Die Bauarbeiten zur Grundinstandsetzung der Meiendorfer Straße zwischen Schierhornstieg und Spitzbergenweg haben am 16. März nach Jahren der Planung und Diskussion mit den Meiendorferinnen und Meiendorfern endlich begonnen. Die Zustimmung zur Sanierung ist groß. Der Zustand von Fahrbahn und unbefestigten Gehwegen war vielen ein Dorn im Auge. Jetzt haben die Bagger begonnen, der alten Bundestraße mit ihren Schaufeln auf den Leib zu rücken.

Ganz ungetrübt ist die Stimmung vor Ort allerdings nicht, denn mich haben bereits einige kritische Stimmen erreicht: Die Baumaßnahme führe zu Kundenrückgang und Umsatzeinbußen, beklagen die dortigen Geschäftsinhaber, und Anlieger aus dem Gebiet östlich der Meiendorfer Straße (Dassauweg und Umgebung) kritisieren den 3,5 km langen Umweg Richtung Innenstadt.

Anlass für mich, mir persönlich ein Bild von der Lage der Geschäftsinhaber in der Meiendorfer Straße zu machen und mich mit Anliegern aus den angrenzenden Wohnstraßen vor Ort zu treffen. Heute war ich daher gemeinsam mit der Meiendorfer SPD-Bezirksabgeordneten Marlies Riebe vor Ort. Wir haben uns insbesondere in der Bäckerei Larbig, dem Blumenhaus Dede, dem Friseursalon Bolt und dem Tabak- und Zeitschriftenladen im Krögerhof über die aktuelle Situation der Geschäftsleute informiert. An der Einmündung Meiendorfer Straße/Dassauweg trafen wir uns mit Anwohnern aus dem Wohngebiet östlich der Meiendorfer Straße und schließlich konnten wir auch mit Frau Bartz vom örtlichen Baubüro direkt über die Baustellensituation sprechen.

Diese Gespräche sind sehr hilfreich und ich stelle mich den Fragen und der Kritik gerne und habe daher auch viele Fragen und Wünsche mitgenommen, die ich an die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation weiterreichen werde. Insbesondere die Wünsche nach einer Änderung der Ampelschaltung an der Kreuzung Meiendorfer Straße/Saseler Straße/Dassauweg werde ich zur Prüfung weiterleiten. Hier wurde insbesondere das Linksabbiegeverbot von der Saseler Straße in die Meiendorfer Straße kritisiert. Die Einbahnstraßenregelung in der Meiendorfer Straße sorgt nämlich dafür, dass insbesondere der Durchgangsverkehr als Kundenpotenzial der Geschäfte stark reduziert ist. Aus Sicht der Geschäftsleute wäre es wünschenswert, wenn hier noch nachgebessert werden könnte. Das gilt auch für das Verbot der Einfahrt in den Dassauweg von der Saseler Straße. Auf der anderen Seite ist allerdings zu bedenken, dass die derzeitige Ampelschaltung einen größtmöglichen Durchfluss für den Umleitungsverkehr von der Saseler Straße in die Meiendorfer Straße (stadteinwärts) gewährleistet und dieser, wenigstens in der Hauptverkehrszeit, auch dringend benötigt wird.

Ziel der Grundinstandsetzung der Straße ist neben der Herstellung der Verkehrssicherheit und einer besseren Verkehrsabwicklung natürlich die Aufwertung des alten Meiendorfer Ortskerns. Dies wird auch von allen so gesehen. Gerade in der schwierigen Bauphase ist es daher wichtig, dass die Meiendorferinnen und Meiendorfer zu ihrem dortigen Einzelhandel stehen und ihn unterstützen – auch wenn dafür vorübergehend Umwege in Kauf genommen werden müssen.

Nachtrag vom 8. April 2015:

Der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) und die Polizei haben den Wunsch nach einer Veränderung der Ampelschaltung an der Kreuzung Meiendorfer Straße/Saseler Straße/Dassauweg (Ermöglichung des Linksabbiegens von der Saseler in die Meiendorfer Straße und der Ausfahrt aus dem Dassauweg) zwischenzeitlich geprüft. Vorbereitend dazu sind erneute Ampelberechnungen durchgeführt worden.

Im Ergebnis sind hier keine Änderungen möglich, ohne an anderer Stelle erhebliche Einschränkungen auszulösen. Die Leistungseinbußen für die Umleitungsstrecke wären so groß, dass mit erheblichen täglichen Staubildungen sowohl in der Meiendorfer Straße als auch in der Saseler Straße zu rechnen ist. Die Priorität ist in diesem Fall der Sicherstellung des Verkehrsflusses der Meiendorfer Straße (25.000 KFZ/Tag) geschuldet. Ab Anfang Juli 2015 wird bereits die 2. Bauphase eingerichtet. Das bedeutet, dass die Einbahnstraße auf die neu hergestellte stadteinwärts führenden Seite gelegt wird und die Fahrbeziehung in den Grönlander Damm erstmals und in den Spitzbergenweg wieder möglich ist. Viele derzeit notwendige Umwege entfallen dann bereits wieder.