Seit vielen Jahren wird vor dem Lidl-Markt in der Sieker Landstraße ein Fußgängerüberweg gefordert, der Kundinnen und Kunden aus dem südlich gelegenen Großlohe ein gefahrloses Überqueren der vielbefahrenen Straße ermöglicht. Doch die Polizei musste bislang abwinken, die Voraussetzungen dafür waren nicht gegeben. Nun macht eine Änderung der Straßenverkehrs-Ordnung möglich, worauf so lange gewartet wurde: Der Fußgängerüberweg kommt.
Der neue Fußgängerüberweg, umgangssprachlich auch „Zebrastreifen“ genannt, soll in der Verlängerung des Durchgangs zwischen den Häusern Sieker Landstraße 74 und 76 entstehen, und schafft so eine direkte Anbindung auch Richtung Mehlandsredder.
Auch Regionalausschuss forderte Zebrastreifen
Erst am 29. April 2026 hatte der Regionalausschuss Rahlstedt auf Antrag von SPD, Grünen und FDP die Polizei gebeten, die Einrichtung des Fußgängerüberwegs an dieser Stelle erneut zu prüfen. Den Beschluss gibt es hier: https://sitzungsdienst-wandsbek.hamburg.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=1025068. Zu dem Zeitpunkt hatte die Polizei den neuen Fußgängerüberweg schon angeordnet.
Änderung der Straßenverkehrs-Ordnung macht es möglich
Warum wurde der Zebrastreifen nicht schon viel früher angeordnet und eingerichtet? „Die Regeln für die Einrichtung neuer Fußgängerüberwege waren in der Vergangenheit sehr streng“, sagt Ole Thorben Buschhüter, Rahlstedter SPD-Bürgerschaftsabgeordneter und verkehrspolitischer Sprecher seiner Fraktion. „Mit einer Reform der Straßenverkehrs-Ordnung im Jahre 2024 wurde u.a. auch die Einrichtung neuer Fußgängerüberwege erleichtert. Der Fall Sieker Landstraße zeigt, wie sinnvoll und dringend notwendig das war“, meint Buschhüter.
Etwas Geduld ist noch nötig
Auf der Grundlage der straßenverkehrsbehördlichen Anordnung der Polizei werden das Bezirksamt Wandsbek und Hamburg Verkehrsanlagen GmbH (für die beleuchtungstechnische Ausstattung) entsprechende Planungen aufnehmen. Mit einer Umsetzung ist in einigen Wochen zu rechnen.
Straßenverkehrsbehördliche Anordnung (Drucksache 22-3665): https://sitzungsdienst-wandsbek.hamburg.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=1025285
Top wäre auch Tempo 50 statt 60 am Ausgang Meiendorfs auf der Meiendorfer Straße ab Jarnostraße von der Nordöl Tankstelle bis Meiendorfer Flens Arena. Auf diesem Abschnitt wird oftmals ordentlich auch tagsüber aufs Gas getreten, oftmals mit 80. Es ist durchaus Publikumsverkehr vorhanden auf dem Geh/Radweg, Autos fahren zur Tankstelle. Zudem ließe sich dann ggf auch in Höhe Jarnostraße an der Ecke der Tankstelle ein Zebrastreifen und ggf. auch Hohlspiegel einrichten, damit die Straße dort auf dem Durchgang und offiziellem Weg zur Bushaltestelle Hellmesbergerweg im Wildschwanbrook gefahrloser gekreuzt werden kann. Oft fahren Autos auch dort sehr schnell und speziell auf dem Weg vom Wildschwanbrook über die Meiendorfer Straße ist die diese nach links kaum einsehbar. Eine permanente Kamera vor der Tankstelle würde dazu beitragen, dass die Geschwindigkeitsbeschränkungen auch eingehalten werden.
Tempo 50 steht hier aktuell nicht auf der Agenda, wäre aber Voraussetzung dafür, hier überhaupt über einen Fußgängerüberweg nachdenken zu können. Ein Fußgängerüberweg in Höhe der Tankstelle wäre nur rund 175 Meter von der nächsten Ampel mit Fußgängerfurt entfernt, das könnte auch dann noch dagegen sprechen, weil Fußgängerüberwege nicht in der Nähe von Lichtzeichenanlagen angelegt werden dürfen. Das Aufstellen von Verkehrsspiegeln sieht die Polizei kritisch, eine ausführliche Begründung dafür gibt es z.B. hier: https://sitzungsdienst-wandsbek.hamburg.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=1021071. Über verstärkte Geschwindigkeitskontrollen sollte man in der Tat nachdenken.
