Der Bau der neuen S-Bahn-Linie S4 nimmt immer mehr Gestalt an. Im ersten Planfeststellungsabschnitt von Hasselbrook bis Luetkensallee kündigte die Bahn heute Gespräche mit den insgesamt rund 50 betroffenen Grundeigentümern an. Ein Großteil der für die S4 benötigten Flächen gehört bereits der Stadt, doch geht es hier und da auch nicht ohne private Flächen, und sei es nur als vorübergehende Baustelleneinrichtung. Hierzu wird die Bahn mit den Eigentümern frühzeitig in den Dialog treten.

Pressemitteilung der Deutschen Bahn AG, Regionalbüro Hamburg, vom 8. März 2017:

S-Bahnlinie S4 von Hamburg nach Bad Oldesloe: Intensiver Dialog mit Betroffenen geht weiter

Gespräche über notwendige Flächennutzungen • Weiterführung des Dialogs aus Bürgersprechstunden und Bürgerveranstaltung • Ziel: Klarheit und Transparenz für alle Beteiligten

Rund 50 Grundeigentümer zwischen Hamburg-Hasselbrook und der Eisenbahnüberführung Luetkensallee in Wandsbek bekommen in den nächsten Wochen Besuch – wenn sie an der geplanten S4-Trasse wohnen. Im Rahmen der Planungen für die S-Bahnlinie S4 von Hamburg nach Bad Oldesloe wird die Deutsche Bahn ihr Dialogangebot weiter ausbauen und Betroffene für Gespräche über die aktuellen Planungen besuchen. Das Projektteam der Deutschen Bahn um Projektleiterin Bettina Gnielinski hat Grundeigentümer entlang des Planfeststellungsabschnitts 1 der neuen S-Bahn-Trasse angeschrieben und Gespräche angeboten, die zahlreich angenommen wurden. Es geht vor allem darum, rechtzeitig zu klären, wie notwendige Flächen per Vereinbarung für die zukünftige Infrastruktur genutzt werden können. Insgesamt werden in dem betreffenden Abschnitt zwischen der Haltestelle Hasselbrook und Luetkensallee rund 120.000 m² für die neue S4 in Anspruch genommen. Ein Großteil der Flächen gehört der Stadt Hamburg. Für das Projekt werden Flächen dauerhaft genutzt, einige Bereiche müssen nur vorübergehend zur Verfügung gestellt werden – beispielsweise für Baustelleneinrichtungsflächen.

„Themen wie Flächenerwerb oder Flächennutzung während der Bauphase werden auch im offiziellen Planfeststellungsverfahren geklärt. Wir wollen aber schon vorab mit den Eigentümern ins Gespräch kommen und über das Verfahren intensiv sprechen und aufklären. So können wir schon heute Irritationen vermeiden und gemeinsam an den bestmöglichen Lösungen arbeiten“, sagt Bettina Gnielinski, Projektleiterin S4, DB Netz AG.

Das Projektteam informiert in Bürgersprechstunden, Infoständen auf Wochenmärkten und Bahnhöfen in den letzten Jahren verstärkt die Öffentlichkeit über das Projekt. Auf der Bürgerinformationsveranstaltung am 25. Januar in Wandsbek konnten Bürgerinnen und Bürger zudem ihren Gesprächswunsch äußern. Auch diese Treffen werden aktuell vereinbart und ab Mitte März durchgeführt.

„Mein Team und ich wollen vor Ort präsent sein. Jeder der mit dem Projekt S4 zu tun hat soll wissen, dass er sich an uns wenden kann – mit Fragen, Ideen aber auch mit seinen Ängsten und Sorgen. So schaffen wir Transparenz im Planungsprozess“, sagt Bettina Gnielinski.

Zum Projekt: Die Strecke zwischen Hamburg und Bad Oldesloe ist eine der am meisten befahrenen Pendlerstrecken rund um die Hansestadt. Zwischen 2000 und 2010 hat die Anzahl der Reisenden auf diesem Abschnitt um 50 Prozent zugenommen. Um den Weg in die Stadt, aber auch nach Schleswig-Holstein zu erleichtern, wird die S4 gebaut – für zuverlässigere Verbindungen, weniger Umstiege und mehr Komfort. Nicht nur das nordöstliche Umland wird damit besser erschlossen, auch der Hamburger Hauptbahnhof wird als bisheriges „Nadelöhr“ entlastet und der S-Bahnverkehr in die Innenstadt noch weiter verstärkt. Die Deutsche Bahn ist von der Hansestadt Hamburg und dem Land Schleswig-Holstein mit den Planungen der S4 beauftragt.

Quelle: http://www.deutschebahn.com/presse/hamburg/de/aktuell/presseinformationen/13523534/Dialog_S4.html