilschule Altrahlstedt: weiterhin viereinhalbzügig
  • Stadtteilschule Meiendorf: zukünftig sieben- statt dreieinhalbzügig
  • Stadtteilschule Oldenfelde: zukünftig fünf- statt vierzügig

Für die Stadtteilschule Meiendorf ist ein zweiter Standort erforderlich. Dieser könnte z.B. neben dem Gymnasium Meiendorf, auf dem Gelände der früheren Grundschule Schierenberg 50 entstehen. Für die Stadtteilschule Oldenfelde ist eine Baumaßnahme erforderlich.

Gymnasien

Es soll zukünftig (wieder) vier statt bislang drei Gymnasien geben, mit insgesamt 18 statt bislang 13,5 Zügen. Im Einzelnen:

  • Gymnasium Rahlstedt: zukünftig fünf- statt viereinhalbzügig
  • Gymnasium Meiendorf: weiterhin fünfzügig
  • Gymnasium Oldenfelde: weiterhin vierzügig
  • neues Gymnasium: vierzügig

Für das neu zu gründende, vierte Gymnasium im Stadtteil Rahlstedt wird noch ein Standort gesucht. Bis in die 1980er Jahre gab es schon einmal ein viertes Gymnasium, das Gymnasium Heegen in der Kielkoppelstraße, wo jetzt ein Standort der Stadtteilschule Altrahlstedt ansässig ist.

Wie geht es weiter?

Bei dem Schulentwicklungsplan handelt es sich zunächst einmal um einen Entwurf. Im weiteren Verlauf kann es noch zu Änderungen kommen. In den nächsten Wochen haben die Schulkonferenzen aller staatlichen allgemeinen Schulen die Gelegenheit zu einer Stellungnahme, ebenfalls die Kreiselternräte, die Kreisschülerräte, die Schülerkammer, die Lehrerkammer und die Elternkammer. Zudem werden alle Bezirksversammlungen um eine Stellungnahme gebeten. Verabschiedet wird der Schulentwicklungsplan am Ende von der Deputation der Schulbehörde.

Statement

“Gute Räume für gute Bildung – das gilt auch und zuvorderst in einer wachsenden Stadt wie Hamburg. Auch der Stadtteil Rahlstedt wächst, das macht sich jetzt auch in den Schülerzahlen bemerkbar. Mit mehr Klassen insbesondere im Bereich Stadtteilschulen und der vorgeschlagenen Gründung eines vierten Gymasiums erhalten mehr Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, eine weiterführende Schule vor Ort im Stadtteil zu besuchen. Dies stärkt den Schulstandort Rahlstedt. Hierfür zahlt sich nun aus, dass wir über genügend große Schulgrundstücke verfügen, die den erforderlichen Zubau von Schulgebäuden auch aufnehmen können”, sagt der Rahlstedter SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Ole Thorben Buschhüter.

Weitere Informationen

Schulentwicklungsplan für die staatlichen Grundschulen, Stadtteilschulen und Gymnasien in Hamburg – Referentenentwurf – 2019 (mit weiteren Downloads): https://www.hamburg.de/schulentwicklungsplan/