Das Ist schade, dass das nicht zur Debatte steht mit 50, wo ja eh auch wie Sie sagten in Höhe Hellmesbergerweg ein Fußgängerweg mit Ampel ist, die ja eh öfter rot ist, was sich wenig mit Tempo 60+ verträgt. Könnte man ja einmal seitens der Politik erörtern. Zumal jetzt die Zeitersparnis von 50 auf 60 auf dem kurzen Abschnitt von Kreisverkehr bis Ende Meiendorf nicht wirklich dazu beiträgt, dass irgendjemand großartig schneller an seinem Ziel wäre mit Autos die bei der Tanke abbiegen oder wenn die Ampel Hellmesbergerweg auf rot ist, außer vielleicht nachts, wenn sich die Leute eh nicht so weit draußen um Tempolimits scheren. Wie dem auch sei, der Umweg über die Ampelanlage verdoppelt teilweise den Weg zur Bushaltestelle im Vergleich zur Abkürzung bei der Tankstelle. Und dort ist ja quasi bis zur Meiendorfer Straße entlang der Wildschwanbrook Abzweigung ein Fußweg, nur dann muss man halt einfach so über die Straße gehen und zumindest tagsüber ganz vorsichtig nach links schauen bzw hören oder weiter nach links weitergehen, bis man besser sieht. Speziell für Kinder ist das nichts. Fakt ist aber der Übergang wird logischerweise viel und häufig genutzt, Ampel beim Hellmesbergerweg hin oder her. Ist halt je nachdem wohin man will für viele ein großer Umweg. Zebrastreifen würde es verdeutlichen, dass dort oft Menschen kreuzen und den Übergang sicherer machen .
Zum Fußgängerüberweg: Ich bin da ehrlich gesagt sehr skeptisch, ob das eine so gute Idee ist, die die Verkehrssicherheit verbessert. Man kann die Meiendorfer Straße in Höhe der Tankstelle auch heute schon queren. Sie schreiben dazu: „nur dann muss man halt einfach so über die Straße gehen und zumindest tagsüber ganz vorsichtig nach links schauen bzw hören oder weiter nach links weitergehen, bis man besser sieht.“ Und genau dieses Problem kann auch ein Fußgängerüberweg nicht lösen . Für Autofahrer aus Richtung Ahrensburg würde der Fußgängerüberweg ziemlich unvermittelt hinter der Kurve auftauchen. Auch mit Tempo 50 wäre das ein Problem. Und Fußgänger würden in Sicherheit gewogen , die tatsächlich so nicht gegeben ist. Da sie an Fußgängerüberwegen Vorrang haben, gucken manche Fußgänger eben nicht nach links und rechts, sondern gehen einfach drauf los. Das in Verbindung mit der Kurve könnte dazu führen, dass mit einem Fußgängerüberweg an dieser Stelle der Verkehrssicherheit ein Bärendienst erwiesen würde. Mit der Ampel in Sichtweite gibt es eine sehr sichere Querungsmöglichkeit für Fußgänger.
Lieber Ole,
das ist ja sehr erfreulich, dass es jetzt nach der Straßenverkehrsordnung leichter ist, Fußgängerüberwege zuzulassen und einzurichten.
Ich möchte daher das bereits persönlich angesprochene Thema „Querungshilfe Meiendorfer Str.“ in Höhe der ehemaligen Bushaltestelle (damals Schneehuhnkamp, heute Gerstenwiese) erneut aufgreifen und anregen, dass dort statt einer „Querungshilfe“ (wie Meiendorfer Weg) ein Zebrastreifen errichtet wird.
Freundliche Grüße
Birgit
Danke für die Anregung und die Erinnerung. Ich gebe das weiter. Auch wenn die Einrichtung von Fußgängerüberwegen leichter geworden ist, kann es im Einzelfall immer noch Gründe geben, die dagegen sprechen. Aber das kann man ja prüfen lassen.
Hallo Herr Buschhüter,
Da jetzt alles einfacher ist, erinnere ich an das Problem fehlender Fussgängerüberwege im Nordlandweg. Hier ist vom Spitzbergenweg bis zur Kreuzung Meiendorfer Straße nicht ein einziger Überweg. Vielleicht könnte man den Nordlandweg auch mal in die Planung einbeziehen?
Vielen Dank für Ihre Anregung und Erinnerung.