Es gibt Neuigkeiten in Sachen rote Ortsteilschilder. Ich bin den Kolleginnen und Kollegen im Regionalausschuss Rahlstedt sehr dankbar für ihre Unterstützung dabei, neue Standorte und Kombilösungen zu ermöglichen. Der folgend dokumentierte Antrag wurde bereits vom Regionalausschuss beschlossen und steht am 11. Juni auf der Tagesordnung der Bezirksversammlung Wandsbek:

Antrag
für die Sitzung des Regionalausschusses Rahlstedt am 27. Mai 2015

Dank der Initiative der Bürgervereine Oldenfelde und Rahlstedt und des Fördervereins der FF Meiendorf, die gemeinsam einen Förderkreis „Rote Ortsteilschilder“ gebildet haben, sowie mit Hilfe von Troncmitteln der Hamburgischen Bürgerschaft können im Stadtteil Rahlstedt wieder neue rote Ortsteilschilder als Ersatz für abgebaute, kaputte und unleserliche Schilder montiert werden. Das Bezirksamt und der Förderkreis haben eine entsprechende Patenschaftsvereinbarung geschlossen, die derzeit 16 Schilderstandorte umfasst. Im Rahmen einer ersten Tranche wurden im Februar bereits vier neue Ortsteilschilder montiert, als Ersatz für abgängige Schilder oder an Standorten, wo die Ortsteilschilder bereits ersatzlos abgebaut waren. Der Förderkreis übernimmt hierbei die Patenschaft für Pflege und Wartung sowie die Kosten für (Ersatz-)Beschaffung der Ortsteilschilder. Die Aufstellung der Schilder bleibt Aufgabe des Bezirksamts.

Stadtteil- und Ortsteilschilder sorgen für Orientierung für Ortsfremde und Zugehörigkeitsgefühle der Bewohnerinnen und Bewohner zum Stadt- und Ortsteil. Vor etwa zehn Jahren wurden im Bezirk Wandsbek die bis dahin ebenfalls roten Stadtteilschilder durch neue weiße Modelle ausgetauscht. Die roten Ortsteilschilder (Alt-Rahlstedt, Neu-Rahlstedt, Meiendorf und Oldenfelde) erhielten auf Initiative der Bezirksversammlung Bestandsschutz. Dies ermöglicht seitdem eine optische Unterscheidung zwischen Stadtteilschildern einerseits und Ortsteilschildern, die es in diesem Umfang nur in Hamburgs größtem Stadtteil Rahlstedt gibt, andererseits.

Das Bezirksamt wollte die roten Ortsteilschilder nach und nach abbauen, sollten sich für sie keine Paten finden, die sich um die Pflege und Erneuerung der Schilder kümmern würden. Einige rote Ortsteilschilder sind seitdem bereits ersatzlos abgebaut worden, andere sind in einem schlechten Zustand, ihnen droht dasselbe Schicksal. Durch die Übernahme der Patenschaft für alle roten Ortsteilschilder im Stadtteil Rahlstedt durch den Förderkreis ist ihr Bestand nun dauerhaft gesichert. Der Förderkreis wird sie zukünftig pflegen und bei Bedarf erneuern. Er hat eine Zuwendung aus Troncmitteln der Hamburgischen Bürgerschaft erhalten, mit der neue Ortsteilschilder und entsprechende Schilderrahmen angeschafft werden können.

Damit wurde für die roten Ortsteilschilder eine gute Lösung für ihren Erhalt und Wiederaufbau gefunden. Mit der finanziellen Unterstützung durch die Bürgerschaft und viel Bürgersinn ist es nun möglich, neue rote Ortsteilschilder in Absprache mit dem Bezirksamt Wandsbek aufzustellen und kaputte zu ersetzen, ohne dass dies zulasten der knappen bezirklichen Straßenunterhaltungsmittel geht.

Neben dem Austausch abgängiger roter Ortsteilschilder wünscht sich der Förderkreis auch die Möglichkeit, an wenigen ausgewählten Standorten, wo bislang keine standen, Ortsteilschilder neu aufzustellen. An ausgewählten Standorten, wo bislang nur weiße Stadtteilschilder stehen, wünscht sich der Förderkreis eine Kombilösung wie im Falle des Standortes Alter Zollweg/Rahlstedter Weg, wo das Bezirksamt vor einigen Jahren ein rotes Ortsteilschild („Oldenfelde“) unter einem weißen Stadtteilschild („Rahlstedt – Bezirk Wandsbek“) montiert hat. Der Förderkreis würde für die hierfür erforderlichen neuen Schilderrahmen die Kosten übernehmen und seine Patenschaft in diesen Fällen auch auf die weißen Stadtteilschilder erstrecken.

Vor diesem Hintergrund möge der Regionalausschuss beschließen, der Bezirksversammlung Wandsbek als Beschluss zu empfehlen:

Das Bezirksamt unterstützt den Förderkreis „Rote Ortsteilschilder“ weiterhin in seinem Bestreben, die roten Ortsteilschilder im Stadtteil Rahlstedt dauerhaft zu erhalten und lässt – nach Beteiligung der örtlichen Straßenverkehrsbehörde – zukünftig auch neue Standorte für rote Ortsteilschilder und an weiteren ausgewählten Standorten die Kombilösung (Stadtteilschild + Ortsteilschild) zu. Die Anschaffungskosten (Schilderrahmen und Ortsteilschilder) für neue Standorte und für Kombilösungen werden dabei wie bei den Altstandorten vom Förderkreis übernommen, der seine Pflege- und Wartungspatenschaft im Falle von Kombilösungen nach Maßgabe der entsprechend zu erweiternden Patenschaftsvereinbarung auch auf die Stadtteilschilder erstreckt.


 

Antragsteller: Fraktionen von SPD, Bündnis90/Die Grünen, CDU
Beratungshistorie:
27. Mai 2015, Regionalausschuss Rahlstedt: beschlossen
11. Juni 2015, Bezirksversammlung Wandsbek: beschlossen


Siehe hierzu auch:
„Wieder im Kommen: Rote Ortsteilschilder“ vom 19. Februar 2015: https://www.buschhueter.de/wieder-im-kommen-rote-ortsteilschilder/