Ende November 2018 sind die letzten Bewohnerinnen und Bewohner aus der Erstaufnahme-Einrichtung „Neuer Höltigbaum“ im gleichnamigen Rahlstedter Gewerbegebiet ausgezogen. Ursprünglich sollte die Einrichtung erst Ende Januar vorzeitig geschlossen werden. Dies teilte der Zentrale Koordinierungsstab Flüchtlinge am 4. Dezember mit. Die Einrichtung war 26 Monate in Betrieb.

“Ich danke den Maltesern für die geleistete Arbeit und allen ehrenamtlich engagierten Bürgerinnen und Bürgern, die sich für die Geflüchteten in dieser Einrichtung eingesetzt haben”, sagt der Rahlstedter SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Ole Thorben Buschhüter.

Die Erstaufnahme “Neuer Höltigbaum” wurde im Oktober 2016 eröffnet und war zunächst auf eine Kapazität von bis zu 960 Schlafplätzen ausgelegt, die jedoch noch vor Eröffnung auf bis zu 560 Plätze reduziert wurde. Doch auch diese Kapazität wurde nie ausgeschöpft. Die größte Belegung war zum Stichtag 30. April 2018 mit 482 Bewohnerinnen und Bewohnern erreicht. Seitdem wird die Belegung bereits reduziert, zum Stichtag 30. Oktober 2018 lebten noch 122 Geflüchtete dort.

Die Unterkunft besteht aus vier Wohnblöcken und wurde von der Malteser Hilfsdienst gGmbH betrieben. Jeder der vier Wohnblöcke auf dem rund 2.000 qm großen Gelände verfügt über 60 Zimmer. Die Erstaufnahme-Einrichtung verfügt über 48 WCs und Duschen, vierzig Kitaplätze, einen Kinderspielplatz, ein Schulmodul mit Schulhof, zwei Kantinen, einen Arztcontainer, ein Dolmetscherterminal und diverse Freiflächen.

Der Vertrag über den Betrieb der Einrichtung war ursprünglich bis zum 31. Dezember 2019 geschlossen. Im September 2018 hatte die Stadt ihn vorzeitig zum 31. Januar 2019 gekündigt. Allerdings bleibt die Einrichtung „Neuer Höltigbaum“ einstweilen als Reservestandort erhalten und wird im Bedarfsfall zukünftig von f & w fördern und wohnen betrieben.

Foto: © Zentraler Koordinierungsstab Flüchtlinge, Hamburg

Quelle: https://www.hamburg.de/zkf-pressemeldungen/11927066/2018-12-04-zkf-bilanz-november/