Am 7. August 2017 beginnen die Bauarbeiten für die Sanierung des nächsten, rund 720 Meter langen Abschnitts der Rahlstedter Straße, zwischen Ellerneck und Hausnummer 87 (bei ARAL-Tankstelle). Dies erfuhr der Rahlstedter SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Ole Thorben Buschhüter durch eine Kleine Anfrage an den Senat. Zunächst erfolgen bis voraussichtlich Dezember 2017 die Leitungsarbeiten. Hierfür ist es erforderlich, stadteinwärts eine Einbahnstraße einzurichten. Die eigentliche Straßenbaumaßnahme soll dann im Frühjahr/Sommer 2018 beginnen und voraussichtlich Ende 2018 abgeschlossen sein.

„Die SPD hat im letzten Wahlkampf versprochen, die 2011 begonnene Sanierung und Modernisierung der Straßeninfrastruktur weiter auf hohem Niveau fortzusetzen und so die Straßen und Wege wieder in Ordnung zu bringen. Von dem groß angelegten Programm profitiert auch Rahlstedt. Während der Bauarbeiten werden die Verkehrsteilnehmer allerdings auf eine harte Probe gestellt, insbesondere im zweiten Halbjahr 2017 durch die notwendige Einbahnstraßenregelung. Ich möchte hierfür schon jetzt um Verständnis und Geduld bitten. Am Ende dieser Durststrecke steht dann eine neue Rahlstedter Straße, die für die nächsten Jahrzehnte in einem guten Zustand sein wird“, sagt Buschhüter, und ergänzt: „Durch die Sanierung bzw. den Umbau dieses Abschnitts der Rahlstedter Straße soll der Substanzverlust der Straße gestoppt und gleichzeitig eine Verbesserung für alle Verkehrsteilnehmer, für Autofahrer genauso wie für Radfahrer, Fußgänger und Bus-Fahrgäste, erreicht werden.

Die vorgelegte Planung begründet die Baumaßnahme wie folgt: „Die vorhandene Fahrbahn im hier betrachteten Abschnitt befindet sich in einem sehr schlechten Allgemeinzustand. Teils klaffende Risse, deutliche Unebenheiten, aufgehende Längsnähte und durch Aufgrabungen zergliederte Oberflächen prägen das Straßenbild. Daher ist es erforderlich, diesen Zustand durch eine Sanierung bzw.  grundhafte Instandsetzung der Asphaltflächen zu verbessern.“ Und weiter: „Die vorhandenen Nebenflächen (…) befinden sich in einem unzureichenden Zustand. Die vorhandenen Radwege sind deutlich zu schmal und teilweise uneben.“

Die Details der Planung werden im Juni 2017 mit der so genannten Schlussverschickung vorliegen. Im Vergleich zur so genannten Erstverschickung (die Einzelheiten wurden im Beitrag „Pläne für weitere Sanierung der Rahlstedter Straße liegen vor“ vom 5. Oktober 2016 vorgestellt) haben sich keine wesentlichen Änderungen ergeben, lediglich im Bereich vom Knoten Brockdorffstraße Richtung stadtauswärts bis Hausnummer 82 wurde beidseitig der Bordverlauf so geändert, dass die Gehwegfläche auf der östlichen Straßenseite auf 2 Meter verbreitert werden kann. Demnach sind u.a. folgende Maßnahmen vorgesehen:

Es werden sowohl die gesamte Fahrbahn grundhaft erneuert, als auch die Fußwege und Radverkehrsanlagen neu gebaut. Fußgänger erhalten im gesamten Straßenbauabschnitt mindestens 2 Meter breite Gehwege. An punktuellen Engstellen beträgt die Gehwegbreite mindestens 1,50 Meter. Sowohl an den Bushaltestellen als auch an den Fußgängerquerungen und Lichtsignalanlagen weisen taktile Leitelemente (Noppen- und Rippenplatten) sehbehinderten Menschen zukünftig den Weg. Bordsteine werden abgesenkt. Die beiden Bushaltestellen Brockdorffstraße werden an ihrem derzeitigen Standort richtlinienkonform erneuert. Um den Ein- und Ausstieg insbesondere für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste zu erleichtern, werden erhöhte Bordsteine („Bussonderborde“) mit Einstiegshöhen von 16 cm eingebaut. Der Radverkehr wird auf ganzer Länge auf Radfahrstreifen geführt, die im Norden an die vorhandenen Radfahrstreifen anschließen. Diese sind mit 1,85 Meter deutlich breiter als die bisherigen Radwege, die nur eine Breite von 1 bis 1,25 Meter aufweisen. Radfahrstreifen ermöglichen eine bessere Sichtbeziehung zwischen Rad- und Kfz-Verkehr. Dadurch sinkt das Konfliktpotenzial auf der Fahrbahn und der Konflikt zwischen Rad- und Fußgängerverkehr in den Nebenflächen entfällt. Der gesamte Straßenbauabschnitt ist Bestandteil der geplanten Veloroute 7 (City – St. Georg – Eilbek – Wandsbek-Markt – Jenfeld – Rahlstedt), die hier vom Ellerneck kommend durch die Rahlstedter Straße und die Rahlstedter Bahnhofstraße führen wird.

Unterdessen haben auch schon die Vorplanungen für die Sanierung des dann folgenden, 650 Meter langen Abschnitts von Ellerneck bis Am Pulverhof begonnen. Laut Auskunft der Behörde ist auch hier der Zustand der Straße sowohl in technischer Hinsicht als auch im Hinblick auf die Aufteilung der Verkehrsflächen ungenügend. Die Straße und die Nebenflächen sollen daher umgeplant und saniert werden. Nach Fertigstellung der Vorplanung sollen die Planungsideen im Regionalausschuss Rahlstedt vorgestellt und danach die Planung zur Abstimmung an alle Beteiligten verschickt werden. Angestrebt wird, mit den Leitungsbauarbeiten in diesem Abschnitt noch im Jahr 2018 beginnen zu können. Im Anschluss daran wird der Straßenbau realisiert. Allerdings handelt es sich hier noch um einen sehr frühen Planungsstand, so dass die zeitlichen Angaben unter Vorbehalt stehen.

Bis zum Frühjahr 2016 waren bereits in dem etwa 530 Meter langen Abschnitt der Rahlstedter Straße von Hausnummer 117 (hinter ARAL-Tankstelle) bis Hausnummer 159 (AMTV-Zentrum) die Fahrbahn erneuert, die Bedingungen für Radfahrer verbessert und die Bushaltestellen barrierefrei umgebaut worden. Mit diesem im April/Mai 2016 fertiggestellten und dem für 2017/2018 vorgesehen nächsten Bauabschnitt wird dann insgesamt bereits rund die Hälfte der insgesamt 2,6 Kilometer langen Rahlstedter Straße saniert sein.

Schriftliche Kleine Anfrage „Rahlstedter Straße (II)“ und Antwort des Senats vom 12. Mai 2017 (Drucksache 21/8975): https://www.buergerschaft-hh.de/ParlDok/dokument/57718/rahlstedter-straße-ii-.pdf