Volles Haus am 2. Mai 2016 bei meiner Bürgersprechstunde in Meiendorf: 30 Gäste diskutierten mit den örtlichen Bezirksabgeordneten Marlies Riebe, Frank Rieken und mit mir die aktuellen Meiendorfer Themen, darunter den Neubau der Meiendorfer Straße, den Neubau des Einkaufszentrums Spitzbergenweg, Verkehr im Nordlandweg, Wildschwanbrook und Meiendorfer Weg, Wohnungsbau am Schierenberg und Lärmschutz am Bürgerhaus BiM. Die wichtigsten Themen im Einzelnen:

Neubau der Meiendorfer Straße

Die Meiendorfer Straße muss zwischen Berner Straße/Oldenfelder Stieg und Spitzbergenweg dringend saniert werden. Nachdem sie in den letzten Jahren bereits in drei kürzeren Bauabschnitten zwischen Wildgansstraße und Spitzbergenweg neu gebaut wurde, steht als letzter Bauabschnitt des umfangreichen Neubaus nun noch der Abschnitt zwischen Berner Straße/Oldenfelder Stieg und Wildgansstraße aus. Sowohl die Fahrbahn, als auch die bislang nicht befestigten Nebenflächen für Fußgänger und Radfahrer, sind auch in dem letzten Abschnitten in einem sehr schlechten Zustand. Im Zuge des Neubaus sollen die Fahrbahn saniert und die Geh- und Radwege erstmals befestigt, der ruhende Verkehr neu geordnet und, wo erforderlich, Abbiegespuren geschaffen oder verlängert werden. Die Fahrbahn selbst soll zweispurig bleiben. Mit den eigentlichen Straßenbauarbeiten soll ab Frühjahr 2018 begonnen werden. Zuvor werden (voraussichtlich ab Frühjahr 2017) als vorbereitende Arbeiten einerseits Leitungsarbeiten und andererseits Schutzmaßnahmen für die zu erhaltenden Straßenbäume erfolgen.

Buschhüter kündige an, dass der zuständige Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) im Mai zu einer Informationsveranstaltung für die Anlieger und die interessierte Öffentlichkeit einladen wird. Der Termin steht mittlerweile fest, mehr dazu hier:  https://www.buschhueter.de/informationsveranstaltung-zum-letzten-bauabschnitt-der-meiendorfer-strasse/

Neubau des Einkaufszentrums Spitzbergenweg

Das Einkaufszentrum Spitzbergenweg soll neu gebaut werden. Zudem sollen in den Obergeschossen ca. 120 Wohnungen entstehen. Die überarbeiteten Pläne, die Anfang des Jahres vorgestellt worden waren, wurde sehr positiv aufgenommen, mehr dazu hier: https://www.buschhueter.de/einkaufszentrum-spitzbergenweg-ueberarbeitete-plaene-werden-vorgestellt/

Wie geht es zeitlich weiter? Noch vor der Sommerpause soll der nächste Schritt im Bebauungsplanverfahren eingeleitet werden, die so genannte Öffentliche Auslegung. Die Feststellung des Bebauungsplans könnte dann etwa im Frühjahr 2017 erfolgen, eine Baugenehmigung bis zum Herbst 2017 erteilt werden. Die Bauzeit ist auf zwei Jahre ausgelegt, jeweils ein Jahr pro Bauabschnitt. Die Gesamtfertigstellung könnte demnach nach gegenwärtigem Stand der Dinge (Änderungen vorbehalten) im Herbst 2019 erfolgen.

Thematisiert wurde in der Bürgersprechstunde auch die Frage nach Übergangslösungen für den Einzelhandel während der Bauzeit. Für die kleinen Gewerbetreibenden, insbesondere die Apotheke, die Bäckerei und das Geschäft von Herrn Schabani, sollen Container aufgebaut werden, so dass sie auch während der Bauzeit vor Ort präsent sein können. Auch für den Edeka-Markt wird eine Übergangslösung angestrebt, die aber noch nicht ausgereift ist. Überlegungen, den Edeka-Markt vorübergehend auf der „grünen Wiese“ an der Ecke Meiendorfer Straße/Jarnostraße unterzubringen, wurde in der Bürgersprechstunde kritisch gesehen. Marlies Riebe betonte, dass es wünschenswert wäre, wenn es insbesondere für ältere Bürgerinnen und Bürger, die nicht mehr sehr mobil sind und gerne frische Lebensmittel auch nur in kleinen Mengen einkaufen wollen, auch in der Übergangszeit ein Angebot gibt. Wenn das aber Maßstab ist, dann kann ein Ersatz-Supermarkt nicht irgendwo in Meiendorf entstehen, denn nicht nur das Angebot, sondern eben auch der Standort muss sich an den Erfordernissen der älteren Bürgerinnen und Bürgern orientieren. Frank Rieken, Vorsitzender des Planungsausschusses der Bezirksversammlung Wandsbek, wies zudem darauf hin, dass für die „grüne Wiese“ erst einmal ein Bebauungsplan erstellt werden müsste, damit dort überhaupt Einzelhandel zulässig wäre, und sei es nur in einer Zelt-Lösung. Das sei eigentlich nicht vorstellbar. Die Suche nach einer übergangsweisen Ersatzfläche für den Edeka-Markt sind also noch nicht abgeschlossen. Mehr zum Thema Übergangslösung für das EKZ Spitzbergenweg finden Sie hier: https://www.buschhueter.de/uebergangsloesung-fuer-einkaufszentrum-spitzbergenweg-geplant/

