Nach und nach werden in Rahlstedt neue rote Ortsteilschilder aufgestellt. Seit Kurzem glänzt eines der nagelneuen Schilder am Anfang der Rahlstedter Straße/Ecke Auerhahnweg, hier sogar in Kombination mit einem weißen Stadtteilschild. Das gab es bislang nur am Alten Zollweg/Ecke Rahlstedter Weg. Möglich wurden die neuen Schilder durch den Förderkreis „Rote Ortsteilschilder“, eine Zuwendung aus so genannten Troncmitteln und die Unterstützung des Bauhofs des Bezirksamts Wandsbek.

IMG_0027Auf Anregung des Rahlstedter SPD-Bürgerschaftsabgeordneten Ole Thorben Buschhüter, der sich bereits seit über zehn Jahren immer wieder mit dem Thema beschäftigt hatte, gründeten die Bürgervereine Oldenfelde und Rahlstedt und der Förderverein der FF Meiendorf gemeinsam den Förderkreis „Rote Ortsteilschilder“, der für die roten Ortsteilschilder die Patenschaft übernommen hat. Zudem erhielt der Förderkreis eine Zuwendung aus so genannten Troncmitteln der Hamburgischen Bürgerschaft. Mit den Mitteln können im Stadtteil Rahlstedt wieder neue rote Ortsteilschilder als Ersatz für abgebaute, kaputte und unleserliche Schilder beschafft und montiert werden, ebenso neue Schilderrahmen, wo dies erforderlich ist.

IMG_0043Das Bezirksamt und der Förderkreis haben eine entsprechende Patenschaftsvereinbarung geschlossen. Seit Februar 2015 wurden bereits mehrere neue Ortsteilschilder montiert, als Ersatz für abgängige Schilder oder an Standorten, wo die Ortsteilschilder bereits ersatzlos abgebaut waren. Der Förderkreis übernimmt hierbei die Patenschaft für Pflege und Wartung sowie die Kosten für (Ersatz-)Beschaffung der Ortsteilschilder. Die Aufstellung der Schilder bleibt Aufgabe des Bezirksamts.

IMG_0294Durch Beschluss der Bezirksversammlung Wandsbek im Juni 2015 wurde zudem ermöglicht, an wenigen ausgewählten Standorten, wo bislang keine standen, Ortsteilschilder auch neu aufzustellen. Zudem sollen an ausgewählten Standorten, wo bislang nur weiße Stadtteilschilder stehen, auch eine Kombilösung wie im Falle des Standortes Alter Zollweg/Rahlstedter Weg, wo das Bezirksamt vor einigen Jahren ein rotes Ortsteilschild („Oldenfelde“) unter einem weißen Stadtteilschild („Rahlstedt – Bezirk Wandsbek“) montiert hatte, möglich sein. Am Standort Rahlstedter Straße/Ecke Auerhahnweg ist dies nun kürzlich geschehen. Hierüber berichtet auch der Bürgerverein Rahlstedt auf seiner Homepage: http://www.bv-rahlstedt.de/index.php/591-neues-schild

Stadtteil- und Ortsteilschilder sorgen für Orientierung für Ortsfremde und Zugehörigkeitsgefühle der Bewohnerinnen und Bewohner zum Stadt- und Ortsteil. Vor etwa zehn Jahren wurden im Bezirk Wandsbek die bis dahin ebenfalls roten Stadtteilschilder durch neue weiße Modelle ausgetauscht. Die roten Ortsteilschilder (Alt-Rahlstedt, Neu-Rahlstedt, Meiendorf und Oldenfelde) erhielten auf Initiative der Bezirksversammlung Wandsbek Bestandsschutz. Dies ermöglicht seitdem eine optische Unterscheidung zwischen Stadtteilschildern einerseits und Ortsteilschildern, die es in diesem Umfang nur in Hamburgs größtem Stadtteil Rahlstedt gibt, andererseits.

Das Bezirksamt wollte die roten Ortsteilschilder aus Kostengründen allerdings nach und nach abbauen, sollten sich für sie keine Paten finden, die sich um die Pflege und Erneuerung der Schilder kümmern würden. Einige rote Ortsteilschilder waren zunächst bereits ersatzlos abgebaut worden, andere in einem schlechten Zustand, ihnen drohte dasselbe Schicksal. Durch die Übernahme der Patenschaft für alle roten Ortsteilschilder im Stadtteil Rahlstedt durch den Förderkreis wurde ihr Bestand dauerhaft gesichert.

„Ich habe den Abbau der roten Ortsteilschilder immer kritisiert. Daher freue ich mich, dass gemeinsam mit dem Förderkreis ‚Rote Ortsteilschilder‘ eine gute Lösung für ihren Erhalt und Wiederaufbau gefunden wurde. Mit Zustimmung der Bezirksversammlung Wandsbek, der finanziellen Unterstützung durch die Bürgerschaft und viel Bürgersinn werden nach und nach neue rote Ortsteilschilder in Absprache mit dem Bezirksamt Wandsbek aufgestellt und kaputte ersetzt“, so Buschhüter.

Die Troncmittel stammen aus dem so genannten Tronc, der Trinkgeldkasse in der Spielbank. Mindestens vier Prozent des anfallenden Troncaufkommens steht der Stadt als Troncabgabe zu, die es für gemeinnützige Zwecke verwenden muss. Die Mittel werden auf Vorschlag der Abgeordneten der Regierungsfraktion durch die Bürgerschaft vergeben. Für ganz Hamburg standen im vorletzten Jahr rund 235.000 Euro zur Verfügung.