Verkehr im Nordlandweg, Wildschwanbrook und Meiendorfer Weg

Kritisiert wurde von Bürgerinnen und Bürgern die am Fahrbahnrand parkenden Fahrzeuge im Nordlandweg und im Wildschwanbrook, die den fließenden Verkehr sehr behindern würden. Radfahrer müssten um die parkenden Autos herumfahren, für Autos und Busse gibt es zu wenig Ausweichbuchten, um dem entgegenkommenden Verkehr Platz machen zu können. Als durch den Nordlandweg der Verkehr umgeleitet wurde (wegen der Bauarbeiten in der Meiendorfer Straße) und deswegen ein absolutes Halteverbot angeordnet war, habe es hervorragend funktioniert. Die parkenden Fahrzeuge hätten alle in der Umgebung abgestellt werden können. Dem entgegen gehalten wurde das Argument, dass die parkenden Fahrzeuge die Geschwindigkeiten in den Straßen drosseln würden. Wäre alles frei, würde erfahrungsgemäß schneller und vor allem auch zu schnell gefahren, wobei hier auf den Meiendorfer Weg und eben auch auf den Nordlandweg während der Umleitungsphase verwiesen wurde. Aus der Versammlung heraus kam der vermittelnde Vorschlag, wenn schon kein durchgehendes Parkverbot angeordnet werden könnte, dann doch wenigstens ausreichend sichere Ausweichstellen vorzusehen. Marlies Riebe und Frank Rieken kündigten an, diese Idee der Polizei vortragen zu wollen.

Wohnungsbau am Schierenberg

Auf dem Brachgrundstück am Schierenberg, Ecke Saseler Straße, sollen bald 150 neue Wohnungen entstehen. Dem Bebauungsplan-Entwurf Rahlstedt 129 hatte die Bezirksversammlung Wandsbek bereits im Dezember zugestimmt, mehr dazu siehe hier: https://www.buschhueter.de/bebauungsplan-beschlossen-wohnquartier-schierenberg-kann-kommen/. Frank Rieken berichtete über den aktuellen Stand der Dinge. Die offizielle Feststellung des Bebauungsplans steht noch aus.

Lärmschutz am Bürgerhaus BiM

Kritisiert wurde der Bau der häßlichen Lärmschutzwand am Bürgerhaus in Meiendorf (BiM). Marlies Riebe erläuterte, dass dies notwendig geworden sei, wegen der im BiM seit August 2013 betriebenen Großtagespflegestelle (eine Form der familiennahen Kindertagesbetreuung). Der Bebauungsplan Rahlstedt 84 aus dem Jahre 1986 sieht für diesen Fall eine Lärmschutzwand in Form einer 3 Meter über Gelände hohen Schutzwand zu den Grundstücken an der Lofotenstraße vor. Wegen der fehlenden Lärmschutzwand war die Großtagespflegestelle durch angedrohte und in der Vergangenheit auch durchgeführte Nachbarschaftsklagen in ihrem Bestand gefährdet. Die Bezirksversammlung Wandsbek hat den leider notwendigen Bau der Lärmschutzwand mit 45.000 Euro aus bezirklichen Sondermitteln unterstützt.

„Geisterhaus“ Spitzbergenweg/Nordlandweg

Viele Bürgerinnen und Bürger brachten erneut ihren Unmut über die Zustände auf dem Grundstück Nordlandweg/Spitzbergenweg zum Ausdruck. Zwar wurde der Schandfleck im letzten Jahr etwas aufgehübscht, dennoch bleibe das verwahrloste Grundstück ein großes Ärgernis im Stadtteil. Sie baten darum, weiterhin nicht locker zu lassen und die Eigentümer in die Pflicht zu nehmen.

Umbau U-Bahn-Haltestelle Meiendorfer Weg

Außerdem wurde kurz über den Umbau der Haltestelle Meiendorfer Weg gesprochen. Sie soll ab dem nächsten Jahr barrierefrei umgebaut werden. Mehr zu den Umbauplänen unter: https://www.buschhueter.de/u-bahnhof-meiendorfer-weg-barrierefreier-umbau-startet-2017/ Von Interesse war besonders die Situation der Fahrradständer an der Haltstelle. Diese sind gerade zu den Hauptverkehrszeiten voll ausgelastet. Dadurch wird teilweise auf Bäume ausgewichen, um Fahrräder anzuschließen. Buschhüter erläuterte, dass die Zahl der Fahrradstellplätze von derzeit 144 auf 250 erhöht werden soll und auch die bereits vorhandenen erneuert werden. Sinnvoll wäre es, die im Rahmen der ab 2017 ohnehin stattfindenden Bauarbeiten zu machen. Im Rahmen des Bike+Ride-Programms wird das Angebot an Fahrradständern in der ganzen Stadt wachsen, um so einen Anreiz zu mehr Nutzung von Fahrrädern zu setzen. Mit dem Programm soll die Zahl der Fahrradstellplätze an Schnellbahnhaltestellen über die ganze Stadt verteilt bis 2025 um 12.000 auf etwa 28.000 Stellplätze steigen.